Wer einen Hund mit Unterwolle hat, kennt das Problem: Es dauert verdammt lange, bis das Fell wirklich nass ist – und mindestens doppelt so lange, bis es wieder trocken wird. Bei Gubacca reichte gründliches Abrubbeln mit einem Handtuch meistens nicht aus. Die Feuchtigkeit saß weiterhin tief im Fell und wurde anschließend mit Vorliebe durch ausgiebiges Schütteln in der näheren Umgebung verteilt.
Also habe ich ihm aus alten Handtüchern einen Bademantel genäht. Er besteht aus einem Rückenteil, einem Bauchbereich und einem Kragen. Durch den verstellbaren Verschluss lässt er sich gut an den eigenen Hund anpassen.
Wer einen Hund mit Unterwolle hat, kennt das Problem: Es dauert verdammt lange, bis das Fell wirklich nass ist – und mindestens doppelt so lange, bis es wieder trocken wird. Bei Gubacca reichte gründliches Abrubbeln mit einem Handtuch meistens nicht aus. Die Feuchtigkeit saß weiterhin tief im Fell und wurde anschließend mit Vorliebe durch ausgiebiges Schütteln in der näheren Umgebung verteilt.
Also habe ich ihm aus alten Handtüchern einen Bademantel genäht. Er besteht aus einem Rückenteil, einem Bauchbereich und einem Kragen. Durch den verstellbaren Verschluss lässt er sich gut an den eigenen Hund anpassen.
Hier findet ihr die ausführliche Anleitung mit allen Schnittteilen und Arbeitsschritten.
Unser selbst genähter Hundebademantel war Teil der VOX-Sendung hundkatzemaus. Dass uns ein paar ausrangierte Handtücher einmal ins Fernsehen bringen würden, war beim ersten Zuschnitt allerdings noch nicht abzusehen. Hier geht es zu Gubaccas Fernsehauftritt →
Das benötigt ihr für den Hundebademantel
- 1 Badehandtuch
- 1 normales Handtuch
- gefalztes Schrägband beziehungsweise Kantenband
- Garn
- Gurtband
- 1 Klickverschluss
- ein kurzes Stück Klettband
- Schere
- Maßband oder Lineal
- Kreidestift oder Nähkreide
- Stecknadeln oder Stoffklammern
- Nähmaschine
1. Schritt: Die Einzelteile zuschneiden
Gubaccas Bademantel besteht aus drei Teilen. Ich habe mir die einzelnen Formen zunächst als Schnittmuster auf Nähpapier vorbereitet. Das erleichtert das Zuschneiden und ich kann beim nächsten Bademantel wieder darauf zurückgreifen.
Ich habe mit dem größten Teil, dem Rücken, begonnen. Wichtig ist, dass bei allen drei Schnittteilen der Stoff doppelt liegt. An der Bruchkante wird das Handtuch gefaltet und die beiden Seiten werden genau aufeinandergelegt.
Aus dem Rest des Badehandtuchs wird anschließend der Bauchbereich zugeschnitten. Auch hier wird das Handtuch wieder an der Bruchkante gefaltet, festgesteckt und danach ausgeschnitten. Mit Nähkreide lassen sich die Umrisse vorher direkt auf den Stoff übertragen. Mir fällt das Zuschneiden dadurch deutlich leichter.
Den Kragen habe ich aus dem grauen Handtuch zugeschnitten. Bei der Höhe von 22 Zentimetern könnt ihr problemlos variieren.
Ein kleiner Tipp: Ich habe beim Zuschneiden darauf geachtet, möglichst viele vorhandene Handtuchkanten zu nutzen. Auf dem folgenden Bild liegt der Schnittbogen so, dass die untere Naht des Handtuchs bereits einen sauberen Abschluss für den Kragen bildet. Dadurch muss diese Seite später nicht noch einmal umgenäht werden.
So sehen alle drei Teile fertig zugeschnitten aus. Auch hier ist gut zu erkennen, dass ich die vorhandenen Abschlusskanten der Handtücher in den Zuschnitt einbezogen habe. Die festen Kanten können so bleiben und müssen nicht zusätzlich umgenäht werden.
2. Schritt: Kragen und Schulterseiten zusammennähen
Zuerst wird die obere Abschlusskante des Kragens genäht. Ich arbeite dafür gerne mit kleinen Stoffklammern und komme damit besser zurecht als mit Stecknadeln.
Danach wird die Seitennaht geschlossen und der Kragen ist bereits fertig.
Im nächsten Schritt werden die Schulterseiten mit einer geraden Naht verbunden.
An der entstandenen Öffnung wird anschließend der graue Kragen festgenäht.
Für mich ist es dabei jedes Mal ein kleines Gehirn-Jogging, welche Stoffseiten aufeinanderliegen müssen. Deshalb habe ich es sicherheitshalber direkt auf dem Foto notiert.
Mit den geschlossenen Schulternähten und dem Kragen sieht das Ganze bereits deutlich nach Bademantel aus. Nun sind alle drei Teile miteinander verbunden.
Nun werden noch die seitlichen Kanten umgenäht, an denen später die Verschlüsse befestigt werden und der Mantel geschlossen wird.
Schaut vor dem Nähen sicherheitshalber noch einmal, ob ihr tatsächlich die richtige Stoffseite umschlagt. Bei meinem Bademantel habe ich nicht richtig aufgepasst und durfte die fertige Naht anschließend wieder auftrennen.
3. Schritt: Die Ränder mit Kantenband einfassen
Schräg- beziehungsweise Kantenband gibt es in unterschiedlichen Breiten. Für den Bademantel habe ich eine etwas breitere Variante bestellt. Das gefiel mir nicht nur optisch besser, sondern ließ sich auch einfacher annähen.
Ich habe nicht alle Ränder mit Kantenband eingefasst, sondern teilweise die bereits vorhandenen Abschlusskanten des Badehandtuchs genutzt. Das ist jedoch reine Geschmackssache. Natürlich könnt ihr auch sämtliche Seiten mit dem Kantenband umnähen.
4. Schritt: Die Verschlüsse annähen
Der Hundebademantel wird mit einem Klickverschluss auf dem Rücken geschlossen. Die beiden Teile des Verschlusses habe ich mit Gurtband an den Seiten des Brustteils befestigt.
Bei den üblichen Klickverschlüssen wird das auf dem Foto rechte Verschlussteil fest vernäht. Beim linken Teil mit den drei Stegen lässt sich das Gurtband später in der Länge verstellen.
Für die rechte Schnalle wird das Gurtband auf der Rückseite mittig gefaltet, wie auf dem Foto zu sehen ist. Danach wird das Band gewendet und der Verschluss auf dem Bademantel festgenäht.
Für mehr Stabilität habe ich ein Rechteck mit einem zusätzlichen Kreuz in der Mitte genäht.
Mit einem Lineal habe ich ausgemessen, an welcher Stelle das Gurtband auf dem Stoff liegen muss, damit sich der Verschluss später mittig auf Gubaccas Rücken befindet.
Zum Schluss könnt ihr noch ein Stück Klettband auf das längenverstellbare Gurtband kleben oder nähen. Dadurch steht das überstehende Ende später nicht ab.
Und schon ist euer selbst genähter Hundebademantel fertig.
Schnüffeldecken, Hundekissen, Beschäftigungsspiele und weitere praktische Ideen findet ihr auf unserer Übersichtsseite DIY für Hunde – Gubacca macht’s selbst.
Bei der Frage „Darf der eigene Vierbeiner mit auf das Sofa oder sogar ins Bett“, scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Die Kritiker befürchten sofort den Machtverlust. Schließlich strebt jeder Hund nach der Rudelsführung und den Grundstein hierfür legt man mit der erhöhten Sitzposition. Die Befürworter pochen hingegen auf die wichtige Gleichberechtigung zwischen Hund und Mensch.
Bei uns hat, wie so oft, der Hund selbst entschieden: Gubacca liegt viel lieber auf dem kühlen Boden oder in seinem eigenen Körbchen. Auf der einen Seite finde ich das schade. Gibt es etwas schöneres als Abends gemeinsam auf dem Sofa gekuschelt Fernsehen zu schauen? Wo ist mein pelziger Fußwärmer in den kalten Winternächten?
Aber spätestens seit dem Kauf meines Lieblingssofas für mein Arbeitszimmer - ein Ikea Söderhamn Traum im hellen Beige - weiß ich seine Abneigung gegen weiche Polster sehr zu schätzen. Trotzdem schlug Murphys Gesetz natürlich auch bei diesem Thema zu: Nie war ein Sofa für Gubacca interessant, aber kaum wurde das Sofa zur Tabu-Zone erklärt, erweckte es Begehrlichkeiten.
Wie so oft wurde Mini-Rütter zum Vermittler und empfahl doch einfach eine große Decke zum Schutz über das Sofa zu legen. Klar dachte ich, nach vier schlaflosen Wochen mit der quälenden Frage welche Farbe ich nehme, lege ich dann eine große Decke darüber. Warum hat die Möbeldesigner eigentlich noch keine Hunde-Schondecke passend zum Sofabezug erfunden? Die Nachfrage wäre bestimmt riesig! Aber dann wären die deutschen Wohnzimmer auch weniger bunt, was auch wiederum schade wäre.
Ich blieb aber auf jeden Fall eisern und Gubacca fand eine neue Lieblingsstelle: Der enge Zwischenraum von der Lehne zum Wandschrank. Mein räumliches Vorstellungsvermögen hatte mich beim Kauf doch ein bisschen im Stich gelassen und das Objekt der Begehrlichkeit ist doch ein wenig groß ausgefallen. In dieser schmalen Lücke konnte Gubacca seiner Leidenschaft als „Wanddekorierer“ so richtig ausleben. Er hat nämlich die leidige Angewohnheit sich immer ganz dicht an die weißen Wände zu legen, um sich dann mit den Pfoten daran abzustützen. Und so fand Gubacca trotz „Tabu-Zone“ auch Gefallen an dem neuen Sofa.
Meistens verschläft er dort den gesamten Vormittag, während ich arbeite. Mittags stehe ich dann häufig schon unten im Flur startbereit für die Gassirunde und wer fehlt? Der Herr Gubacca, der erst gerufen werden möchte, damit er förmlich die vielen Treppenstufen runter fliegen kann.
So auch wieder mal letzten Donnerstag. Bine rief „Bacci“ und nichts passierte. Hilfsbereit wie Mini-Rütter in jeder Lebenslage ist, folgte natürlich ebenfalls ein siegessicheres „Gubacca, komm runter“. Aber außer einem Kratzen auf dem Laminat war nichts von ihm zu hören oder sehen. Das kam mir jetzt doch seltsam vor und ich marschierte dann doch mal lieber wieder hoch, um nachzusehen.
Im Arbeitszimmer angekommen sah ich auch sofort den Grund für die seltsamen Geräusche: Gubacca steckte unter der Couch fest, wie eine platte Flunder und nur der Kopf schaute noch hervor. Ich musste so lachen! Wenn ich mit allen gerechnet hätte, aber nicht damit.
Der Hohlraum unter der Couch war hoch genug für ihn um sich zu bewegen, aber die untere Kante stoppte ihn dann. Ich bin sicher in diesem Moment hat Gubacca das gleiche gedacht wie ich: „Wenn ich doch darunter passe - dann muss es doch auch wieder zurück gehen?!“Mit einer Seelenruhe lag mein Spanier dann einfach da und schaute mich mit großen Augen an. Ganz nach dem Motto: „Bine wird schon eine Lösung wissen.“Das Vertrauen ehrte mich zwar, aber sicherheitshalber rief ich lieber noch Herrn Mini-Rütter zu Hilfe. Ich muss ja zugeben, im ersten Moment überlegte ich sogar noch schnell das Handy zu holen, um diesen witzigen Augenblick festzuhalten. Aber dann siegte doch die Fürsorge und wir befreiten die „platte Flunder“ lieber schnell aus seiner misslichen Lage.
Mein Mini-Rütter und ich mussten den ganzen Nachmittag noch über unsere „platte Flunder“ lachen. Aber mir ging auch die Frage nicht aus dem Kopf, wie er geschafft hatte unter das Sofa zu kommen. Die Lösung war dann viel einfacher als gedacht und ich kam sogar auch noch zu einem Foto: Am nächsten Vormittag befand sich Gubacca nämlich schon wieder in der gleichen misslichen Lage. Wie immer hatte er sich in den Zwischenraum vom Sofa zur Wand gequetscht. Während er dann auf der Seite lag stemmte er sich immer weiter mit den Pfoten vom Wandschrank weg. Stück für Stück rutschte er so unter das Sofa und passte auch unter die niedrige Kante durch.
Von daher:„Augen auf beim Sofa-Kauf“:-) In diesem Sinne, wünschen wir euch einen schönen Tag und passt auf eure Nicht-Couch-Potatos auf!
P.S. Falls du dich gerade fragst, wie man ein helles Sofa und einen wuscheligen Hund wirklich unter einen Hut bekommt – ich hätte da noch drei erprobte Gedanken aus dem Alltag mit Gubacca:
- Die Rasse: Warum ein Gos d’Atura Català zwar aussieht wie ein Sofahund, aber innerlich oft lieber Bodenkontakt hat, erzähle ich hier: Der Gos d’Atura Català
- Der Schmutz-Killer: Damit Sofa und Haus auch nach dem Regenspaziergang halbwegs entspannt bleiben, schwöre ich auf meinen selbstgenähten Hundebademantel: DIY-Hundebademantel
- Die Pflege: Und falls du dich schon immer gefragt hast, wie man so ein kleines Fellmonster eigentlich sauber hält: Mein Guide zur Fellpflege
Ach, die gemeinsamen Hundespaziergänge mit Herrn Mini-Rütter sind doch immer wieder herrlich und bieten viel Raum für unterschiedliche Ansichten zum Thema Hundeerziehung. So wie gestern, als wir gemeinsam mit Gubacca zum Kanal fuhren.
Während ich noch damit beschäftigt war, dass Gubacca erst ruhig in seiner Autobox wartet, bis er aussteigen darf, war mein Mini-Rütter schon über alle Berge verschwunden. Gubacca hatte dann natürlich auch nichts Besseres zu tun, als sich mit seiner ganzen Kraft in die Leine zu schmeißen, um ihn möglichst schnell einzuholen.
Recht erfolglos bemühte ich mich darum, dass der feurige Spanier sich dabei nicht mit dem Halsband erdrosselte und zumindest ansatzweise an lockerer Leine lief. Natürlich wurde das sofort mit einem genervten Blick und Kopfschütteln von der „besseren Hälfte“ quittiert, als diese endlich wieder in Sichtweite auftauchte.
„Jetzt lass den armen Hund doch normal laufen“, kam auch prompt der Lieblingssatz von Herrn Mini-Rütter. „Nie kann man einfach nur mal ruhig spazieren gehen!“
Warum gibt es im Fernsehen überwiegend nur männliche Hundetrainer, wenn die meisten Herren der Schöpfung die Hundeerziehung eher als lästig und überflüssig empfinden? Ein Phänomen, über das ich mich schon sehr lange wundere.
Natürlich wusste mein Mini-Rütter auch darauf sofort eine Antwort:
Weil wir Männer das einfach besser draufhaben. Wenn ich schon immer eure Quietschestimmen höre und diese Verniedlichungen! Gubacciii.
„Da bekommt doch jeder Hund früher oder später einen Hörschaden. Kein Wunder, dass er dann nicht kommt, wenn du ihn rufst!“
Mein Blick hätte nicht eisiger ausfallen können. Wenn ich auf eine Sache stolz bin, dann ist es unser Rückruf. Ein „Gubacca“ und der Herr steht „Gewehr bei Fuß“. Okay, jetzt kam mein Hang zur Übertreibung wieder ein bisschen durch. Aber dank intensivem Training mit den „Deluxe-Leckerchen“ klappt das Kommen wirklich super.
Mit einer klitzekleinen Einschränkung: Es funktioniert bei mir. Mein Mini-Rütter ist da nicht ganz so erfolgreich.
Das ist aber auch kein Wunder, da er die These verfolgt: Der arme Hund muss doch auch mal schnüffeln können. Ganz zu schweigen von der Angst, der Rüde hätte nicht ausreichend Gelegenheit gehabt, sein Beinchen zu heben. Von daher dürfen diese wichtigen Dinge selbstverständlich vorab erledigt werden, bis Hund dann vielleicht irgendwann im gemächlichen Tempo Richtung Herrchen marschiert.
Natürlich konnte ich mir einen dezenten Hinweis nicht verkneifen, dass das nur bei ihm nicht immer funktioniert.
„Ich will ja auch einen Rüden mit Persönlichkeit!“, konterte Mini-Rütter prompt. „Und keinen dressierten Befehlsempfänger!“
Wir liefen eine Weile schweigend nebeneinander her, als Gubacca die erste Badestelle am Kanal für sich entdeckte. Sofort machte sich das gut konditionierte Frauchen auf die Suche nach einem geeigneten Stock, damit der vierbeinige Mr. Baywatch etwas zum Apportieren hatte.
Mini-Rütter war schneller als ich und schon flog ein dicker Ast ins Wasser, der von Gubacca begeistert „gerettet“ wurde.
„Wer hat Gubacca überhaupt das Schwimmen beigebracht, du?“
Das breite Grinsen im Gesicht meines „Göttergatten“ hätte jeder Zahnpasta-Werbung standgehalten. Aber stimmt: Gubacca ist zum ersten Mal richtig geschwommen, als er mit Mini-Rütter allein am Kanal war.
„Ja, und das Radfahren hast du ihm auch beigebracht, weil ich zu ängstlich war“, gab ich äußerst widerwillig zu.
In solchen Dingen punktet Mini-Rütter wirklich. Unermüdlich hatte er mit Gubacca geübt, ruhig neben dem Rad herzulaufen, und sich von Misserfolgen nicht beirren lassen. Auch beim Thema „Schwimmen“ war ich viel zu ungeduldig und wollte zu schnell zu viel von Gubacca.
Dann nimm du doch mal die Leine
Leider war Mini-Rütter beim Thema „entspannte Rüdenbegegnungen“ bisher genauso erfolglos wie ich, was er aber nicht gerne zugab.
„Das ist halt einfach typisches Rüdengehabe, das änderst auch du nicht“, bekam ich dann immer zu hören.
Als uns gestern der erste Hund entgegenkam, drückte ich Mini-Rütter die Leine in die Hand. „Da du ja so ein toller Hundeflüsterer bist, kannst du Gubacca ja jetzt mal nehmen.“
Mittlerweile hatte ich schon perfekte Sensoren dafür entwickelt, welches Geschlecht der entgegenkommende Hund hatte. Und so hatte ich natürlich auch sofort registriert, dass der Hund, der uns mit einer älteren Frau entgegenkam, schon mehrmals sein Bein gehoben hatte.
Siegessicher griff Mini-Rütter sich die Leine und marschierte weiter. Die Rüdenbegegnungen verliefen bei mir ja auch oft nicht besonders toll. Trotzdem gab es für mich so etwas wie das kleine „Hunde-Einmaleins“, das man einfach verinnerlicht haben sollte. Dazu gehörten für mich an erster Stelle Bogenlaufen und Gubacca auf der Seite zu führen, auf der nicht der fremde Hund lief.
Mini-Rütter fand das immer vollkommen überflüssig und wollte schließlich nicht auch noch über die Leine fallen. So wie ich kürzlich. Von daher verkniff ich mir meine Belehrungen ausnahmsweise und ließ ihn einfach mal machen.
Was Frau Oberlehrerin Bine allerdings sehr schwerfiel.
Gubacca zog natürlich sofort in Richtung des fremden Hundes und fing wild an zu kläffen. Mir waren solche Situationen immer wahnsinnig peinlich und ich mutierte sofort zur überreifen Tomate. Besonders wie in diesem Fall, wenn der andere Hund schon recht betagt war und vollkommen ruhig blieb.
Mini-Rütter jedoch ließ sich von der „Kampfmaschine“ am anderen Ende seiner Leine nicht beeindrucken und rief der Frau zu: „Der ist noch ganz jung!“
Mein Gesichtsausdruck in diesem Moment muss herrlich gewesen sein. Als ganz jung würde ich den Leinenrambo jetzt nicht gerade bezeichnen. Aber Mini-Rütter erntete ein verständnisvolles Lächeln der Besitzerin.
„Das kenne ich, der wird auch noch ruhiger.“
Damals hatte ich oft den Eindruck, dass ein pöbelnder Hund anders wahrgenommen wurde, wenn am anderen Ende der Leine ein Mann „hing“. Uns Frauen wurde aus meiner Sicht schneller unterstellt, mit dem Hund überfordert zu sein. Bei Männern konnte der Hund eben einfach nicht mit anderen Rüden oder war besonders anspruchsvoll.
Eine vollkommen falsche Wahrnehmung aus meiner Sicht. Ich konnte aus dem Stegreif mehr als vier Paare in unserem Wohnviertel aufzählen, bei denen die Hundebegegnungen mit Frauchen viel entspannter abliefen. Und wenn es zur Not mit einer vollen Hand Leckerchen war.
Dabei fiel mir beim Schreiben gerade auf: Ich hatte noch nie einen Mann mit Leckerlibeutel am Gürtel gesehen. Sind sie doch die besseren Trainer und benötigen ihn nicht?
Die Frage braucht jetzt aber niemand ernst zu nehmen. Sie ist rein hypothetisch.
Nachdem die Hundebegegnung – nennen wir es einmal – nicht so optimal verlief, erklärte ich die Leine wieder zur Chefin-Sache. Seit Gubaccas zartem Welpenalter lebte ich ja in ständiger Sorge, Herr Mini-Rütter könnte meine Erziehungserfolge bei Gubacca wieder zunichtemachen.
Das hatte natürlich schnell zur Folge, dass Mini-Rütter nach meinen ständigen gut gemeinten Ratschlägen irgendwann zu mir sagte: „Dann mach es doch selber.“
Zum Glück musste ich mein eigenes „Können“ an diesem Tag nicht mehr unter Beweis stellen. Der Rest unserer Kanalrunde verlief vollkommen entspannt. Gubacca marschierte munter ohne Leine vor uns her, rettete Stöcke aus dem Wasser und genoss sichtlich den gemeinsamen Spaziergang mit uns.
Ein bisschen schmunzeln musste ich im Nachhinein dann doch über Herrn Mini-Rütter und mich. Es erinnerte mich ein wenig an meine Kindheit. Wenn sich meine Eltern mal gestritten hatten, dann war es fast immer wegen der Erziehung meiner Schwester und mir.
Dabei bezeichnet man Hunde doch auch als den ultimativen Flirtfaktor.
Wahrscheinlich trifft das nur auf die Kennenlernphase zu.
Später bieten unsere Hunde auf jeden Fall auch Potenzial für die eine oder andere kleine Meinungsverschiedenheit – über die man aber auch herrlich schmunzeln und Blogbeiträge schreiben kann.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Start in die Woche bei hoffentlich herrlichem Sonnenschein!
Was macht deinen Hund glücklich? Meine spontane Antwort für Gubacca wäre: Wasser! Wenn er mit einem mehr oder weniger eleganten Hechtsprung förmlich in den Kanal fliegt und mit einem dicken Bauchplatscher im Wasser landet, macht ihm das wahnsinnigen Spaß. Ja, ich glaube, in diesem Moment ist er tatsächlich glücklich.
Aber was bedeutet „glücklich sein“ bei einem Hund eigentlich?
Im Englischen wird zwischen „to be lucky“ – Glück haben – und „to be happy“ – glücklich sein – unterschieden. Im Deutschen benutzen wir für beides dasselbe Wort.
Und wenn man im Internet danach sucht, was ein glückliches Hundeleben ausmacht, begegnen einem schnell die üblichen Punkte: Bewegung, geistige Beschäftigung, Gesundheit, Ernährung und Strukturen.
Sicherlich tragen viele dieser Dinge dazu bei, dass ein Hund sich wohlfühlt.
Mir fehlt in solchen Aufzählungen allerdings häufig einer: der Mensch an der Seite des Hundes.
Und wo bleibt eigentlich der Mensch?
Sind wir glücklich? Was strahlen wir aus?
Glück hat schließlich diese wunderbare Eigenschaft, ansteckend zu sein. Jeder kennt Menschen, mit denen man einfach gerne zusammen ist. Ihre Lebensfreude bringt einen zum Lachen, plötzlich macht man Dinge, die man allein wahrscheinlich nie getan hätte, und auf dem Heimweg hat man immer noch ein breites Grinsen im Gesicht.
Ich glaube, unseren Hunden geht es gar nicht so anders. Wenn wir entspannt sind, Freude haben und wirklich gern mit ihnen unterwegs sind, merken sie das natürlich.
Kerstin schrieb mir auf Instagram zu der Frage, was ihre Hunde glücklich macht:
Spielen, Leckerlies, Gassi gehen, Schmusen … Da gibt’s so Einiges – ABER alles wäre Nichts ohne uns Zwei- oder Vierbeiner hier bei uns … zusammen ist das Glück perfekt ❤️
Mit diesen wenigen Worten brachte sie eigentlich ziemlich genau auf den Punkt, worüber ich die ganze Zeit nachgedacht hatte.
Zusammen.
Vielleicht ist das tatsächlich eines der wichtigsten Wörter dabei.
An ein Zitat muss ich bei diesem Gedanken immer wieder denken:
„der Weg oder das Ziel?“
„Die Weggefährten“, sagte der kleine Drache.
Gemeinsam etwas unternehmen, was beiden Spaß macht. Neue Orte oder Wege erkunden. Abends zusammen auf dem Sofa liegen. Bewusst wahrnehmen, wie schön es ist, so einen tollen Hund an seiner Seite zu haben. Einfach mal albern sein und miteinander durch eine große Pfütze rennen.
Wahrscheinlich muss man das Glück eines Hundes gar nicht immer komplizierter machen, als es ist.
Bei uns ist heute jedenfalls schönes Wetter. Nach der Arbeit fahren wir zum Kanal.
Gubacca weiß davon noch nichts.
Aber ich habe da so eine Ahnung, dass ihm der Plan gefallen wird.
Noch ein bisschen mehr vom Hundeglück
Zwischen Drehtag und Ausstrahlung lagen fast drei Monate. Und ganz ehrlich: Ich war jedes Mal ein bisschen erleichtert, wenn keine Mail mit dem Sendetermin kam. Ich wollte den Beitrag unbedingt auf dem Blog ankündigen – am liebsten stolz, mit Konfetti und allem drum und dran – aber ich hatte ihn ja noch gar nicht gesehen.
Also ratterte in meinem Kopf eine ziemlich lebendige Liste an Worst-Case-Szenarien: Was, wenn ich kaum zu sehen wäre? Oder nur schräg von hinten, weil meine Dialoge so schlimm waren, dass man besser Franziska filmt? Oder – der Klassiker – ich im Fernsehen aussehe, als wäre ich beim Dreh gegen einen Windkanal gelaufen?
Der Gedanke, irgendwann in einer gemütlichen Runde zu sitzen und jemand müsste
ein tapferes „War doch ganz nett!“ murmeln, war jedenfalls nichts, worauf ich mich freute.
Also stand für mich fest:
Ich schaue den Beitrag allein. Ganz allein.
Nur ich, Gubacca und eine geschlossene Tür – falls ich währenddessen hektisch im Zimmer
auf- und ablaufen müsste.
Rückblickend frage ich mich, warum ich nicht selbstbewusster war. Die Dreharbeiten hatten so viel Spaß gemacht, und das Team war großartig – eigentlich konnte es gar nicht so schlimm sein. Aber manchmal braucht es eben ein „Save the Date“, um zu merken, wie groß eine kleine Fernsehverabredung im eigenen Kopf werden kann.
Die offizielle Ankündigung von VOX
Deutschland (2021) • Do It Yourself – Der Bademantel für den Hund
Duschen oder Baden? Für die meisten Vierbeiner folgt das auf der Beliebtheitsskala
gleich nach dem Tierarztbesuch. Das hat Franziska Knabenreich in ihrem Hundesalon
schon oft hautnah miterleben können. Und auch beim anschließenden Föhnen kommt nur selten
gute Laune auf. Hundehalter:innen geht es da nicht besser. Es gibt nichts Schlimmeres als
nasse, sich schüttelnde Hunde, die in der Wohnung herumflitzen.
Die Lösung: ein Bademantel für Hunde!
Die Groomerin besucht deshalb die Bloggerin Sabine Ilk. Sabine näht leidenschaftlich gerne – am liebsten für ihren katalanischen Schäferhund „Gubacca“. Gemeinsam nähen sie einen kuscheligen Bademantel für Franziskas Dobermannmix „Manni“ und Langhaarnase „Gubacca“.
Das Besondere: Der Bademantel ist nicht nur passgenau, sondern auch nachhaltig produziert. Für die Herstellung hat die Hundefrisörin ausgemusterte Handtücher aus ihrem Hundesalon mitgebracht.
(Quelle: https://www.youtv.de/tv-sendungen/4350926-hundkatzemaus)
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