Aufmerksamkeits-Challenge Tag 1 – gezählt wird schon mal

November 03, 2017

Irgendwie hatte ich es ja schon fast befürchtet und so startete der erste Tag unserer Aufmerksamkeits-Challenge mit einer Aufgabe nur für mich. Gubacca durfte alles genauso wie immer machen. Der Grundgedanke, der hier hinter steckt, wurde von der Trainerin Claudia Hußmann auch gleich in einem kleinen Video erklärt. Wie oft rufen wir unsere Hunde, um sie auf uns aufmerksam zu machen? Ich schnalze zum Beispiel oft mit der Zunge, andere klappern mit der Leckerdose.
Gubaccas Junghundzeit

Irgendwie hatte ich es ja schon fast befürchtet und so startete der erste Tag unserer Aufmerksamkeits-Challenge mit einer Aufgabe nur für mich. Gubacca durfte alles genauso wie immer machen. Die Anweisung für den heutigen Tag lautete:

Rückblicke zählen. Und bitte auch loben.
Zähle freiwillige Rückblicke deines Hundes und lobe ihn hierfür.

Der Grundgedanke, der hier hinter steckt, wurde von der Trainerin Claudia Hußmann auch gleich in einem kleinen Video erklärt. Wie oft rufen wir unsere Hunde, um sie auf uns aufmerksam zu machen? Ich schnalze zum Beispiel oft mit der Zunge, andere klappern mit der Leckerdose. Haben wir es dann geschafft, die Aufmerksamkeit auf uns zu richten, wird der Hund belohnt. Der verknüpfte Lernerfolg ist dann für den Hund schnell: „Ich brauche nicht auf meinen 2-Beiner zu achten und bekomme dafür sogar ein Leckerchen.“ Schnell schleicht sich auch ein „Mein Dosenöffner wird sich schon melden, wenn etwas ist ...“ ein.

Mit der heutigen Aufgabe drehen wir den Spieß wieder um und zeigen unseren Hunden, dass es sich lohnt, auf uns zu achten und den Blickkontakt zu suchen. Und so wird empfohlen, jeden Rückblick mit einem „Fein“ zum Beispiel zu bestätigen und das Zurückkommen ohne Kommando mit einem Leckerchen zu belohnen.

Ganz neu ist die Idee für mich nicht gewesen. Ulrike, bei der ich vor vielen Jahren mit Chiru trainierte, sagte schon immer zu mir: „Wieder ein 6er im Lotto – Chiru hat dich angeschaut.“ Dieser Satz ist bei mir kleben geblieben und ich hatte mir auch bei Gubacca schon angewöhnt, Blickkontakt zu loben.

In der ersten Woche habe ich Zwerg-Riese auch noch immer mit einem Leckerchen belohnt, wenn er zu mir kam. Ich erhoffte mir dadurch, die Bindung zu verstärken. Nach kurzer Zeit musste ich das aber abbrechen, weil Zwerg-Riese anfing, die Leckerchen auch einzufordern und ich plötzlich ein ganz neues Problemfeld geschaffen hatte. Top und Flop in der Hundeerziehung Teil 1

Challenge trifft Anti-Zieh-Training.

Trotzdem ging ich heute Mittag hochmotiviert mit einer gut gefüllten Dose Wiener Würstchen mit Gubacca zur Mittagsrunde. Im Vorfeld hatte ich aber bereits das erste Problem mit der gestellten Aufgabe. Gestern hatte ich ja noch laut getönt, dass das „Leinen-Training“ trotzdem knallhart durchgezogen wird.

Blöd nur, dass bei unserer Übungsmethode Gubacca auf meiner Höhe neben mir herlaufen soll. Und genau das sollte bei der Challenge heute nicht der Fall sein. Zwerg-Riese soll nicht bei Fuß laufen, sondern möglichst frei oder an der lockeren Leine vorlaufen ...

Problemlösung
Problemchen sind ja bekanntlich dazu da, gelöst zu werden.

Gubaccas Leine wurde einfach zur Schleppleine umfunktioniert und er durfte „unangeleint“ vorlaufen. Etwas unpraktisch bei einem Rüden, wie ich schnell merkte, aber egal ...

Gezählt wird schon mal.

Ich muss gestehen, auch meine zweite Behauptung von gestern „ich bin doch Multitasking“ muss ich heute schon revidieren. Wie lautete die gestellte Aufgabe? „Zähle die Rückblicke deines Hundes und lobe ihn dafür.“

Hochkonzentriert zählte ich mit meiner typischen Beamten-Genauigkeit die mir „geschenkten“ Rückblicke. Dabei kam ich jedoch überhaupt nicht dazu, „Fein“ zu sagen bzw. vergaß es am Anfang sogar.

( Gezählt: ja. Gelobt: am Anfang eher nicht. )

Und die ersten Meter gab es sogar richtig viel zu zählen! Zwerg-Riese war sichtlich irritiert über die neue Freiheit und drehte sich mehrmals um. Nach wenigen Metern stockte dann aber bereits die Zählerei. Gubacca vergaß mich fast komplett und war mit Schnüffeln beschäftigt.

Die Wiener Würstchen hätte ich auf dem Weg alleine essen können. Lediglich einmal kam Gubacca zu mir zurück und suchte den Kontakt. Schade, Zwerg-Riese, du hättest es dir heute so richtig gut gehen lassen können mit den „Wienern“ ...

Unser Abschluss der heutigen Challenge
Mittagsrunde
zurückgeschaut
Mittagsrunde
zu mir gekommen
Abendrunde
zurückgeschaut
Da ist noch viel Luft nach oben!

Ich bin gespannt, ob wir diese mageren Zahlen nach den fünf Tagen deutlich erhöhen können!

Zur Challenge
Die Aufmerksamkeits-Challenge ist eine kostenlose Internet-Aktion von Claudia Hußmann – Hundeschule Mein lieber Hund. Vielen Dank für die tolle Vorbereitung und Durchführung!

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