Nach einer zweiten Nacht auf der Couch im Wohnzimmer haben Gubacca und ich schon fast eine morgendliche Routine entwickelt. Aufstehen, schnell in die Jogginghose schlüpfen und ab mit ihm in den Garten. Bisher blieben Pfützen oder Häufchen im Haus aus und ich begann fast schon zu vergessen, dass Gubacca eigentlich noch ein Hundebaby – wenn auch ein relativ großes – ist. Wie schon am Vortag verschlief unser „Zwerg-Riese“ mein Frühstück und wurde erst wieder munter, als seine Futterbox raschelte.
Auch als Bürohund macht Gubacca sich schon unersetzlich und sorgt unter Zurschaustellung seines vielseitigen Repertoires an Schlafpositionen für ein entspanntes Arbeitsklima im Homeoffice. Ich muss gestehen: Nach zwei Stunden wurde mir die Ruhe dann doch unheimlich und ich googelte zwischendurch, wie viel Schlaf bei einem Welpen eigentlich normal ist. Aber alles im grünen Bereich. ;-)
Wieder einmal stellte sich heraus, dass man sich im Vorfeld viel zu viele Gedanken macht. Es wäre vollkommen unnötig gewesen, mir für die ersten Tage Urlaub zu nehmen, wie ich anfangs überlegt hatte. In seinen wachen Phasen beschäftigte Gubacca sich mit sich selbst und testete sein neues Spielzeug auf seine Tauglichkeit, schlief danach aber auch wieder überwiegend.
Für nachmittags war dann das erste Kennenlernen mit Lottchen geplant. Wie würde sie auf den neuen Familienzuwachs reagieren? Mit Chiru verband sie eine enge Beziehung. Würden Gubacca und sie ebenso zusammenwachsen?
Wie plant man am besten eine Begegnung von Alt- und Junghund? Wer darf zu wem in welches Revier? Wir hatten uns dafür entschieden, dass das erste Treffen bei uns im Garten stattfinden sollte. Gubacca blieb zunächst im Wohnzimmer und ich begrüßte Lottchen und meine Mutter erst einmal alleine und ließ Lottchen ein paar Runden flitzen. Gubacca saß schon neugierig hinter der Scheibe und beäugte den Neuankömmling.
Nach ein paar Minuten durfte dann auch unser „Zwerg-Riese“ Lottchen begrüßen. Ich hockte mich mit ihm auf den Boden und Lottchen ließ sich bereitwillig von ihm beschnüffeln. Wenige Minuten später flitzten beide schon ausgelassen miteinander über die Wiese.
Ich würde sagen: Die Familienzusammenführung war ein voller Erfolg! Lottchen wird uns in den nächsten Tagen regelmäßig besuchen, damit die beiden die Möglichkeit haben, sich aneinander zu gewöhnen.
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