Die letzten beiden Tage waren ruhig bei uns, weil es einfach zu heiß war. Selbst in unserem Wohnzimmer, in dem es immer schön kühl bleibt, zeigte das Thermometer gestern 25,5 Grad an. Gubacca hat es nicht groß gestört, dass weniger unternommen werden konnte, und verschlief den größten Teil des Tages.
Mal lag er unter dem Esstisch, dann sah man ihn wieder im Wohnzimmer schlafen und zu den Gassirunden musste ich ihn schon fast überreden.
Eine tolle Eigenschaft von Gubacca ist, dass er sich problemlos mit sich alleine beschäftigen kann. Er ist kein fordernder Hund, der ständig mit seinem Spielzeug vor mir steht, sondern liebt es, seine Box auszuräumen. Oft ist er hierbei in „Entscheidungsnöten“, wer mit ihm in den Korb soll. In der Regel endet das damit, dass er selber keinen Platz mehr hat und dann davor liegt.
Zwei Kilo in zwei Wochen
Heute ging es dann wieder zur Gewichtskontrolle in B...-Tierwelt. Kaustangen etc. brauchen wir dank unserer „Dealerin“ Susi ja nicht mehr kaufen, aber das regelmäßige Wiegen finde ich immer spannend. Gerechnet hatte ich mit 11,7 Kilogramm. Bisher hatte Zwerg-Riese ja immer ein Kilogramm in 14 Tagen zugenommen, seit er bei uns ist. Aber schaut selber:
Ich muss zugeben, im ersten Moment war ich schockiert und habe die Waage zweimal ein- und ausgeschaltet. Aber ähnlich wie bei mir nach den vielen Übungs-Eisbechern beharrt die Waage auf zwei Kilogramm Gewichtszunahme. Armer Gubacca! Bei mir war es ja nur ein Kilo und dafür würde ich nie eine Diät in Erwägung ziehen. Aber bei Zwerg-Riese?! Sicherheitshalber habe ich dann doch Svea, seine Züchterin, angeschrieben, die aber grünes Licht für den gefüllten Fressnapf gab. Gewicht und Größe passen.
Glück gehabt – es sind die Zähne
Ansonsten habe ich heute die Ursache für die elende Leinen-Beißerei herausgefunden. Zwerg-Riese ist schon im Zahnwechsel. Glück gehabt – jetzt kann ich es darauf schieben!
Trotzdem habe ich in den letzten Tagen fleißig die Suchmaschinen gefüllt mit: „Hund beißt und springt in die Leine“ und ähnlichen Formulierungen. Abgesehen davon, dass mein erster Gedanke war: „Willkommen im Club“, das Thema ist wohl der Bestseller in allen Welpen- und Hundeforen, habe ich keine neuen Lösungsmöglichkeiten gefunden.
Meine bisherigen Versuche mit Ignorieren, Fuß auf die Leine stellen und stehen bleiben oder Alternativkommandos haben bisher keinen Erfolg gezeigt. Ab morgen werde ich Straßen mit ihm meiden und die Leine fallen lassen, wenn er daran beginnt zu zerren. Tschüss, frische Brötchen zum Frühstück – die Strecke ist ab morgen wegen der Straße tabu *seufz*.
Aber dafür klappen ganz viele andere Dinge schon toll und ich habe ja noch 8,5 Monate Zeit bis zum besterzogensten Hund ever, ever, ever ... ;-). Zum Abschluss noch ein kleines Video von Gubacca und Lennox von der heutigen Abendrunde:
Lennox machte mich heute ganz neidisch. Gestern hat er nach dem gemeinsamen Spaziergang mit Gubacca von 21 Uhr bis zum nächsten Morgen durchgeschlafen. Jeder Versuch, noch einmal mit ihm vor die Tür zu gehen, war erfolglos, erzählte Susi mir heute. Davon sind wir noch „meilenweit“ entfernt. Unsere letzte Runde ist gleich um 23 Uhr, aber dann schläft auch Gubacca bis 7 Uhr morgen früh durch. In diesem Sinne – eine schöne Nacht für euch!
Was beim Zahnwechsel im Welpenmaul wirklich passiert
Gubacca war damals etwa 14 Wochen alt – und damit ziemlich pünktlich. Um dieses Alter herum kann beim Hund bereits das Ausfallen der Milchzähne beginnen. Häufig machen die mittleren Schneidezähne den Anfang.
Dabei wird ein Milchzahn nicht einfach vom neuen Zahn aus dem Kiefer geschoben. Während der bleibende Zahn heranwächst, wird die Wurzel seines Milchzahn-Vorgängers nach und nach abgebaut. Irgendwann verliert die verbliebene kleine Zahnkrone ihren Halt und fällt aus.
Aus den 28 Milchzähnen werden schließlich 42 bleibende Zähne. Interessant dabei: Nicht jeder bleibende Zahn ersetzt einen Milchzahn. Der erste Prämolar und die Molaren haben beim Hund überhaupt keine Vorgänger im Milchgebiss – sie kommen beim bleibenden Gebiss neu hinzu.
Während des Zahnwechsels lohnt sich deshalb auch gelegentlich ein Blick ins Welpenmaul. Steht ein Milchzahn noch, obwohl sein bleibender Nachfolger bereits durchbricht, können sich beide den Platz streitig machen und die Stellung des neuen Zahns beeinflussen. Auch ein abgebrochener Milchzahn ist nicht automatisch bedeutungslos, nur weil er ohnehin bald ausgefallen wäre: Eine Infektion kann sogar den darunter entstehenden bleibenden Zahn und dessen Zahnschmelz schädigen.
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