Mittlerweile ist das schon ein gewohnter Anblick in Gubaccas Körbchen: Sämtlicher Besitz wird während meines Frühstücks eingesammelt und dort gelagert. Schlecht nur, dass unser „Zwerg-Riese“ jetzt selber keinen Platz mehr darin hat. Den Korbbesitzer stört es jedoch sichtlich wenig und er schläft lieber auf dem kühlen Boden.
Treppen sind bei uns im Haus ja ein großes Thema und haben mir im Vorfeld viel Kopfzerbrechen bereitet. Mal wieder ;-) – wie ihr schon wisst, wenn ihr die vorigen Blogbeiträge gelesen habt. UND?! Natürlich wieder erst einmal unbegründet. Gubacca hat innerhalb kurzer Zeit gelernt, dass er die Stufen nicht betreten darf. Noch schaffe ich es, ihn bei seinem Gewicht die Treppen hoch und runter zu tragen.
Für mich hat das momentan einen angenehmen Nebeneffekt: Ich kann ihn auf den unterschiedlichen Wohnebenen „parken“. Ich kann zum Beispiel ganz in Ruhe saugen und wischen und er schläft derweil in einem Raum oben. Aber auch ansonsten hatte das Einschränken seiner Bewegungsfreiheit innerhalb des Hauses einen positiven Effekt. Gubacca hat sich schnell daran gewöhnt, auch in einem Raum für kurze Zeit alleine zu bleiben. Noch mussten wir ihn nicht alleine zu Hause lassen, aber ich denke, auch das ist in ein paar Tagen problemlos möglich.
Was bei seinem Einzug ja nicht gut funktioniert hatte, war, dass er nachts in der geschlossenen Box schläft. Momentan „verschönert“ die Box nur mein Schlafzimmer. Im Internet habe ich für das Training einen schönen Beitrag gefunden, in dem der Spieß einmal umgedreht wird. Der Hund muss bei dieser Lernweise nicht in der Box bleiben, sondern er darf erst gar nicht hinein!
Wie das funktioniert? Ganz einfach: Man stellt einem verfressenen Hund wie Gubacca den gefüllten Fressnapf in die Box und schließt die Tür vor seiner Nase. Gubaccas Blick hättet ihr sehen müssen. Mal sehen, wie das weiterhin funktioniert und ob es so demnächst besser mit ihm und der Box klappt.
Nachmittags haben wir das schöne Wetter gemeinsam genutzt und sind mit ihm zum Kanal gefahren. Unser cooles Söckchen fand es toll dort und schneller, als wir hinschauen konnten, spielte er auch schon ausgelassen am Uferrand. Es ist toll zu sehen, wie unbefangen und ohne Angst Gubacca die Welt entdeckt und erkundet.
Abends wurde dann das Babyfell noch in Hochform gebracht. Er liebt es, gebürstet zu werden, und schon war auch wieder ein weiterer aufregender gemeinsamer Tag zu Ende ...
Warum sammeln Welpen ihr Spielzeug?
Welpen erkunden ihre Umwelt stark mit dem Maul. Gegenstände aufzunehmen, herumzutragen, zu bekauen, zu schütteln und an anderer Stelle wieder abzulegen gehört zum ganz normalen Objektspiel. Hunde zeigen außerdem Vorratsverhalten – wissenschaftlich gut belegt ist das vor allem bei Futter. Ob ein Welpe sein Spielzeug aus demselben Grund sammelt, lässt sich daraus allerdings nicht sicher ableiten. Oft dürfte einfach einiges zusammenkommen: Spielen, Tragen und ein bevorzugter Ablageplatz.
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