Gestern Nacht war bei mir „Schlaflos in Langholz“. Irgendwie gingen mir zu viele Dinge durch den Kopf und ab vier Uhr lag ich wach im Bett. Nach gefühlten 999 Drehungen, mehreren Blicken auf die Uhr und drei Ausflügen zum Kühlschrank dachte ich irgendwann: Dann kann ich auch aufstehen und zum Strand gehen.
Wenn man sowieso wach ist, kann man auch ans Meer
Noch ein Blick auf die Uhr: kurz vor 6.30 Uhr. So früh war ich im ganzen Urlaub noch nicht unterwegs. Also rein in die Turnschuhe, Jacke an, Handy mit und runter zum Strand.
Und auch wenn der Grund für diesen frühen Start nicht unbedingt erfreulich war: Es hat sich gelohnt. Der Spaziergang war wunderschön und die Bilder sind eine Erinnerung, die ich später bestimmt gern wieder anschauen werde.
„Es ist heute“, quiekte Ferkel.
„Mein Lieblingstag“, sagte Pooh.
Einfach nur herrlich. Und mein Lebenstraum vom „Leben am Meer“ wird ab sofort zum „Lebensziel“ ernannt. Was wäre es schön, das jeden Tag erleben zu können.
Die vielen Eindrücke machen sich langsam bemerkbar
Zurück vom Strand wurde gemütlich gefrühstückt und Gubacca hielt ausgiebig Schönheitsschlaf.
So langsam aber sicher machen sich die vielen neuen Eindrücke und Erlebnisse bei Gubacca bemerkbar. Er reagiert schneller gestresst als gewöhnlich und deshalb gab es für ihn die letzten beiden Tage deutlich weniger Programm.
Nach dem Frühstück war für ihn deshalb erst einmal „Männerprogramm“ angesagt und er schaute mit Detlef Sport. Zwerg-Rieses Favorit war eindeutig Pferdesport.
Und entdeckt noch einmal ganz neue Ecken
Während Detlef sehnsüchtig auf das Motorradrennen wartete, marschierte ich noch einmal allein Richtung Strand. Bei steifer Brise entdeckte ich doch tatsächlich wunderschöne Ecken, die ich bisher überhaupt nicht kannte. Ein See direkt neben dem Meer – das nenne ich mal puren Luxus.
Eckernförde, Hafen und Bonbonkocherei
Gestern waren wir noch kurz in Eckernförde und haben uns die Geschäfte am Hafen und die Bonbonkocherei angeschaut. Die kleine Hafenstadt ist wirklich immer einen Ausflug wert und ich bin sehr gern dort.
Einfach sitzen und aufs Meer schauen
Den Rest des Nachmittags habe ich gestern noch auf meiner Lieblingsbank am Strand verbracht. Ich hatte gehofft, dass sich das Wetter auch heute noch halten würde und ich dort wieder ein paar Stunden sitzen könnte.
Fehlanzeige. Trotz des herrlichen Sonnenaufgangs regnet und stürmt es inzwischen draußen. Also rein in die Regenklamotten und ab zur Lieblingsrunde durch die Felder und Wiesen. Dort stürmt es wenigstens ein bisschen weniger.
Heute, beim Anblick dieser Bank, weiß ich wieder, was hinter meinem „Schlaflos in Langholz“ steckte. In der zweiten Urlaubswoche war Gubacca ziemlich massiv hochgefahren. Er sprang mich immer wieder mit voller Wucht an und schnappte nach meiner Kleidung. Ich war vollkommen fassungslos.
Gerade weil ich bereits sehr bewusst darauf geachtet hatte, dass das Programm nicht zu viel wurde, hat mich die Situation so erschüttert. Langholz war ruhig, unsere Tage waren längst reduziert – und trotzdem schien selbst dieses „Wenige“ für Gubacca in diesem Moment schon zu viel zu sein. Deshalb blieb er anschließend zwei Tage konsequent im Ferienhaus und bekam wirkliche Ruhe.
Auf dieser Bank saß ich damals mit einer Frage, die ich im Blog nicht aufgeschrieben habe: Wenn er schon dieses ruhige Langholz nicht aushält – wie sollen wir mit ihm später jemals in belebtere Regionen fahren?
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