Langholz, letzter Tag – Einen ganzen Urlaubstag in einen halben quetschen
Der letzte Urlaubstag. Während Detlef sich immer auf Zuhause freut und es kaum erwarten kann, dass wir losfahren, fällt mir der Abschied vom Meer jedes Mal schwer. Wie ein Schwamm versuche ich dann noch einmal jeden schönen Augenblick aufzusaugen. Natürlich ging es mir diesmal nicht anders und so wollte ich auch die letzten Stunden noch möglichst viel Zeit mit Gubacca am Strand verbringen.
Natürlich waren wir wieder um sieben Uhr pünktlich zum Sonnenaufgang am Meer. Wenn schon letzter Morgen, dann bitte auch komplett.
Vor dem letzten Tag kam erst einmal DER Regenbogen
Freitagnachmittag hatten wir wenig Glück mit dem Wetter und ich machte mit Gubacca noch einmal meine Lieblingsrunde über Klein-Waabs. Dabei kommen wir auch an einem alten Militärgelände vorbei. Zumindest vermute ich, dass es einmal eines war. Solche verlassenen Orte faszinieren mich, weil man dort so deutlich sieht, wie die Natur sich alles irgendwann zurückholt. Und die vielen Graffitis liebe ich sowieso als Fotomotiv.
Kaum waren wir von unserer Runde im Regen zurück, kam natürlich die Sonne heraus und über dem Meer erschien DER Regenbogen schlechthin. Also flitzte ich so schnell ich konnte wieder zum Strand.
Logisch: Bis ich dort war, kam der nächste Regenschauer und vom Regenbogen war nichts mehr zu sehen. In der Ferne blitzte aber bereits wieder Sonne hervor. Und ohne Einsatz kein Foto.
Gefühlt stundenlang im strömenden Regen auf der Lieblingsbank gewartet, auf glatten Steinen ausgerutscht, wie ein dicker Maikäfer auf dem Rücken gelandet und dabei auch noch die Lesebrille verloren. Bitte das folgende Regenbogenfoto entsprechend wertschätzen.
Schwamm Bine hat andere Pläne
Schon auf der Hinfahrt nach Langholz hatten wir gesehen, dass sich auf der Gegenfahrbahn – also genau auf unserer späteren Heimreiseroute – kilometerlange Staus bildeten. Deshalb stand für uns Detlef ziemlich schnell fest, dass wir lieber schon am Samstagabend zurückfahren würden, statt bis Sonntag zu warten.
Als es dann tatsächlich so weit war, fand ich diese Idee plötzlich überhaupt nicht mehr gut. Schweren Herzens trifft es ziemlich genau. Und natürlich bemühte ich mich erfolgreich darum, einen ganzen Samstag in einen halben zu quetschen.
Ich hatte es ja schon geschrieben: Schwamm Bine. Noch einmal alles aufsaugen. Der letzte Morgen am Meer, keine langen Strandspaziergänge mehr, nicht einfach wieder loslaufen und Gubacca auf diesen stillen Wegen frei laufen lassen können. Ich hätte die Liste problemlos noch sehr lange fortsetzen können.
Dann gibt es eben Strandspaziergang im XXL-Format
Also wieder ganz früh aus dem Bett und mit Gubacca zum Strand. Diesmal gab es natürlich nicht nur unsere obligatorische Morgenrunde, sondern die Abschiedsversion im XXL-Format.
Der Sturm vom Vortag hatte deutliche Spuren hinterlassen und das Wasser hatte sich ungewöhnlich weit zurückgezogen. Plötzlich waren Felsen zu sehen, die sonst unter der Ostsee verborgen lagen.
Zur großen Freude von Gubacca kamen durch das zurückgezogene Wasser auch die Sandbänke zum Vorschein und wir konnten weit hinauslaufen. Ein wunderschöner Anblick – und den Strand hatten wir, wie eigentlich fast immer morgens, ganz für uns allein.
Und endlich konnte Gubacca auch einmal die riesigen „Bälle“ untersuchen, die er sonst nur weit draußen im Wasser gesehen und angebellt hatte.
Wieder im Ferienhaus angekommen hatte ich einen sehr ruhigen und müden Gubacca. So viel Rennen am Strand macht eben doch müde. Während Zwerg-Riese schlief, konnten wir langsam anfangen zu packen.
Ein Abschiedsspaziergang reicht natürlich nicht
Trotz strömenden Regens machte ich mich vormittags noch einmal mit Gubacca auf den Weg zum Strand. Natürlich nur, damit Zwerg-Riese für die lange Autofahrt anschließend schön ausgepowert ist. ;-)
Nein. Eigentlich kam einfach wieder der Schwamm durch. Noch einmal alles aufsaugen. Noch einmal Meer.
Was mich dort immer wieder fasziniert, ist, wie schnell das Wetter umschlagen kann. In einer Richtung hängen noch schwere Regenwolken über dem Meer und auf der anderen Seite kommt bereits wieder die Sonne heraus.
Wenig später konnten wir bei herrlichem Sonnenschein tatsächlich noch einmal zu den Sandbänken hinauslaufen.
Ich glaube, für Gubacca waren diese Sandbänke wirklich der krönende Abschluss eines tollen Urlaubs. Voller Lebensfreude und Energie rannte er unermüdlich hin und her und sprang ins Meer. Einfach nur schön anzusehen.
Diesmal kontrolliert Gubacca die Abreise im Liegen
Normalerweise wird Gubacca etwas hektisch, sobald wir anfangen zu packen. Ganz nach dem Motto: „Die werden mich doch nicht vergessen“, verfolgt er dann ziemlich genau jeden unserer Schritte.
Nach zwei großen Strandrunden sah die Sache diesmal allerdings etwas anders aus.
Und natürlich haben wir ihn trotzdem nicht vergessen. ;-)
Und hoffentlich sind wir ganz bald wieder am Meer.
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