12. + 13. Tag | Erste Freundschaften werden geschlossen + Boxentraining

Mai 21, 2017

In den letzten beiden Tagen ging es eher ruhig bei uns zu. Mich hat eine Erkältung voll erwischt und alles läuft ein wenig auf Sparprogramm. Gubacca trägt das mit Fassung und ich glaube mit unserem Mix aus "neuen Erfahrungen" und langen Schlafphasen haben wir die richtige Mischung für ihn gefunden. 


Einige Gosbesitzer haben mir den Rat gegeben, es im ersten Jahr etwas ruhiger mit ihm angehen zu lassen. Ein Hinweis, der mir sehr wichtig ist und den ich gerne befolge. Schon jetzt merkt man das Gubacca ein sehr quirliger Hund ist, der mich oft an einen Grashüpfer erinnert. Wie bringt man Ruhe in so einen kleinen Zwerg, fragte ich mich daher. Schnell kam mir die Idee ihm von Anfang an beizubringen, dass Ruhe zum Erfolg führt. Und das Schöne: Ausnahmweise ist das total easy!

Ich hatte ja schon von unserem Boxentraining erzählt. Gubacca wird dort regelmäßig gefüttert und hat schnell gelernt, dass die Tür sich nur öffnet, wenn er entspannt und Mucksmäuschen still davor wartet.

Das funktioniert super, es gibt kein Bellen oder um mich herum hüpfen, obwohl er wahnsinnig gerne frisst. Die Zeit, die er warten muss, habe ich immer ein kleines Stück verlängert und es funktioniert. Gubacca hat innerhalb kürzester Zeit gemerkt, dass er nur liegend und ruhig an die ersehnte Belohnung kommt.


Wobei ich auch zugeben muss, dass das gar nicht mein vordergründiges Ziel war. Gubacca sollte sich ja eigentlich nur an die Box gewöhnen und sie mit etwas positivem verbinden. Aber siehe da - zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen :-).



Die zweite Übung ist ebenfalls ein Zufallsprodukt. In Facebook habe ich ein "Rudigramm" von Anita Balser gefunden, in dem sie ihren Welpen Rudi Platz beibringt. Im Gegensatz zu den üblichen Vorgehensweisen funktioniert diese Lernweise  erst einmal vollkommen ohne ein Kommando oder Handzeichen. "Frau" in dem Fall ich, hält ein Leckerchen in der Hand, zeigt es Schüler Gubacca und wartet ab was passiert. Fiepen, springen, stubsen, sitzen und irgendwann lag Zwerg-Riese dann im Platz, was sofort mit dem Leckerchen belohnt wurde. Erst viel später kommt dann auch das Kommando "Platz" dazu. Was Gubacca aber für sich innerhalb kürzester Zeit verinnerlicht hat, ist die Information "lege ich mich hin, bin ruhig, bekomme ich etwas leckeres." Ich muss jetzt schon immer schmunzeln, wenn ich sehe wie "Zwerg-Riese" sich ein Leckerchen ergattern möchte. Nicht mit betteln, nein es wird sich brav hingelegt. Aber auch in anderen Alltagsituationen bemerke ich immer häufiger, dass er sofort in das Platz geht, wenn ich stehen bleibe. Ein toller Nebeneffekt, mit dem ich  viel Ruhe in meinen kleinen Grashüpfer bekomme.


Aber jetzt genug von der Theorie und üben. Eigentlich ist das nur ein minimaler Teil unseres Tages. Viel wichtiger ist es mir, dass wir eine enge Bindung zu einander aufbauen und er seinen Alltag hier in der Umgebung kennenlernt.  Heute haben wir gemeinsam das kleine Wäldchen bei uns im Ort erkundet.  Zwerg-Riese darf ja noch nicht so weit laufen und so kam das Mini-Taxi zum Einsatz. Ich war mit Chiru dort schon immer sehr gerne und für einen für einen Welpen ist es ideal dort. Es sind nur wenige Leute unterwegs, weil das Wäldchen für größere Spaziergänge einfach zu klein ist. Für Gubacca war es wie ein großer Abenteuerspielplatz mit all den vielen Bäumen und Stämmen.



Für Gubacca war es der erste Ausflug in das "Zauberwäldchen" und mir war wichtig, dass er die neue Umgebung gemeinsam mit mir erkundet. Mit Zwerg-Riese geht das sehr gut, weil er sich neues  oft erst einmal in Ruhe anschaut. Gemeinsam mit mir ist er dann über Ministämme gelaufen, wir haben die schönsten Stöckchen gemeinsam gefunden ;-) und ich habe ihn kleine Leckerchen auf dem Stamm versteckt. Gubacca machte das riesigen Spaß und er beobachtete mich die gesamte Zeit sehr genau. Schließlich könnte ich ja jeden Moment etwas spannendes entdecken und er würde es verpassen :-)!


In einer ungewohnten Umgebung Pippi machen ist übrigens auch überhaupt kein Problem, wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann. Nach der kleinen Runde durch den Wald reichte das aber dann auch schon für uns beide. Ich pflege meine Erkältung und Gubacca sorgt für die nötige Entspannung, in dem er neben mir schläft.





Ein paar kurze Worte noch zu unserem 12. Tag. Gestern haben wir den kleine Lennox, einen 10 Wochen alten Catahoula kennengelernt. Er wohnt bei uns im Wohnviertel und die beiden haben sich auf Anhieb toll verstanden und super miteinander gespielt. Von der Größe und Temperament her, passen die beiden perfekt zusammen. Die zwei werden sich jetzt regelmäßig sehen. Ich bin total happy darüber, dass  Gubacca mit einem gleichaltrigen Hund regelmäßig spielen kann. Fotos müssen wir demnächst nachreichen. Gestern standen zwei glückliche Frauchen im strömenden Regen und freuten sich über den Anblick der beiden spielenden Hunde. Wobei das Frauchen von Lennox eindeutig im Vorteil war  - Lennox ist ein Kurzhaarhund und sah danach nicht wie ein Erdferkel aus. Gubacca dafür um so mehr. Aber er ist ja schon Badewannenprofi und lässt sich gelassen die Pfoten abbrausen.

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2 Kommentare

  1. Ich muss gestehen, auch bei uns lernen die Hunde als erstes Ruhe - denn aufdrehen können gerade Welpen und Junghunde ohne Hilfe :) Ich finde es interessant, welche "Nebenwirkungen" Dein Training hat und freue mich schon auf weitere Berichte.
    Mit Anita Balser hatte ich vor vielen Jahren schon in einem Hundeforum Kontakt und ihre Ansätze sind teilweise echt toll.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  2. Hallo Isabella
    ja weniger ist oft mehr :-). Mir haben die Ratschläge und Tipps in Facebook von Anita Balser echt schon geholfen - alles klappt nicht nach ihrer Lernmethode bei Gubacca, aber das Grundverständnis und den Grundgedanken von ihr finde ich toll.
    Liebe Grüße
    Sabine

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