Treppen verboten – Frauchen meint es ernst

Mai 28, 2017

Vor Gubaccas Einzug habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie ich das Treppenproblem bei uns im Haus mit ihm lösen soll. Auch wenn man immer häufiger liest, dass das Treppenlaufen für Welpen und junge Hunde nicht so schlimm ist, möchte ich es bei ihm möglichst vermeiden. Dumm nur, dass unser Haus nicht aus zwei Etagen besteht, wie man es von der klassischen Bauweise eines Reihenhauses kennt. „Wir haben ein Schloss, das bis in den Himmel reicht“, sage ich immer scherzweise. Bei uns gibt es keine üblichen Stockwerke, sondern jeder Raum befindet sich auf einer eigenen Ebene. Und davon haben wir dann gleich sechs ... Gubacca die Treppen hoch und runter zu tragen schaffe ich bei seinem aktuellen Gewicht noch locker und es ist überhaupt kein Problem. Aber wie vermeide ich, dass unser cooles Söckchen alleine auf Wanderschaft geht oder mir die Stufen hinterherläuft?
Gubaccas Welpenzeit

Vor Gubaccas Einzug habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie ich das Treppenproblem bei uns im Haus mit ihm lösen soll. Auch wenn man immer häufiger liest, dass das Treppenlaufen für Welpen und junge Hunde nicht so schlimm ist, möchte ich es bei ihm möglichst vermeiden.

Dumm nur, dass unser Haus nicht aus zwei Etagen besteht, wie man es von der klassischen Bauweise eines Reihenhauses kennt. „Wir haben ein Schloss, das bis in den Himmel reicht“, sage ich immer scherzweise. Bei uns gibt es keine üblichen Stockwerke, sondern jeder Raum befindet sich auf einer eigenen Ebene. Und davon haben wir dann gleich sechs ...

Gubacca die Treppen hoch und runter zu tragen schaffe ich bei seinem aktuellen Gewicht noch locker und es ist überhaupt kein Problem. Aber wie vermeide ich, dass unser cooles Söckchen alleine auf Wanderschaft geht oder mir die Stufen hinterherläuft? Ich muss gestehen, dass ich auf die klassischen Türgitter wenig Lust habe, weil ich sie sehr unpraktisch finde.

Also warum Gubacca nicht einfach verbieten, dass er die Treppen läuft?!

„Vergiss es“, war die Meinung von meinem Mann. „Das funktioniert nicht und du kannst das nicht lange unterbinden!“

Jetzt muss ich gestehen, ich bin ein Mensch, den „geht nicht“ immer zu einem „geht nicht, gibt's nicht“ anspornt. Ab Gubaccas Einzug stand daher die „eiserne“ Regel: Treppenlaufen darfst du nicht! Punkt – keine Diskussion – kein Vielleicht-mal oder „ach, ist doch nicht so schlimm“. Und: Es funktioniert.

Gubacca hat ganz schnell gelernt, dass sein Frauchen wie ein Blitz hinter ihm steht, wenn er nur die erste Pfote auf die Stufe legt. Mir ist es enorm wichtig, dass ich alles vermeide, was später zu gesundheitlichen Problemen bei ihm führen könnte. Und siehe da, schon klappt es dann auch mit der Konsequenz von meiner Seite aus.

Gerade in der Hundeerziehung sollte man immer beherzigen: Ein „geht nicht“ gibt es nicht. Wenn es dir wichtig ist, dann schaffst du es auch, es deinem Hund beizubringen. Aber du selber musst auch dahinterstehen!

Ansonsten können wir stolz verkünden: vier Tage ohne Pfütze oder Häufchen im Haus :-). Ich würde sagen: Ich habe es langsam kapiert, wann und wie schnell ich mit unserem „Zwerg-Riesen“ raus muss. Nachts wird jetzt schon durchgeschlafen und heute haben wir sensationell spät gefrühstückt für unsere Verhältnisse:

Nach der ersten Runde um 6 Uhr haben wir noch einmal geschlafen und sind spät aufgestanden. Gubacca findet es toll, dann nicht mehr in seiner Box schlafen zu müssen, und rollt sich immer sofort neben meinem Bett ein.

Bei Temperaturen von 30 Grad hat Gubacca den Tag mehr oder weniger komplett verschlafen. Abends begleiteten wir Detlef dann noch für eine Stunde zu einer Gartenparty eines lieben Bekannten. Vollkommen relaxt und entspannt beobachtete unser cooles Söckchen das Geschehen und ließ sich mit sichtlichem Wohlgefallen von den anderen Gästen „bewundern“ und streicheln.

Wusstest du schon?

Müssen Welpen Treppen wirklich komplett meiden?

Ganz aus der Luft gegriffen ist die Sorge um zu viel Treppenlaufen bei sehr jungen Hunden nicht. In einer Studie mit Hunden aus vier großen Rassen war tägliches Treppenlaufen während der ersten drei Lebensmonate mit einem höheren Risiko für Hüftdysplasie verbunden. Gleichzeitig zeigte sich bei Welpen, die sich regelmäßig frei auf weichem und unebenem Untergrund bewegen konnten, ein geringeres Risiko.

Wichtig ist dabei allerdings: Ein solcher Zusammenhang bedeutet nicht, dass einzelne Treppenstufen eine Hüftdysplasie verursachen. Die Entwicklung der Hüftgelenke wird von mehreren Faktoren beeinflusst – unter anderem von genetischer Veranlagung und verschiedenen Umweltbedingungen.

Für den Alltag bedeutet das deshalb eher: Ein sehr junger Welpe muss nicht täglich unkontrolliert Treppen hoch- und hinunterrennen. Eine einzelne Stufe ist aber auch kein Grund zur Panik. Sinnvoller als ein absolutes Treppenverbot für jeden Welpen ist ein vernünftiger Umgang mit Belastung, Tempo und Untergrund.

Bei Gubacca war die Sache damals ohnehin entschieden: Sechs Ebenen hin oder her – Frauchen hatte Treppenverbot verhängt. Und Frauchen meinte es ernst. ;-)

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