Bekanntlich sind neun Wochen alte Welpen noch nicht stubenrein und so beschloss ich für mich, dass es bestimmt am einfachsten wäre, wenn Gubacca neben meinem Bett in der geschlossenen Box schlafen würde. Ein einsamer Entschluss, den ich ohne Gubacca gefasst hatte, wie ich schnell merkte, als ich mit einem hundemüden Gubacca schlafen ging.
Tapfer ignorierte ich das einsetzende Wolfsgeheul und schlief vollkommen kaputt von der langen Autofahrt auch ein. Wenige Stunden später setzte das Gejammer in der Box wieder ein und Gubacca musste zum Pippi machen in den Garten.
Müde stand ich danach mit ihm im Wohnzimmer. „Und nun?“, dachte ich. Wenn ich jetzt wieder versuche, ihn in die Box zu setzen, heult er mir nachts um drei Uhr das ganze Haus zusammen. Fliesen gegen Teppich. Pippi auf den Fliesen fand ich eindeutig angenehmer als auf meinem Schlafzimmerteppich und so schlief ich kurzentschlossen mit ihm im Wohnzimmer weiter.
Eine gute Wahl, wie sich herausstellte, denn auch Gubacca fand das viel entspannter und schlief problemlos in seinem Körbchen weiter.
Pünktlich zur Aufstehzeit um sieben Uhr wurde ich dann auch schon von einer kleinen Schlabberzunge freudig begrüßt. Schnell ab in den Garten – so blieb ein Malheur im Wohnzimmer aus – und schon eine Viertelstunde später, als ich beim Frühstück saß, schlummerte Gubacca in seinem Körbchen weiter.
Unser erster gemeinsamer Tag verlief sehr ruhig und entspannt. Während ich meine Arbeit am Computer erledigte, verschlief Gubacca den Vormittag oder beschäftigte sich mit seinem Plüschhund. Nachmittags wurde ein wenig im Garten gespielt oder unser „Zwerg-Riese“ ließ sich mit Streicheleinheiten verwöhnen.
Gubacca ist der erste Welpe, bei dem wir auch einen eigenen Garten haben. Eine riesige Erleichterung, wie ich schnell feststellte. Es ist toll, ihn einfach nach dem Schlafen, Spielen oder Fressen – eigentlich im Stundenakt, wenn er keine längere Schlafphase hat – rauslassen zu können.
Kleinere Spaziergänge werden wir erst in den kommenden Tagen mit ihm unternehmen. Jetzt sind erst einmal Ankommen, Einleben und eine Bindung zu uns aufbauen wichtig. Zum Schluss gibt es noch ein paar Fotos von unserem ersten gemeinsamen Tag im neuen Zuhause:
Die ersten Tage dürfen ruhig sein
Ein neues Zuhause ist für einen Welpen schon eine ganze Menge: neue Menschen, andere Gerüche und Geräusche, unbekannte Räume und plötzlich ein völlig neuer Tagesablauf. Ruhe und viele Schlafphasen geben ihm Zeit, all diese Eindrücke zu verarbeiten.
Natürlich soll ein junger Hund seine Umwelt kennenlernen. Aber nicht alles muss in den ersten Tagen passieren. Neue Erfahrungen dürfen nach und nach dazukommen und möglichst so, dass der Welpe sie entspannt und positiv erleben kann. Ankommen lassen bedeutet also nicht, ihn von der Welt abzuschirmen – sondern ihm Zeit zu geben, sie Stück für Stück kennenzulernen.
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