Am Samstag war ich mit Gubacca beim PON-Sommerfest bei uns in Marl. PON steht übrigens für Polski Owczarek Nizinny – den Polnischen Niederungshütehund. Im letzten Jahr hatten wir dort Karin mit ihrer Goshündin Socke kennengelernt und diesmal natürlich die Gelegenheit genutzt, uns wieder mit den beiden zu treffen.
Seit unserem ersten Treffen hat sich ein regelmäßiger Kontakt entwickelt und Karin war für mich in den vergangenen Monaten oft ein kleiner „Fels in der Brandung“, wenn Gubacca zum Kevin mutierte. Mir tat es immer gut, von ihr zu hören, dass auch sie ähnliche „Probleme“ mit Socke in der Welpen- und Junghundezeit kannte. Und ihre Tipps sind immer super.
Der Pokal geht vorläufig an Socke
Diesmal durfte ich wieder in natura sehen, wie toll eine Hund-Mensch-Bindung werden kann, wenn man ruhig und gelassen bleibt und beharrlich sein Ziel verfolgt. Den Pokal für den besterzogensten Gos ever, ever, ever werde ich wohl vorläufig erst einmal dem Söckchen überreichen müssen :-).
Socke läuft toll ohne Leine, ohne dabei den Kontakt zu Karin zu verlieren, dreht um, wenn Karin stehen bleibt, hört sofort, wenn sie gerufen wird, und bewegte sich vollkommen souverän auf dem Platz mit den vielen Hunden. Einfach toll – und ziemlich genau das, was ich mit Gubacca auch erreichen möchte.
Aber wir bleiben dran, Karin!
Zwerg-Riese braucht erst einmal eine halbe Stunde
Gubacca war zunächst nicht ganz so souverän wie seine „große“ Freundin – wobei groß relativ ist, denn Socke wiegt fast zehn Kilo weniger als Zwerg-Riese. Ich muss gestehen, ich hatte Detlef vorsorglich sogar gebeten, sich bereitzuhalten und Gubacca abzuholen, falls es ihm irgendwann zu viel werden sollte.
In der ersten halben Stunde bellte er dann tatsächlich ziemlich viel und war sehr wild an der Leine. Nach einem kurzen Spaziergang mit Socke legte sich seine Aufregung aber immer mehr und irgendwann wurde auch Zwerg-Riese deutlich ruhiger.
„Ist das der Gubacca aus dem Internet?“
Worüber ich mich riesig gefreut habe: Ich wurde doch tatsächlich dreimal angesprochen, ob das der Gubacca aus dem Internet ist :-). Hey, wir werden doch ein bisschen berühmt! Wobei – das „wir“ ist falsch. Gubacca wird berühmt. Wer die blonde Frau an seiner Seite ist, hatte sich offenbar niemand gemerkt.
Der einzige unangenehme Nebeneffekt ist jetzt natürlich, dass ich nicht mehr völlig unbemerkt schreiben kann: „Ich habe ja einen soooo lieben Gubacca.“ Bei dem ersten netten Ehepaar, das Zwerg-Riese von Instagram kannte, präsentierte er sich nämlich gerade von seiner Kevin-Seite.
Zum Glück hatte das Ehepaar trotzdem Sternchen in den Augen und fand ihn toll. Ich hoffe nur, sie waren nicht einfach sehr höflich, sondern meinten es wirklich so ;-).
Und Zwerg-Riese umgarnt fremde Frauchen
Später wurde das PON-Sommerfest dann sogar noch zu einem kleinen Gos-Treffen. Wir lernten Bettina mit ihrer Goshündin Josie und Claudia mit Beli, ebenfalls einem Gosrüden, kennen. Bei vielen netten Gesprächen verflog die Zeit nur so.
Gubacca widmete sich währenddessen seiner neuen Lieblingsbeschäftigung: fremde Frauchen umgarnen. Das Rassemerkmal „Fremden gegenüber zurückhaltend“ trifft bei ihm weiterhin nicht besonders zuverlässig zu. Zwerg-Riese liebt es, sich von fremden Frauchen kraulen und streicheln zu lassen.
Dann schaut sich eine Zuchtrichterin Gubacca an
Mein persönliches Highlight zum Abschluss war die anwesende Zuchtrichterin, die eigentlich für die PONs eingeladen war. Sie hatte viele Jahre auch Gos d’Atura in den Niederlanden beurteilt und schaute sich freundlicherweise auch Zwerg-Riese einmal genauer an.
So ganz habe ich mein persönliches Waterloo in Weeze noch nicht weggesteckt, muss ich zugeben. Entsprechend neugierig war ich natürlich, wie eine andere Richterin Gubacca für sich bewerten würde.
Und tatsächlich hatte sie viele lobende Worte für ihn: einen sehr schön geformten Kopf, sehr schöne Ohren – hat er vom Papa Ozzy –, sehr gute Pigmentierung, gute Körperwinkelung, sehr schöne Zähne und insgesamt ein schönes kräftiges Gebiss. Außerdem laufe er schön.
Nur das Fell ...
Es fühle sich zwar sehr gut an, sei aber viel zu kurz. Mein kürzlich geschnittener Pony wurde ebenfalls beanstandet – so etwas macht man beim Gos eben nicht – und ihr persönlich war Gubacca mit seinen ungefähr 55 Zentimetern etwas zu groß.
Insgesamt also eine schöne Einschätzung. Natürlich nichts Amtliches, sondern einfach die persönliche Meinung der Richterin. Ich fand es trotzdem unheimlich nett, dass sie sich mitten im Trubel der Veranstaltung die Zeit genommen hat, Zwerg-Riese anzuschauen.
Ein Wiedersehen, über das ich mich riesig gefreut habe
Ein großes Lob auch an die Veranstalter des PON-Sommerfestes. Es war ein sehr schöner und toll organisierter Tag und wir werden im nächsten Jahr garantiert wiederkommen.
Und natürlich liebe Grüße an dich, Karin, wenn du den Beitrag liest! Ich freue mich immer riesig, dich und Socke zu sehen – und natürlich auch Jan, wenn er beim nächsten Mal wieder mitkommt.
Zum Abschluss noch ein Foto von Socke und Gubacca aus dem letzten Jahr. Damals war Zwerg-Riese tatsächlich noch deutlich mehr Zwerg. Heute ist er fast doppelt so groß und definitiv mehr Riese als Zwerg.
Wir wünschen euch einen schönen Sonntag!
PON ist die Abkürzung für Polski Owczarek Nizinny, auf Deutsch Polnischer Niederungshütehund. Die aus Polen stammende Rasse gehört zu den Hütehunden. Der PON ist mittelgroß, kräftig gebaut und trägt ein langes, dichtes Fell. Beschrieben wird er als lebhaft, wachsam, intelligent und aufmerksam, dabei mit einem guten Gedächtnis und einer engen Bindung an seine Menschen. Ursprünglich arbeitete er als Hüte- und Wachhund; heute lebt er häufig als Familien- und Begleithund, möchte aber weiterhin körperlich und geistig beschäftigt werden.
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