Gubaccas HD-Untersuchung – und die Angst, die plötzlich wieder da war

Juli 11, 2018

Ich muss ja zugeben, manchmal gibt es Dinge, da ist meine erste Reaktion: Darüber schreibst du nicht auf dem Blog. So ging es mir schon nach unserem Ausstellungsbesuch in Weeze und diesmal ist es die HD-Untersuchung von Gubacca. Warum, kann ich noch nicht einmal richtig erklären. Wahrscheinlich, weil Knochen- und Gelenkerkrankungen bei meinen Hunden zu meinen ganz persönlichen Angstthemen gehören. Einige von euch haben mich durch das letzte gemeinsame Jahr mit Chiru begleitet. Es war für uns alle eine sehr schlimme Zeit. Er hatte bei vielen Bewegungen große Schmerzen und wir mussten ständig darauf achten, keinen neuen Schub auszulösen. Entsprechend groß war meine Angst vor Gubaccas Untersuchung.
16 Monate · irgendwo zwischen Junghund und erwachsen

Ich muss ja zugeben, manchmal gibt es Dinge, da ist meine erste Reaktion: Darüber schreibst du nicht auf dem Blog. So ging es mir schon nach unserem Ausstellungsbesuch in Weeze und diesmal ist es die HD-Untersuchung von Gubacca. Warum, kann ich noch nicht einmal richtig erklären.

Angstthema · mehr als nur ein Röntgentermin

Chirus letzte Jahre saßen noch tief

Jeder hat ja so seine persönlichen Angstthemen. Dinge, die man unbedingt vermeiden möchte oder vor denen man einfach große Angst hat. Bei mir sind es alle Knochen- und Gelenkerkrankungen bei meinen Hunden.

Einige von euch haben mich durch das letzte gemeinsame Jahr mit Chiru begleitet. Es war für uns alle eine sehr schlimme Zeit. Chiru hatte bei vielen Bewegungen große Schmerzen und wir mussten ständig darauf achten, alles zu vermeiden, was einen neuen Schub bei ihm auslösen konnte.

Wahrscheinlich erklärt das auch, warum ich vor der anstehenden HD-Untersuchung von Gubacca so viel Angst hatte. Zum Glück war Andrea so lieb und ist gestern mitgekommen.

Das offizielle Ergebnis bekommen wir erst in den kommenden Tagen mit der Post zugeschickt. Aber eines steht nach dem ersten Blick auf die Röntgenbilder bereits fest: Gubacca hat leider keine A-Hüfte.

Erster Blick aufs Röntgenbild

Und sofort lief das Gedankenkarussell

Ich hatte mir so sehr ein HD-freies Ergebnis gewünscht. Aber wie sagt man so schön: Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Mein erster Gedanke gestern war ehrlich gesagt: „Na toll, wieder die Arschkarte gezogen. Warum hat Gubacca kein HD-freies Ergebnis?“ Seine Eltern haben HD A und HD B. Ich habe Zwerg-Riese bis zum achten Monat tapfer alle Treppen hoch- und runtergeschleppt und darauf geachtet, dass er keine zu großen Runden läuft. Jeden Donnerstag sind wir zum Wiegen gefahren, damit er nicht zu schnell wächst und nicht zu viel Gewicht zunimmt.

Und?! Gebracht hat es offensichtlich trotzdem nicht das Ergebnis, das ich mir so sehr gewünscht hatte. Das hat mich einfach frustriert.

Mein zweiter Gedanke war dann fast noch blöder: Hättest du diese Untersuchung doch einfach gar nicht machen lassen. Dann hättest du jetzt wenigstens keine schlaflose Nacht hinter dir.

Mit etwas Abstand wurde mir allerdings auch klar, dass sich so ein Ergebnis eben nicht vollständig planen lässt. Gute Ergebnisse bei den Elterntieren sind keine Garantie dafür, dass beim Nachwuchs ebenfalls alles genauso aussieht. Und auch bei vielen Dingen, auf die ich während Gubaccas Wachstum so penibel geachtet habe, lässt sich im Nachhinein nicht sagen: Hätte ich dies anders gemacht, wäre jetzt automatisch alles perfekt.

Vielleicht wird es bei der offiziellen Auswertung ja sogar noch eine B-Hüfte. Im Moment heißt es also erst einmal warten.

Fest steht nach dem Röntgenbild bislang nur, dass die Hüfte etwas locker sitzt. Der Tierarzt erklärte mir, dass die Hüftgelenkpfanne den Oberschenkelkopf nicht ganz so umfasst, wie ich es mir natürlich gewünscht hätte. Er sagte aber auch ganz deutlich, dass ich mir bei Gubacca keine Sorgen machen solle und sah für ihn momentan keine sportlichen Einschränkungen.

Jeder, der mich kennt, weiß vermutlich schon, was bei mir trotzdem sofort im Kopf passierte.

Agility ist für die Zukunft erst einmal gestrichen.

Einen Tag später · das Kopfkino wird etwas leiser

Am Ende ist Wissen doch besser als Nichtwissen

Mit einem Tag Abstand bin ich natürlich immer noch frustriert darüber, dass meine ganzen Anstrengungen uns keine A-Hüfte beschert haben. Gleichzeitig denke ich aber inzwischen auch: Zum Glück bleibt mir dadurch wenigstens dieses endlose „Hätte ich mal lieber ...“ oder „Hätte ich besser nicht ...“ erspart.

Ich würde es wieder so machen.

Und unter dem Strich ist es wahrscheinlich auch gut zu wissen, dass bei Gubaccas Hüfte nicht alles genauso aussieht, wie ich es mir erhofft hatte. So kann ich das künftig im Hinterkopf behalten und mit unserem Tierarzt besprechen, was für ihn sinnvoll ist.

Der Termin selbst · viel harmloser als befürchtet

Gubacca verschläft den größten Teil

Die Untersuchung selbst verlief gestern übrigens wirklich harmlos und ich hatte mir vorher alles viel schlimmer vorgestellt. Gubacca musste zum Röntgen nüchtern bleiben und wir hatten um 10 Uhr unseren Termin in der Praxis. Dort bekam er eine leichte Narkose. Andrea und ich blieben bei ihm, bis er eingeschlafen war, und erst dann wurde er in den Röntgenraum gebracht. Kurze Zeit später durften wir schon wieder zu ihm. Zwerg-Riese lag noch etwas beduselt im Ruhebereich auf einer Decke und wir konnten beim Aufwachen bei ihm sein.

Er war die ganze Zeit sehr entspannt und hatte keine Angst. Etwa eine halbe Stunde später konnte bereits seine Kanüle gezogen werden und wir durften mit ihm nach Hause fahren. Den Nachmittag verschlief Gubacca noch größtenteils in seinem Körbchen. Zur Nachmittagsrunde gegen 16 Uhr war er aber schon wieder ganz der Alte. Ich glaube, insgesamt hat Zwerg-Riese von seiner „großen“ Untersuchung gar nicht besonders viel mitbekommen.

Und trotz meiner schlaflosen Nacht bin ich inzwischen froh, dass wir sie haben machen lassen.

Ein großes Dankeschön an dich, Andrea. Ich fand es unheimlich lieb, dass du mich begleitet hast!

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