183. + 184. Tag | Wie aufwendig ist die Fellpflege beim Gos?!

November 07, 2017

Vor einiger Zeit hatte ich euch ja schon einmal hier auf dem Blog die "Top 5" der Fragen vorgestellt, die mir immer wieder gestellt werden. Ein Teil davon ist mittlerweile  ja schon weggefallen. Bei einem acht Monate alten Hund fragt mich niemand mehr, ob er schon stubenrein ist und auch das "der hat aber große Pfoten und wird bestimmt mal riesig!" hat sich erledigt. Ja, Zwerg-Riese ist sehr groß geworden. 

Dafür gibt es einen Neueinsteiger, der direkt auf Platz 1 gerutscht ist: Wie aufwendig ist die Fellpflege bei einem Gos d´ Atura Catalá? Bei einem Plüschteddy wie Gubacca, kann ich nur sagen: sehr aufwendig! 


Wie viele Langhaarhunde hat auch diese Rasse eine Unterwolle. Auf dem Foto oben seht ihr die Menge, die ich bei Gubacca alle 2-3 Tage auskämme. Sein Fell neigt momentan  sehr zum Verfilzen und so eine "Kämmorgie" kann dann auch schon einmal eine gute Stunde dauern. In der Fellpflege ist Gubacca daher kein bisschen einfacher als ein Tibet Terrier. Damit hatte ich nicht gerechnet. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Zwerg-Riese im Fellwechsel ist. Sein Haar wird fester und verliert das "wattige". 

Wie funktioniert die Fellpflege am einfachsten?!

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die einen ganzen Koffer mit Bürsten und Kämmen für ihren Hund besitzen. Meine "Ausrüstung" ist noch von Chiru und sehr überschaubar:



Ich nehme zuerst immer die graue Bürste und arbeite grob vor. Blätter, Zweige und was sich sonst noch so alles immer in Zwerg-Rieses Fell verfängt, habe ich dann schon einmal entfernt. Im zweiten Schritt benutze ich dann den silbernen Kamm.  Wichtig ist es, die Haare immer schichtweise von unten nach oben zu kämmen. Würde man nur vom Deckhaar aus arbeiten, sähe das Fell zwar auf den ersten Blick gepflegt aus, aber die Unterwolle würde im Fell bleiben und verfilzen.


Besonders gründlich bekommt man Unterwolle raus, wenn man den Kamm ähnlich wie eine Häkelnadel führt. Noch effektiver funktioniert das, wenn man nicht sofort die abgelöste Wolle vom Kamm entfernt - sie wirkt dann wie ein Magnet.


Noch ein Tipp: Knoten oder kleine Filzstellen sollte man nie mit der Schere einfach rausschneiden. Das gibt nicht nur hässliche Lücken, sondern ist auch vollkommen unötig. Ich schneide einfach mit der  Effilierschere in die Stelle und kämme den Rest einfach aus.


Zum Schluss glätte ich die Haare dann noch mit der schwarz/grünen Bürste und Gubacca hat es dann, jedesmal sichtlich erleichtert, auch geschafft.



Zopf, ja oder nein?! Schneiden oder zupfen? Ich habe mich bei Gubacca für den "Chiru-Ponyschnitt" entschieden. Wie das geht könnt ihr hier nachlesen: Ponyschneiden beim Langhaarhund.

Ich freue mich immer riesig darüber, dass meine Anleitung zum Ponyschneiden  schon ein richtiger Bestseller in vielen Foren geworden ist.  Es funktioniert nicht nur beim Tibet Terrier und Gos - auch beim Briard und allen wuscheligen Hunderassen sieht es toll aus.

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1 Kommentare

  1. Das hört sich wirklich nach Arbeit an. Bis jetzt hatten wir ja (fast) nur pflegeleichte Hunde. Wir sind gespannt, wie sich das Fell von Shadow entwickelt, wenn mal der Baby-Plüsch weg ist ;) Nur was ürten und ähnliches angeht ist hier die Auswahl doch etwas gößer - aber wir hatten ja von Langhaar über Plüsch und Kurzhaar bis Stockhaar schon jede Variante bei uns.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

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