Heute startete unser Tag mit Regen und Gewitter. Typisch, dachte ich, zweiter Sonntag in der Hundeschule und schon wieder blödes Wetter ... Gubacca störte sich zwar nicht an Donner und Regen und erledigte schnell alles, aber wir erwischten natürlich noch die „dickste“ Regenwolke. Total durchnässt kamen Gubacca und ich dann auch von unserer Minirunde zurück.
Trotzdem habe ich mich doch ein bisschen über das Gewitter gefreut. Ich denke, alles, was Gubacca jetzt schon kennenlernt, wird ihm später auch keine Angst bereiten. Nachdem es sich dann aber so richtig eingeregnet hatte, nutzte ich die Zeit am Computer. Samstagnachmittag hatte ich einige Fotos von Gubacca auf dem „Deckchair“ gemacht und ich war neugierig, wie sie geworden waren.
Gubacca ist ein geduldiges Model. Klar, dass ich für schöne Fotos auch gleich wieder inkonsequent war: Unser „Zwerg-Riese“ durfte auf dem Stuhl liegen. Normalerweise sind Sofa und Bett tabu für ihn. Beim ersten Mal schaute er zwar mehr als verdutzt – bei seiner Züchterin durfte er das bisher. Er hat sich jedoch sehr schnell an das Tabu gewöhnt und liegt eh lieber auf dem kühlen Boden.
Aber eigentlich ist ein „Deckchair“ ja auch kein Sofa oder Bett ... Ich finde Fotos von Hunden toll, die immer am selben Ort gemacht wurden. So kann man immer plakativ sehen, wie groß sie geworden sind. Vielleicht ist der Gartenstuhl genau der richtige Platz dafür und aus der Ausnahme wird jetzt die Regel ;-).
Gegen Mittag bekamen wir dann doch noch den angekündigten Sonnenschein und unserem Besuch in der Hundeschule stand nichts mehr im Wege. Zum Glück begleitete uns Susanne mit Lennox zum Welpenspiel. Lennox ist auch wild beim Spielen und ich hoffte, Gubacca würde dann vielleicht nicht wieder in den Fokus geraten.
„Na ja“, sage ich nur. Nach einem tollen entspannten Einstieg entdeckte unser „Zwerg-Riese“ schnell wieder seine „Leidenschaft“ für das Geschwisterpärchen ... Mehr schreibe ich nicht zu dem Thema ... ABER er ließ sich toll beim Spielen abrufen und kam sofort angeflitzt, wenn er gerufen wurde. „10 Points dafür, mein kleiner Schatz!“
Gubaccas persönliches Highlight an diesem Nachmittag war die mit Wasser gefüllte Sandmuschel. Schneller als man hinschauen konnte, kühlte er sich den „Babiebauch“ und hätte auf den anschließenden Spaziergang bestimmt gerne verzichtet.
Am Ende der Welpenspielstunde waren Lennox und Gubacca hundemüde. Ich musste bei dem Anblick grinsen. Dicht aneinander, wie sie es früher mit ihren Geschwistern gemacht hatten, wurde sich gegenseitig das Maul geleckt und vorsichtig geknabbert.Ein schöner Abschluss für einen ziemlich abwechslungsreichen Sonntag.
Ein entspanntes erstes Gewitter – bleibt das für immer so?
Dass ein Welpe bei seinem ersten Gewitter gelassen bleibt, ist erst einmal ein schönes Zeichen. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass er sein ganzes Leben lang keine Angst vor Donner entwickeln wird. Geräuschempfindlichkeit wird von mehreren Faktoren beeinflusst – darunter Erfahrungen, Alter und auch genetische Veranlagung.
Gewitter und Feuerwerk werden dabei nicht unbedingt gleich verarbeitet. Untersuchungen zu Geräuschempfindlichkeit zeigen, dass manche Hunde auf mehrere Arten lauter Geräusche reagieren, andere dagegen nur auf ganz bestimmte. Ein Hund kann deshalb bei Donner völlig entspannt sein und Feuerwerk trotzdem ausgesprochen unangenehm finden.
Was man bei einem Gewitter beeinflussen kann, ist weniger das Gewitter selbst als der Umgang damit. Ist der Hund entspannt, darf Donner einfach ein Hintergrundgeräusch bleiben. Zeigt er Angst oder sucht Schutz, sollte er die Möglichkeit bekommen, sich zurückzuziehen und Sicherheit zu finden.
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