Was macht deinen Hund glücklich? Meine spontane Antwort für Gubacca wäre: Wasser! Wenn er mit einem mehr oder weniger eleganten Hechtsprung förmlich in den Kanal fliegt und mit einem dicken Bauchplatscher im Wasser landet, macht ihm das wahnsinnigen Spaß. Ja, ich glaube, in diesem Moment ist er tatsächlich glücklich.
Aber was bedeutet „glücklich sein“ bei einem Hund eigentlich?
Im Englischen wird zwischen „to be lucky“ – Glück haben – und „to be happy“ – glücklich sein – unterschieden. Im Deutschen benutzen wir für beides dasselbe Wort.
Und wenn man im Internet danach sucht, was ein glückliches Hundeleben ausmacht, begegnen einem schnell die üblichen Punkte: Bewegung, geistige Beschäftigung, Gesundheit, Ernährung und Strukturen.
Sicherlich tragen viele dieser Dinge dazu bei, dass ein Hund sich wohlfühlt.
Mir fehlt in solchen Aufzählungen allerdings häufig einer: der Mensch an der Seite des Hundes.
Und wo bleibt eigentlich der Mensch?
Sind wir glücklich? Was strahlen wir aus?
Glück hat schließlich diese wunderbare Eigenschaft, ansteckend zu sein. Jeder kennt Menschen, mit denen man einfach gerne zusammen ist. Ihre Lebensfreude bringt einen zum Lachen, plötzlich macht man Dinge, die man allein wahrscheinlich nie getan hätte, und auf dem Heimweg hat man immer noch ein breites Grinsen im Gesicht.
Ich glaube, unseren Hunden geht es gar nicht so anders. Wenn wir entspannt sind, Freude haben und wirklich gern mit ihnen unterwegs sind, merken sie das natürlich.
Kerstin schrieb mir auf Instagram zu der Frage, was ihre Hunde glücklich macht:
Spielen, Leckerlies, Gassi gehen, Schmusen … Da gibt’s so Einiges – ABER alles wäre Nichts ohne uns Zwei- oder Vierbeiner hier bei uns … zusammen ist das Glück perfekt ❤️
Mit diesen wenigen Worten brachte sie eigentlich ziemlich genau auf den Punkt, worüber ich die ganze Zeit nachgedacht hatte.
Zusammen.
Vielleicht ist das tatsächlich eines der wichtigsten Wörter dabei.
An ein Zitat muss ich bei diesem Gedanken immer wieder denken:
„der Weg oder das Ziel?“
„Die Weggefährten“, sagte der kleine Drache.
Gemeinsam etwas unternehmen, was beiden Spaß macht. Neue Orte oder Wege erkunden. Abends zusammen auf dem Sofa liegen. Bewusst wahrnehmen, wie schön es ist, so einen tollen Hund an seiner Seite zu haben. Einfach mal albern sein und miteinander durch eine große Pfütze rennen.
Wahrscheinlich muss man das Glück eines Hundes gar nicht immer komplizierter machen, als es ist.
Bei uns ist heute jedenfalls schönes Wetter. Nach der Arbeit fahren wir zum Kanal.
Gubacca weiß davon noch nichts.
Aber ich habe da so eine Ahnung, dass ihm der Plan gefallen wird.
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