Ressourcenkontrolle beim Hund – oder Gubaccas Spielzeugkiste

Mai 18, 2017

Mein heutiges Lieblingsthema heißt „Ressourcenkontrolle“. Gubaccas ständiger Begleiter innerhalb unseres Hauses ist nämlich seine graue Spielzeugkiste. Auch jetzt, während ich diesen Blogartikel schreibeleiter innerhalb unseres Hauses ist nämlich seine graue Spielzeugkiste. Auch jetzt, während ich diesen Blogartikel schreibe, steht sie neben uns. „Zwerg-Riese“ liebt es, die Kiste auszuräumen und die einzelnen Gegenstände möglichst dekorativ im Raum zu verteilen. Sein Kauspielzeug liegt ebenfalls darin und er beschäftigt sich gerne damit. Muss Spielzeug für Hunde wirklich kontrolliert werden? Viele Erziehungsratgeber warnen nämlich genau davor: Ressourcen sollen für Hunde nicht frei verfügbar sein – und dazu gehört natürlich auch Spielzeug. „Wer die Ressourcen hat, also das Futter und das Spielzeug, ist schon auf halbem Wege zum Rudelführer.“ Diesen schönen Satz habe ich im Internet gefunden. Das wäre ja toll, wenn Hundeerziehung wirklich so einfach wäre! Für mich hat Gubaccas Spielzeugkiste bisher vor allem einen sehr angenehmen Nebeneffekt: Er beschäftigt sich mit seinen Sachen und knabbert dafür keine Möbel an.

Mein heutiges Lieblingsthema heißt „Ressourcenkontrolle“. Gubaccas ständiger Begleiter innerhalb unseres Hauses ist nämlich seine graue Spielzeugkiste. Auch jetzt, während ich diesen Blogartikel schreibe, steht sie neben uns. „Zwerg-Riese“ liebt es, die Kiste auszuräumen und die einzelnen Gegenstände möglichst dekorativ im Raum zu verteilen. Sein Kauspielzeug liegt ebenfalls darin und er beschäftigt sich gerne damit.

Muss Spielzeug für Hunde wirklich kontrolliert werden?

Viele Erziehungsratgeber warnen nämlich genau davor: Ressourcen sollen für Hunde nicht frei verfügbar sein – und dazu gehört natürlich auch Spielzeug.

Wer die Ressourcen hat, also das Futter und das Spielzeug, ist schon auf halbem Wege zum Rudelführer.

Diesen schönen Satz habe ich im Internet gefunden. Das wäre ja toll, wenn Hundeerziehung wirklich so einfach wäre!

Für mich hat Gubaccas Spielzeugkiste bisher vor allem einen sehr angenehmen Nebeneffekt: Er beschäftigt sich mit seinen Sachen und knabbert dafür keine Möbel an. Sein momentaner Favorit sind die kleinen Kauschuhe, die man auch für Welpen bekommt.

Wofür ich Ressourcen wie Futter dagegen gern nutze, ist für unsere Bindung. „Liebe geht auch bei kleinen Welpen durch den Magen“ und Gubacca bekommt eine seiner vier täglichen Portionen von mir aus der Hand. Aber nicht, um ihm zu demonstrieren, dass ich der „Verwalter“ oder Rudelführer bin. Neben dem Streicheln und unseren gemeinsamen Aktivitäten verbindet er so einfach noch etwas Positives mit mir.

Es gibt allerdings auch bei uns Situationen, in denen die Spielzeugkiste verschwindet: wenn Gubacca völlig überdreht ist. Viele von euch, die Kinder haben, kennen das bestimmt. Irgendwann ist der Nachwuchs so müde, dass alles nur noch schlimmer wird. Bei kleinen Hundewelpen ist das offenbar nicht viel anders. Dann hilft bei uns nur: Spielzeug weg, nicht noch weiter bespaßen – und kurze Zeit später schläft der überdrehte „Zwerg-Riese“ meistens ein.

Was ich allerdings zugeben muss: Mir selbst fällt der Anblick des neuen Dauerchaos noch etwas schwer. 😉 Aber was ist ein Wohnzimmer voller Spielzeug gegen angekaute Möbel und Kabel?

Und sonst so am 10. und 11. Tag?

Bei den sommerlichen Temperaturen, die wir Mittwoch haben, liegt mein katalanischer Hütehund hauptsächlich auf den kühlen Fliesen im Wohnzimmer. Herrlich entspannend für mich, wie ich zugeben muss. Endlich kann ich mal wieder in Ruhe auf der Terrasse sitzen und lesen, ohne „Zwerg-Riese“ ständig im Auge behalten zu müssen. Noch verbringt Gubacca 99 Prozent seiner Zeit im Garten damit, Steine zu fressen oder ähnlichen Unfug zu treiben.

Mittags drehen wir eine kleine Runde durchs Feld. Dafür, dass Gubacca immer sehr bestrebt ist, nach dem Pieseln möglichst schnell wieder nach Hause zu laufen, klappt es super. Danach ist allerdings wieder Schlafen angesagt.

Heute bekommen wir dafür gleich wieder die geballte Ladung Regen ab. Gubacca muss zum ersten Mal nach dem Spaziergang in die Badewanne und sich abbrausen lassen. Er findet das nicht ganz so prickelnd und irgendwie sind anschließend außer „Zwerg-Riese“ auch das halbe Badezimmer und ich selbst nass. Aber wenn ich so aus dem Fenster schaue, glaube ich, diese Übung können wir in einer Stunde bestimmt wiederholen. 😉

Wusstest du schon?

Macht frei verfügbares Spielzeug den Hund zum „Rudelführer“?

Die Vorstellung, ein Hund müsse Futter, Spielzeug oder andere wichtige Dinge vom Menschen zugeteilt bekommen, damit die Rangordnung stimmt, stammt aus älteren Dominanzmodellen. Heute wird Hundeverhalten deutlich differenzierter betrachtet: Frei verfügbares Spielzeug macht einen Hund nicht zum „Rudelführer“.

Etwas anderes ist Ressourcenverteidigung. Ein Hund kann Dinge, die ihm wichtig sind – etwa Futter, Kauartikel, Spielzeug oder einen Liegeplatz – gegenüber Menschen oder anderen Hunden verteidigen. Typische Signale können zum Beispiel Erstarren, Knurren oder Schnappen sein. Das ist ein konkretes Verhalten rund um eine wertvolle Ressource und keine heimliche Machtübernahme im Wohnzimmer.

Ob Spielzeug dauerhaft herumliegen darf oder zeitweise weggeräumt wird, kann deshalb ganz pragmatisch entschieden werden: passend zum Hund und zur jeweiligen Situation. Bei einem überdrehten Welpen kann eine Spielpause zum Beispiel schlicht dabei helfen, wieder zur Ruhe zu kommen.

Bei Gubacca durfte die graue Kiste also ruhig bleiben. Nur wenn der Zwerg-Riese überdrehte, bekam das Spielzeug Feierabend. ;-)

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