Die Sache mit dem Rückruf – drei Stimmen, vier Hunde und ziemlich viel Geduld

Juli 25, 2018

Langsam schwächelt unser Pubertätsalarm „Kevin“ ein wenig und aus Rot wird wieder Orange. Gubacca hört auf unseren Spaziergängen besser und sein Freiheitsdrang ist momentan nicht mehr ganz so groß. Trotzdem gehe ich lieber auf Nummer sicher und habe mich über die vielen Tipps gefreut, die Christine, Margot und Violetta mir zum Thema Rückruf gegeben haben. Bei allen lief oder läuft es ein bisschen anders: Alegra hat ihr Zählspiel, Balu einen großen Radius und viel Erfahrung hinter sich, Dali orientiert sich heute fast selbstverständlich an Violetta und Jungspund Carmela hat noch einige Flausen im Kopf. Also habe ich nachgefragt: Wie sind die anderen durch diese Phase gekommen?
16 Monate · irgendwo zwischen Junghund und erwachsen

Langsam schwächelt der Pubertätsalarm „Kevin“ ein wenig und aus unserem Rot wird langsam wieder Orange. Gubacca hört auf unseren Spaziergängen wieder besser und der Freiheitsdrang ist momentan nicht mehr ganz so groß. Wobei ich ja den starken Verdacht habe, dass das auch an den heißen Temperaturen der letzten Tage liegen könnte.

Aber ich bin sicher: Die Zeit arbeitet für uns und je älter Gubacca wird, desto besser wird auch der Rückruf klappen! Der Vorsatz „positiv denken“ ist damit schon fast erfolgreich umgesetzt. Trotzdem gehe ich lieber auf Nummer sicher und freue mich über die vielen tollen Tipps, die ich von Christine, Margot und Violetta zum Thema Rückruf bekommen habe.

Christine und ihre dreijährige Hündin Alegra kennt ihr schon aus dem Rasseporträt „Nachgefragt: Cão da Serra de Aires – wie ähnlich ist er dem Gos? “. Bei ihr läuft es ähnlich wie bei uns: mal besser, mal schlechter, wobei die Tendenz eindeutig Richtung „Daumen hoch“ geht. Sie hat für sich mit dem „Zählspiel“ eine tolle Möglichkeit gefunden, auf Spaziergängen Alegras Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.

Margot lebt mit dem sechsjährigen Gosrüden Balu und kennt den pubertären Umschwung ebenfalls aus eigener Erfahrung. Ihre Briards wichen ihr mit zwei Jahren kaum noch von der Seite. Bei Balu dauerte das deutlich länger.

Zu Violetta gehören der vierjährige Dali und die zweijährige Carmela. Die Pubertät hat sie bei beiden vollkommen unterschiedlich erlebt. Dali orientiert sich inzwischen fast selbstverständlich an ihr. Jungspund Carmela hat dagegen noch ein paar Flausen im Kopf.

Margot & Balu
Gos d’Atura · 6 Jahre
Violetta
Dali · 4 Jahre
Carmela · 2 Jahre
Christine & Alegra
Cão da Serra de Aires · 3 Jahre
Margot & Balu · großer Radius inklusive

„Mit 16 Monaten ist er mittendrin in seiner Selbstfindung“

Margot

Sabine, da bist du sicher nicht allein mit solchen Problemen in der Pubertät. Ein selbstbewusster Gosrüde soll selbstständig arbeiten und dazu gehört auch, dass er sein Umfeld erkundet und beobachtet. Gubacca muss jetzt nur lernen, dass du für ihn schaust und entscheidest.

Zu deiner Beruhigung: Mit 16 Monaten ist er mittendrin in seiner Selbstfindung. Es ist also nicht dein Fehler, dass er plötzlich seine Freiheit immer mehr nutzt, um eigene Entdeckungen und Erfahrungen zu machen.

Ich musste auch feststellen, dass ein Gos nicht mit meinen Briards zu vergleichen war. Die wichen mit zwei Jahren nicht mehr von meiner Seite. Bei Balu musste ich wesentlich vorausschauender sein.

Er ist zwar nie wirklich ausgebüxt und zu etwa 95 Prozent funktioniert der Rückruf mit der Pfeife zuverlässig, aber ich habe einen an allem interessierten Rüden. Mit knapp zwei Jahren fing Balu ebenfalls an, seinen Radius deutlich zu vergrößern, sobald er etwas in die Nase oder ins Blickfeld bekam, das er unbedingt näher erkunden wollte.

Gos d’Atura Balu als Junghund
Balu als Jungspund · © Margot Poljak
Margot

Manchmal sauste auch er plötzlich los. Ich konnte nie so schnell reagieren, dass er noch zu stoppen war. Zum Glück kam er immer recht schnell zurück. Ich hatte damals sogar angefangen, die Sekunden zu zählen, weil es bei uns einige Hunde gibt, die teilweise stundenlang allein in den Isarauen unterwegs waren. Das wollte ich auf keinen Fall provozieren.

Meine Konsequenz war damals eine Flexileine mit Band und ein gutes Geschirr. Eine Schleppleine finde ich persönlich in unserem Gelände unhandlich. Wichtig war mir aber, auch an der Leine weiter mit Balu zu kommunizieren und ihn nicht einfach nur sein Ding machen zu lassen.

Sobald etwas in Sicht kam – Mensch, Pferd, Radfahrer oder Auto – sollte er sich mir zuwenden, herkommen und absitzen. Wenn das schnell klappte, gab es unser Belohnungswort und anfangs natürlich auch eine Belohnung.

Außerdem haben wir unterwegs immer wieder kleine Übungen eingebaut: rechts, links, Stopp, Platz, Steh, Sitz, Hier, Dreh, Retour, durch etwas hindurch oder auf einen Baumstumpf springen. Für Balu macht es dadurch keinen großen Unterschied, ob er gerade frei oder an der Leine läuft.

Balu
Balu · © Margot Poljak
Margot

Zusätzlich haben wir aus dem Hundesport das Kommando „Revier“ übernommen. Dabei schicke ich Balu gezielt um bestimmte Bäume, Hecken oder andere markante Punkte. Er muss genau beobachten, was ich ihm zeige, loslaufen und wieder zu mir zurückkommen.

Balu macht das unheimlich viel Spaß. Nach sechs oder sieben Wiederholungen ist er auch körperlich und im Kopf gut beschäftigt.

Grundsätzlich ist Balu aber in der Stadt und in fremden Wäldern an der Leine. Bei freien Feldern und Wiesen darf er rennen. Durch unsere Übungen hat er sich angewöhnt, beim Ableinen erst einmal abzusitzen und abzuwarten, was von mir kommt.

Der Rückruf mit der Pfeife ist für uns weiterhin das wichtigste Signal. Das klingt immer gleich – vollkommen unabhängig davon, wie aufgeregt ich selbst gerade bin. Also Kopf hoch: Diese Phase werdet ihr auch meistern. Nur Übung macht den Meister.

Bine

Danke, Margot, für deine vielen Tipps und Anregungen. Deinen ersten Gedanken fand ich besonders wichtig: Man muss sich immer wieder vor Augen halten, wofür diese Hunde ursprünglich gezüchtet wurden und dass Selbstständigkeit durchaus zu ihnen gehört.

Mit Flexileine laufe ich inzwischen ebenfalls sehr viel. Auch wenn sie bei vielen verpönt ist: Mir hilft sie gerade dabei, unsere Spaziergänge deutlich stressfreier zu gestalten.

Die Idee mit dem Umkreisen von Bäumen finde ich klasse. Ich denke sowieso, dass Zwerg-Riese gerade insgesamt im Umbruch ist und wir schauen müssen, was uns beiden unterwegs wieder mehr Spaß macht.

Margot

Genau das ist wichtig: herausfinden, was euch beiden gemeinsam Spaß macht und ihn jetzt nicht einfach zu viel herumstreunen lassen.

Für mich war die Flexileine früher ebenfalls ein No-Go. Bei Balu musste sie dann trotzdem zum Einsatz kommen, weil mir der Freilauf an vielen Stellen zu unsicher war. Entscheidend ist für mich, dass er damit nicht einfach zieht und sein eigenes Programm macht.

Violetta · gleiche Familie, völlig verschiedene Pubertäten

Dali und Carmela zeigen, wie wenig nach Fahrplan läuft

Violetta

Ich habe zwei Hunde und kann euch sagen, dass es bei beiden unterschiedlich ist beziehungsweise war. Meiner Meinung nach ist das wie bei Kindern: Man weiß, dass irgendwann Trotzphase und Pubertät kommen. Aber wann und wie stark, kann sehr unterschiedlich sein.

Bei Dali, der jetzt vier Jahre alt ist, ist der Freilauf inzwischen kein Problem mehr. Er orientiert sich an mir und hält sich meistens nur noch so weit entfernt, dass er mich sehen kann.

Das war aber auch einmal anders. Wir haben Schritt für Schritt gearbeitet und zunächst nur kurze Strecken ohne Leine geübt.

Carmela ist mit ihren zwei Jahren noch deutlich neugieriger und meint auch immer wieder, es müsse alles nach ihr gehen. Sie darf nur dort frei laufen, wo es übersichtlich ist, und zunächst auch nur für eine bestimmte Zeit.

Das ist ein Lernprozess, den man immer wieder üben muss. Ich habe mit ganz kurzen Abständen angefangen und die Strecken ohne Leine nach und nach vergrößert.

Dali und Carmela
Dali & Carmela · © Violetta Neuthor
Margot

Das habe ich ähnlich gemacht: bei jedem Spaziergang Strecken mit und ohne Leine. Ich finde es außerdem wichtig, gutes Verhalten zu belohnen, das der Hund von sich aus zeigt.

Balu sucht heute oft von allein den Blickkontakt und wartet an Weggabelungen, bis klar ist, wo es weitergeht. Aber auch das war ein Lernprozess.

Violetta

Genau. Es ist ein langer Weg mit vielen kleinen Schritten – und zwischendurch gibt es auch wieder Rückschritte.

Ich finde es deshalb so hilfreich, sich Erfahrungen von anderen zu holen und zu merken, dass man mit einem Problem nicht allein ist. Das allein tut oft schon gut.

Margot

Ich glaube außerdem, dass wir inzwischen sehr hohe Anforderungen an unsere Hunde stellen. Ich bin da oft großzügiger als mein Mann. Bei uns gibt es trotzdem klare Regeln, die immer gelten.

Wir lieben unsere Schlitzohren doch auch deshalb, weil sie so einfallsreich und begeisterungsfähig sind. Genau das macht sie natürlich manchmal auch anspruchsvoller.

Ein Wort · ziemlich viele Vorstellungen

Was bedeutet eigentlich „Unterordnung“?

Bine

Violetta, du schreibst, dass du mit Dali erst an der Unterordnung gearbeitet hast, bevor er kleine Strecken ohne Leine laufen durfte. Was verstehst du unter Unterordnung?

Ich weiß, dass es ein gängiger Begriff ist, aber wahrscheinlich versteht jeder etwas anderes darunter.

Violetta

Du hast völlig recht. Das Wort ist in aller Munde und jeder hat wahrscheinlich eine etwas andere Vorstellung davon.

Ich gehe deshalb nur von mir aus. Im Hundesport gehört Unterordnung unter anderem zur Begleithundeprüfung. Für mich bedeutet das aber nicht, dass der Hund wie beim Militär funktionieren soll.

Er soll lernen, aufmerksam zu sein, Blickkontakt aufzunehmen und mit mir zu kommunizieren. Dazu gehören für mich auch Dinge wie Sitz, Platz, Bleib und an meiner Seite zu bleiben.

Entscheidend ist für mich, klare Regeln zu haben und sie konsequent einzuhalten.

Dali & Carmela · © Violetta Neuthor
Violetta

Ein ganz einfaches Beispiel: Meine Hunde bekommen gemeinsam nebeneinander ihr Futter. Sie warten auf mein Zeichen, bevor sie anfangen. Auch draußen oder im Alltag gibt es Regeln, die sie kennen.

Für mich geht es dabei darum, dass sie aufmerksam bleiben und wissen, woran sie bei mir sind.

Bine

Ja, jetzt kann ich mir sehr gut vorstellen, was du meinst. Für dich ist Unterordnung also nicht einfach nur stumpfes Sitz- und Platzüben, sondern ein schrittweiser Aufbau von Aufmerksamkeit, Vertrauen und gemeinsamen Regeln.

Ich hatte ja lange Zeit das Problem, dass Gubacca an der Leine herumflippte. Ich wollte immer nur dieses eine Problem lösen und seine Züchterin Svea sagte mir immer wieder: Du musst das Gesamtpaket verändern, dann lässt auch das nach.

Und recht hatte sie. Im Grunde kann man nicht erwarten, dass der Hund sich sofort zu hundert Prozent auf einen verlässt. Andersherum ist es ja genauso.

Violetta

Genau. Das Gesamtpaket. Und wenn gar nichts mehr geht, einfach wieder von vorne und in kleinen Schritten anfangen.

Christine & Alegra · Grasbüschel werden gründlich geprüft

Und dann kommt das Zählspiel ins Spiel

Christine

Alegra ist nun drei Jahre alt und bei uns ist es ähnlich. Es gibt Tage, da klappt es ohne Leine super, und an anderen funktioniert es gar nicht.

Auf freien Flächen wird alles abgescannt. Selbst wenn nur ein Grasbüschel etwas höher gewachsen ist, muss erst einmal hingelaufen und überprüft werden, was das ist.

Wenn wir im Wald unterwegs sind und ich merke, dass Nase und Blick mehr im Wald als bei mir sind, wird sie angeleint und wir machen unser Zählspiel. Das macht ihr Spaß und sie wird wieder entspannter.

Mit Fußgängern und Radfahrern haben wir außerdem geübt, dass Alegra an meine Seite kommt beziehungsweise wartet. Das funktioniert inzwischen sehr gut. Und wir werden einfach weiter am Ball bleiben.

Cão da Serra de Aires Alegra
Alegra · © Christine Schuster
Bine

Alegras Grasbüschel-Kontrolle erinnert mich sehr an Gubacca. Bei ihm scheint das Ableinen momentan fast ein eigenes Startsignal zu sein: Leine los – kurz scannen, wo man hinrennen könnte – und schwupps ist Zwerg-Riese unterwegs.

Was genau ist denn dieses Zählspiel, Christine?

Christine

Ich nenne es einfach Zählspiel. Ich zähle laut von eins bis zehn und nehme bei jeder Zahl ein Leckerli aus meiner Bauchtasche in die Hand.

Inzwischen kommt Alegra schon nach zwei oder drei Zahlen zu mir gerannt, setzt sich vor mich und schaut zu, wie ich weiterzähle.

Anschließend werfe ich die Leckerlis einzeln und wiederhole dabei die Zahlen, sodass sie danach suchen kann. Am Anfang habe ich das ohne Ablenkung aufgebaut, dann bei Spaziergängen und später mit immer mehr Ablenkung.

Zurzeit ist es eines unserer besten Spiele, weil ich sie damit inzwischen sogar vom Bellen am Zaun abrufen kann.

Alegra
Alegra · © Christine Schuster
Margot

Ich mache etwas Ähnliches, allerdings ohne zu zählen. Balu wartet nach dem Ableinen oft schon darauf, ob wir erst ein Spiel oder ein paar kleine Übungen machen.

Bine

Jetzt weiß ich, was damit gemeint ist. Eine Freundin hatte mir so etwas vor einigen Wochen auch einmal gezeigt. Amie lässt sich damit ebenfalls toll umlenken.

Bine & Gubacca · Theorie vorhanden, Praxis wird nachgeliefert

Ableinen soll nicht automatisch „Ich bin dann mal weg“ heißen

Margot

Wenn Gubacca das Ableinen inzwischen als Signal zum Losrennen interpretiert, würde ich das langsam wieder umlenken.

Du könntest anfangs mit einer zweiten, dünnen Sicherungsleine arbeiten. Gubacca setzt sich hin, du löst die normale Leine und beginnst direkt mit einer kleinen Übung, einem Spiel oder einer Suche. So bleibt ihr erst einmal gemeinsam beschäftigt.

Im Wechsel kannst du immer wieder an- und ableinen. Freilauf gibt es dann bewusst und mit einem Signalwort.

Gerade in diesem Alter sollen sie natürlich auch rennen und sich austoben dürfen. Aber bestimmte Rituale, die der Sicherheit dienen, würde ich konsequent beibehalten.

Bine

Mit der zweiten Leine ist eine tolle Idee! Gubacca weiß eigentlich, dass er zuerst Sitz macht, ich dann die Leine löse und er erst nach meinem „Okay“ laufen darf.

Heute Morgen zum Beispiel: Erst gespielt und getobt auf einem abgemähten Feld – alles toll. Danach angeleint weitergelaufen, todesmutig wieder abgeleint und zunächst ging es sogar gut.

Bis ich den Fehler machte, ihn zu rufen.

Aus „Gubacca, hier!“ wurde mal wieder sein persönliches „Ich laufe jetzt in den verbotenen Mais“. Zurück kam er erst, als uns ein Hund entgegenkam, den er spannender fand.

Margot

Das wird dir noch öfter passieren. Nicht aufgeben, sondern ihn auch einmal überraschen.

Nach dem Ableinen kannst du zum Beispiel plötzlich in die andere Richtung laufen, stehen bleiben und dich sehr interessiert mit irgendeiner Stelle beschäftigen. Wenn Gubacca schnell und ohne Umwege folgt, wird das natürlich belohnt.

Wenn etwas an einem Tag zweimal hintereinander nicht funktioniert, würde ich wieder einen Schritt zurückgehen. Gos lernen wiederkehrende Rituale sehr schnell – leider manchmal auch die, die wir gar nicht geplant hatten.

Man muss kreativ bleiben, aber bei den Dingen, die der Sicherheit dienen, konsequent sein.

Gos d’Atura Balu
Balu · © Margot Poljak
Margot

Auf jeden Fall würde ich nicht zu viel Verschiedenes ausprobieren, sondern einem Weg, der meistens funktioniert, erst einmal treu bleiben.

Der Hund soll lernen und nicht durch ständig wechselnde Ideen verwirrt werden. Wenn er von sich aus etwas Richtiges anbietet, kann man das sofort bestätigen. Und wenn etwas nicht gut läuft, möglichst ohne großes Drama wieder einen Schritt zurückgehen.

Ihr schafft das schon!

Bine

Da bin ich sicher, Margot. Es hatte ja schon einmal sehr gut geklappt und jetzt heißt es einfach wieder ein bisschen gegensteuern.

Mit euren Tipps habe ich jedenfalls viele Anregungen bekommen. Christines Zählspiel werde ich langsam mit Gubacca aufbauen und Violettas Hinweis auf die Basics fand ich ebenfalls wichtig.

Oft schaut man nur auf genau das eine Verhalten, das man gerade als Problem empfindet. Vielleicht lohnt es sich manchmal viel mehr, wieder einen Schritt zurückzugehen und sich das ganze Paket anzusehen.

Anmerkung 2026

Dieses Gespräch stammt aus dem Jahr 2018 und ich möchte die unterschiedlichen Stimmen auch heute bewusst als solche stehen lassen. Manche Begriffe – etwa „Unterordnung“, „Oberhaupt“ oder „Rudelführer“ – würde ich inzwischen anders einordnen und teilweise auch anders formulieren. Spannend finde ich rückblickend aber noch immer, wie unterschiedlich die Wege mit diesen Hunden waren und wie gut es damals tat zu hören: Rückschritte gehören dazu, und man ist mit ihnen nicht allein.

  • Share:

You Might Also Like

0 comments