Der Hund hat keine Augen! – so schneide ich Gubaccas Pony

September 02, 2018

Wie jeden Sonntag war ich heute Morgen mit Gubacca beim Bäcker Brötchen holen. Während ich in der Schlange wartete, beobachtete ein kleiner Junge Zwerg-Riese, der draußen an der Tür auf mich wartete. „Der Hund sieht aber komisch aus!“, stellte der Knirps fest. Sein Vater wollte natürlich wissen, warum. Gespannt wartete ich auf die Antwort. Was war an Gubacca so ungewöhnlich? „Der Hund hat keine Augen, Papa!“ Ich musste herzhaft lachen. Der Vater hatte die passende Diagnose direkt parat: „Der muss bestimmt zum Friseur!“ Und wenn ich mir Zwerg-Riese so ansah, musste ich ihm leider recht geben. Viel freie Sicht war tatsächlich nicht mehr vorhanden.
17 Monate · irgendwo zwischen Junghund und erwachsen

Wie jeden Sonntag war ich heute Morgen mit Gubacca beim Bäcker Brötchen holen. Während ich in der Schlange vor dem Tresen wartete, beobachtete ein kleiner Junge Zwerg-Riese, der draußen an der Tür auf mich wartete. „Der Hund sieht aber komisch aus!“, stellte der Knirps fest. Sein Vater runzelte die Stirn: „Warum sieht er komisch aus? Ist doch ein ganz normaler Hund?!“ Jetzt war ich natürlich ebenfalls gespannt. Was fand der Kleine wohl so ungewöhnlich an Gubacca? Die Antwort kam prompt: „Der Hund hat keine Augen, Papa!“ Ich musste herzhaft lachen. Sein Vater hatte die passende Diagnose sofort parat: „Der muss bestimmt zum Friseur!“ Und wenn ich mir Zwerg-Riese so ansah, musste ich ihm leider recht geben. Viel freie Sicht war tatsächlich nicht mehr vorhanden.

Diagnose vom Bäcker · freie Sicht deutlich ausbaufähig

Also gut: Der Hund muss zum Friseur

Es wurde tatsächlich mal wieder Zeit, Gubaccas Pony zu kürzen. Also bewaffnete ich mich nach dem Frühstück mit Kamm und Effilierschere und ging Zwerg-Riese an den Kragen – nein, natürlich an den Pony. Das Ganze dauert bei uns nur wenige Minuten und mit regelmäßigem Nachschneiden kann ich inzwischen ziemlich gut erkennen, wo ich kürzen möchte.

Schritt 1
Den Pony nach vorne kämmen

Zuerst kämme ich den vorderen Bereich, den ich kürzen möchte, vollständig nach vorne. Weil ich Gubaccas Pony regelmäßig nachschneide, kann ich die bisherige Linie inzwischen recht gut erkennen. Ich schneide lieber vorsichtig und in mehreren kleinen Schritten, als direkt zu viel Fell wegzunehmen.

Gubaccas Pony zum Schneiden nach vorne gekämmt
Die Haare zunächst einfach nach vorne kämmen
Schritt 2
Mit der Effilierschere vorsichtig kürzen

Bei Gubacca kürze ich das Fell mit der Effilierschere in einem weichen Bogen. Dabei lasse ich bewusst mehr Länge stehen, als man im ersten Moment vielleicht für nötig hält. Die Ponyhaare sollen anschließend weiterhin natürlich ins Gesicht fallen und nicht aussehen, als hätte jemand mit dem Lineal eine Schneise hineingeschnitten. Lieber noch einmal nacharbeiten als einmal zu beherzt gewesen sein.

Schritt 3
Haare zurückstreichen und den Feinschliff kontrollieren

Danach streiche ich die Kopfhaare mit etwas Wasser nach hinten. So sehe ich besser, ob seitlich vor den Augen oder über dem Nasenrücken noch einzelne Haare stören. Gerade in diesem Bereich arbeite ich besonders vorsichtig und nicht mit einer normalen Schere direkt am Auge. Am Ende lasse ich das Fell wieder natürlich fallen und kontrolliere lieber noch einmal aus etwas Abstand. Dann ist der „Feinschliff“ geschafft – und siehe da: Zwerg-Riese besitzt tatsächlich Augen.

Gubaccas Kopfhaare für den Feinschliff nach hinten gestrichen
Mit etwas Wasser die Haare nach hinten streichen und kontrollieren
Gubacca nach dem Ponyschneiden
Fertig – Augen wiedergefunden
KURZER SICHERHEITSHINWEIS · 2026

Das hier zeigt, wie ich Gubaccas Pony damals selbst gekürzt habe – es ist keine allgemeine Friseuranleitung für jeden Hund. Rund um die Augen würde ich heute noch deutlicher sagen: nur schneiden, wenn der Hund wirklich ruhig hält, lieber zu wenig als zu viel und niemals hektisch mit einer Schere am Auge hantieren. Bei einem zappeligen Hund oder wenn man sich unsicher ist, gehört der Pony für mich in erfahrene Hände.

Fellstatus · der seltene Kurzhaar-Gos gibt sich Mühe

Fünf Minuten Fellpflege – noch

Gubaccas Fellpflege ist immer noch erstaunlich einfach und nach ungefähr fünf Minuten bin ich normalerweise schon wieder fertig. Es ist eben ein großer Vorteil, wenn man einen dieser sooo seltenen Kurzhaar-Gos erwischt hat. :-) Langsam, aber sicher wird allerdings auch bei Zwerg-Riese das Fell länger. Im Vergleich zum Frühjahr ist er außerdem deutlich dunkler geworden und besonders an der Brust kommt immer mehr dunkles Fell durch.

Momentan sieht Gubacca seinem Vater Ozzy in diesem Alter übrigens ziemlich ähnlich. Und nicht nur optisch: Auch von seinem liebenswerten Wesen erinnert er mich sehr an seinen Papa.

Gubaccas Vater Ozzy
„Schmusebacke“ Papa Ozzy
Und nun · zurück zum vollkommen unverzichtbaren Zubehör

Warum Knut natürlich trotzdem mit aufs Foto muss

Ich werde übrigens immer wieder gefragt, warum ich Gubacca so häufig mit seinem Plüschhund fotografiere. Das würde doch überhaupt nicht zur Rasse passen. Mmmh … mag sein. Aber Gubacca liebt seinen großen Knut und seinen Mini-Knut nun einmal heiß und innig. Er schleppt den großen Hund durch das Haus, kuschelt sich beim Schlafen darauf und behandelt beide eindeutig wie persönliche Wertgegenstände. Von daher gehören die „Knutis“ einfach zu Gubacca – Rasseimage hin oder her.

Und damit ist der Sonntag auch schon wieder verplant. Ich fahre gleich noch mit Gubacca ins Alte Dorf Westerholt und nutze das schöne Wetter aus. Wir wünschen euch allen ein schönes Wochenende!

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