Schneller als befürchtet hat der Alltag uns eingeholt und wir sind schon wieder eine Woche zu Hause. Zwerg-Riese läuft auf Hochtouren und das nicht im positiven Sinne! Ich habe immer noch meinen Hexenschuss und der ist keine gute Kombination mit ihm und hatte gestern seinen Höhepunkt mit einem gestauchten Zeigefinger... Gubacca reagierte angeleint heftig (mal nett ausgedrückt) auf einen Rüden und ich wickelte mir beim Versuch wild gewordene 24 Kilo in den Griff zu bekommen, versehentlich die Leine um den Finger... Gut, dass ich mir die Flexi mittlerweile wieder abgewöhnt habe, sonst wäre es noch schmerzhafter geworden.
Waren es bis vor kurzen nur wenige Hunde auf die er aggressiv reagierte wird momentan fast jeder zum Feind erklärt. Das von mir mit einen dicken Haken für ERLEDIGT versehene Problem "anspringen" und in die "Leine beißen" ist auch wieder ein Dauerbrenner und ich trage nur noch alte Klamotten, wenn ich mit ihm draußen bin. Nicht unterschlagen möchte ich sein "zartes Stimmchen", dass für jede Mücke "erklingt"... Momentan schwanke ich zwischen "Gubacca ist jetzt einfach ein A*" und dem Gefühl "Hilfe, ich habe auf ganzer Linie versagt". Ich hoffe nur, dass ich morgen bei unserem "Stammtisch der leidgeplagten Junghundbesitzerinnen" nicht nur Erfolgsmeldungen zu hören bekomme - dann brauche ich die Couch und einen guten Psychiater.
Da ich die Frage aber momentan für mich nicht klären kann, widmen wir uns doch lieber mal wieder schöneren Themen oder schwelgen in Urlaubserinnerungen. Hierbei stellten sich für mich ganz andere Fragen:
Wie viele Hundespielis liegen wohl am Meeresgrund? Haben wir
irgendwann nicht nur ein Plastiktütenproblem, sondern auch ein Verbot
Spielzeug in das Meer zum Apportieren zu werfen?
Auch diese Fragen kann ich nicht beantworten - aber ob Gubacca´ s Wurfknochen dort liegt oder doch noch von Detlef, mir oder ihm selbst gerettet wurde - das erfahrt ihr in unserem Video!
Ich werde mich jetzt wieder wieder mit meiner Wärmeflasche auf das Sofa kuscheln und hoffen, dass Gubacca einfach momentan ein A* ist... Ein schönes Wochenende für euch alle!
Vor unserem Urlaub konntet ihr hier bei uns auf dem Blog ja schon lesen, wie ich Gubacca' s Charakter einschätze und wie ihn seine Züchterin Svea empfindet. Herausgekommen sind zwei tolle Liebeserklärungen an Zwerg-Riese. Aber wie sehen ihn andere Menschen, die vielleicht doch etwas neutraler sind - so wie zum Beispiel meine Liebings-Claudia?!
Claudia:
Ist Gubacca, ein Hund im XXL-Format? für mich ganz sicher, besonders wenn ich ihn längere Zeit mal nicht gesehen habe, wirkt er nicht zwerg-riesig sondern riesig auf mich! Das ist sicher auch kein Wunder, da hier bei uns, seit 10 Jahren, eine 38,5cm kleine Tibet Terrier Hündin wohnt, da empfindet man eben jeden Hund, der auch nur 10cm größer ist als RIESEN *grins*.
Gubacca ist ein lebhafter und sehr intelligenter Vierbeiner, der schon mal dazu neigt, unachtsame Momente von Sali auszunutzen und dann gerne selbst entscheidet, was für ihn in diesem Moment besonders wichtig! Das ist eine Charaktereigenschaft, die mir auch von den Tibet Terriern schon bekannt ist, bei den Gos aber noch etwas ausgeprägter zu sein scheint?! liegt aber sicher vielleicht auch nur an seiner Größe.
Er ist für mich ein liebenswerter, wunderschöner, menschenbezogener und angenehmer Begleiter, wenn ich mit meiner Freundin Sali und unseren beiden Vierbeinern unterwegs bin, der bereits als Jungrüde viele Alltagssituationen souverän meistert und sein Frauchen sehr schnell vermisst, wenn sie nicht an seiner Seite ist!
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Mit Claudia verbindet mich eine enge und intensive Freundschaft und sie ein sehr wichtiger Mensch für mich. Sie kennt Gubacca von klein auf und ihr habe ich unter anderem auch die vielen schönen Fotos von Zwerg-Riese und mir zu verdanken.
Gestern haben wir das schöne Wetter ausgenutzt und waren mit den Hunden wieder auf der Halde Rungenberg unterwegs. Diesmal war auch Lottchen seit langem wieder mal mit dabei und ich muss sagen, die Sternchen gingen diesmal an die beiden Mädels für gutes Benehmen! Gubacca meinte beim Spaziergang, jedem Hund direkt deutlich machen zu müssen, dass er, der Jungspund, das sagen hat. Raja und Lottchen ignorierten so viel Größenwahnsinn einfach - ganz nach dem Motto: Nicht die Größe ist ausschlaggebend, sondern die geistige Stärke zählt.
Raja und Lottchen sind ein eingespieltes Team und die beiden Hündinnen mögen sich sehr. Na und Claudi mit ihrer ruhigen und liebenswerten Ausstrahlung muss man einfach gerne haben - da macht Lottchen auch keine Ausnahme...
Beim anschließenden Besuch des Hofcafes mit leckeren Kuchen verdienten aber alle wieder ihre Sternchen für gutes Benehmen. Claudi und ich konnten 1 1/2 Stunden gemütlich in der Sonne sitzen und die drei lagen entspannt unter bzw. neben dem Tisch.
Der krönende Abschluss des Nachmittages war dann aber leider, dass ich Gubacca ins Mini-Taxi heben wollte und einen Hexenschuß bekam. Leute ich werde alt... und im Moment kann ich mir noch nicht mal selbst die Schuhe oder Socken anziehen... ABER es war trotzdem wieder ein tolle Nachmittag! Schön, dass es dich gibt Claudi und es ist toll dich zur Freundin zu haben!
PS: Liebe Claudi, ich weiß wie unangenehm dir so offene Liebesbekundungen immer sind - von daher musste dieser Blogbeitrag einfach sein!
Der letzte Urlaubstag... Während Detlef sich immer auf Zuhause freut und es kaum erwarten kann, dass wir losfahren, fällt mir der Abschied vom Meer immer sehr schwer. Wie ein Schwamm versuche ich noch einmal jeden schönen Augenblick aufzusaugen. Natürlich ging es mir diesmal nicht anders und so habe ich noch einmal soviel Zeit wie möglich mit Gubacca am Strand verbracht. Natürlich bin ich auch wieder um 7 Uhr mit ihm pünktlich zum Sonnenaufgang am Strand gewesen...
Freitag nachmittag hatten wir ja wenig Glück mit dem Wetter und ich habe mit Gubacca noch einmal meine Lieblingsrunde über Klein-Waabs gemacht. Dabei kommen wir auch an einem alten Militärgelände (?) vorbei. Mich faszinieren solche Orte immer, weil sie mir deutlich machen, wie sterblich doch alles ist und die Natur sich alles zurückerobert. Außerdem gibt es dort viele Graffitis, die ich als Fotomotiv einfach liebe.
Kaum war ich von unserer Runde im Regen mit ihm zurück, kam natürlich die Sonne raus und DER Regenbogen schlechthin war über dem Meer sichtbar. Oha... so schnell ich konnte flitzte ich natürlich zum Strand runter, um das ganze zu fotografieren. Logisch... bis ich da war kam der nächste Regenschauer und vom Regenbogen war nichts mehr zu sehen. Aber in der Ferne sah ich schon wieder die Sonne hervor blitzen... und ohne Einsatz kein Foto. So bekloppt bin glaube auch nur ich und so verharrte ich gefühlte Stunden im strömenden Regen auf meiner Lieblingsbank, in der Hoffnung, dass noch einmal ein Regenbogen über dem Meer sichtbar wird. Kam auch... aber leider wenig spektakulär und sehr blass. Frau "Übereifrig" rutschte dann auch noch auf den glatten Steinen aus und lag wie ein dicker Maikäfer auf dem Rücken und die Lesebrille habe ich auch dabei verloren. Also bitte wertschätzt dieses eher "schwache" Foto bitte ganz besonders.
Auf der Hinfahrt nach Langholz hatten wir gesehen, dass sich auf der Gegenfahrbahn (unsere Heimreise-Richtung) Kilometerlange Staus bildeten. Von daher stand schon da für uns Detlef fest, dass wir anstatt am Sonntag, lieber Samstag gegen Abend zurückfahren würden.
Als es dann soweit war, fand ich die Idee schon nicht mehr so toll. Schweren Herzens kann ich nur sagen und ich bemühte mich dann natürlich wieder erfolgreich einen ganzen Samstag in einen halben zu quetschen... Ich hatte es ja schon geschrieben... Schwamm Bine. Einfach schrecklich die Gewissheit, der letzte Morgen am Meer... keine langen Strandspaziergänge mehr, kein sorgloses ohne Leine laufen lassen können... die Liste könnte ich noch unendlich fortsetzen... seufz.
Also wieder ganz früh raus aus dem Bett und mit Gubacca zum Strand. Diesmal gab es dann natürlich auch nicht nur unsere obligatorische kurze Runde, sondern Strandspaziergang im XXL-Format. Der Sturm vom Vortag hatte seine Spuren hinterlassen und die Ostsee hatte sich weit zurückgezogen. Felsen waren auf einmal im Wasser sichtbar, die normalerweise vom Meer verdeckt sind.
Zur großen Freude von Gubacca kamen auch die Sandbänke dadurch zum Vorschein und wir konnten weit in das Meer hineinlaufen. Ein wunderschöner Anblick und wir hatten den Strand, wie eigentlich immer, ganz für uns alleine.
Und endlich konnte Gubacca auch mal die riesigen "Bälle", die er sonst nur in der weiten Ferne anbellte aus der Nähe untersuchen...
Wieder im Ferienhaus angekommen hatten ich dann ein sehr ruhigen und müden Gubacca. Soviel rennen am Strand macht müde und während Zwerg-Riese schlief, konnten wir anfangen zu packen.
Trotz strömenden Regen machte ich mich aber dann mit Gubacca vormittags noch mal auf dem Weg zum Strand. Natürlich nur, damit Zwerg-Riese auch ausgepowert für die lange Autofahrt ist ;-)... Nein, eigentlich kam der "Schwamm" wieder durch... Nochmal alles aufsaugen... die schönen Eindrücke. Was ich am Meer immer wieder faszinierend finde, ist, wie schnell das Wetter umschlägt. In der einen Richtung hängen noch die schweren Regenwolken über dem Meer und auf der anderen Seite kommt schon wieder die Sonne raus.
Und plötzlich war der Himmel wieder blau und wir konnten bei herrlichen Sonnenschein zu den Sandbänken laufen.
Ich glaube für Gubacca waren die Sandbänke echt der krönende Abschluss eines tollen Urlaubs. Voller Lebensfreude und Energie rannte er unermüdlich hoch und runter und sprang in das Meer. Einfach nur schön anzusehen.
Normalerweise ist Gubacca etwas hektisch, wenn gepackt wird. Ganz nach dem Motto: "Die werden mich doch nicht vergessen", verfolgt er jeden Schritt von uns. Diesmal sah es nach zwei großen Strandrunden etwas anders aus:
Und natürlich haben wir ihn trotzdem nicht vergessen ;-). Gegen 16 Uhr hieß es "time to say goodye" und es ging wieder Richtung Heimat. Schön war es und hoffentlich sind wir wieder bald am Meer!
Gestern Nacht war bei mir "Schlaflos in Langholz"... irgendwie gingen mir zu viele Dinge durch den Kopf und ich lag ab 4 Uhr wach im Bett. Nach gefühlten 999 Drehungen im Bett - dreimal zum Kühlschrank rennen und Blick auf die Uhr, dachte ich mir irgendwann, "Kann ich lieber aufstehen und zum Strand gehen..."
Noch ein Blick auf die Uhr - kurz vor 6.30 Uhr. So früh war ich noch nie unterwegs - also rein in die Turnschuhe, Jacke an, Handy mit und runter zum Strand. Es hat sich gelohnt - es war ein wunderschöner Spaziergang und die Bilder eine wunderschöne Erinnerung für später.
"Welchen Tag haben wir?" fragte Pooh.
"Es ist heute" quickte Ferkel.
"Mein Lieblingstag" sagte Pooh.
Einfach nur herrlich - und mein Lebenstraum vom "Leben am Meer" wird ab sofort zum "Lebensziel" ernannt. Was wäre es schön, dass jeden Tag erleben zu können. Zurück vom Strand wurde dann gemütlich gefrühstückt und Gubacca hielt ausgiebig "Schönheitsschlaf".
So langsam aber sicher, machen sich die vielen neuen Eindrücke und Erlebnisse bei Gubacca bemerkbar. Er reagiert schneller gestresst als gewöhnlich und von daher gab es für ihn die letzten zwei Tage weniger Programm. Nachdem Frühstück gab es dann für ihn "Männerprogramm" und er schaute mit Detlef Sport. Zwerg-Rieses Favorit war eindeutig "Pferdesport".
Detlef wartete sehnsüchtig auf Motorradrennen und ich marschierte zum Strand. Bei steifer Brise entdeckte ich doch glatt noch wunderschöne Ecken, die ich gar nicht kannte. Ein See direkt neben dem Meer - das nenne ich mal puren Luxus...
Gestern waren wir noch kurz in Eckernförde und haben uns die Geschäfte am Hafen und die Bonbonkocherei angeschaut. Die kleine Hafenstadt ist wirklich immer einen Ausflug wert und ich bin sehr gerne dort.
Den Rest des Nachmittages habe ich dann gestern noch auf meiner Lieblingsbank am Strand gesessen. Ich hatte ja gehofft, das Wetter würde sich auch heute noch halten und ich könnte dort wieder den Nachmittag verbringen... Fehlanzeige - trotz des herrlichen Sonnenaufganges regnet und stürmt es jetzt draußen.
Also rein in die Regenklamotten und ab zur Lieblingsrunde durch die Felder und Wiesen - dort stürmt es weniger...