Und plötzlich steht er kurz bevor – der Einzugstag von Gubacca. Acht Wochen lang hatte ich sehnsüchtig den neuen Bildern und Videos im Welpenalbum entgegengefiebert und jetzt zieht der Zwerg morgen endlich bei uns ein.
Ich freue mich riesig darauf, mit ihm gemeinsam seine Welt zu erkunden. Aber auch ein mulmiges Gefühl ist dabei. Es ist elf Jahre her, dass ich einen Welpen hatte. Würde ich auch alles richtig machen?
In den letzten Tagen habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht, was Chiru mir für Gubacca mit auf den Weg gegeben hat. Oft hört man ja von Welpeneltern den Satz: „Bei diesem Hund mache ich alles anders“, damit der Welpe später nicht diese oder jene Unart entwickelt. Das meine ich damit aber nicht. Chiru war für mich perfekt so, wie er war, und ich bin mir sicher, dass auch Gubacca sich toll entwickeln wird.
Viel wichtiger ist mir die Frage: Was war bei Chiru genau richtig und was möchte ich bei Gubacca genauso machen? Auf jeden Fall möchte ich ihn so lassen, wie es seinem Naturell entspricht. Er soll seine eigene Persönlichkeit entwickeln und nicht von mir einen Stempel aufgedrückt bekommen, wie ich mir einen Hund wünsche.
Eine weitere Sache hat Chiru mich gelehrt: bei ihm auf mein Bauchgefühl zu hören. Viel zu häufig erlebe ich Hundehalter, die ihren Hund einem fremden Trainer überlassen. Ihr kennt das bestimmt aus Hundeschulen: Der eigene Vierbeiner wird zum Vorführkandidaten, um zu demonstrieren, wie toll der Hundetrainer das „Problem“ innerhalb weniger Minuten in den Griff bekommt. Niemand wird Gubacca von mir jemals für so etwas anvertraut bekommen.
Genauso wenig möchte ich jede neue Erziehungsmethode einfach an ihm ausprobieren, nur weil sie gerade irgendwo empfohlen wird. Bei Chiru hatte ich mir angewöhnt, erst einmal zu verstehen: Warum reagiert er so? Wenn ich das verstanden hatte, war der Rest häufig gar kein so großes Problem mehr. Aber natürlich soll Gubacca von mir auch das nötige Rüstzeug mitbekommen, um in unserer von Menschen geprägten Welt zurechtzukommen.
Und dann gibt es neben all diesen tiefgründigen Gedanken zur Hundeerziehung natürlich noch die wirklich wichtigen Fragen des Lebens: Soll Gubacca später auf die Couch dürfen? Wie man auf dem Foto sehen kann, hat er sich diese Fähigkeit bei Svea offenbar bereits spielend angeeignet. :-) Wie möchte ich ihn künftig ernähren? Gehen wir gemeinsam wieder zur Welpenstunde?
Fragen über Fragen. Aber jetzt warten wir erst einmal ab, was die kommenden gemeinsamen Tage bringen. Ich würde mich freuen, wenn ihr uns bei unserem neuen Abenteuer begleitet und gemeinsam mit mir die für Gubacca noch fremde Welt erkundet!
.png)
0 comments