Ich muss gestehen, momentan schwebe ich ein bisschen auf Wolke sieben und genieße den Sternchenregen, der über uns hinwegzieht. Ja, ich weiß: Mit 19 Monaten ist Gubacca noch in einem Alter, in dem Kevin mich vermutlich noch öfter auf Trab halten wird. Bitte erinnert mich dann wieder an die Lobhymnen der letzten Blogbeiträge!
Plötzlich habe ich einen Easy-going-Hund
Trotzdem ist es einfach herrlich, auch einmal einen „easy going“ Hund zu haben. Natürlich gibt es weiterhin Augenblicke, in denen Gubacca seine gute Erziehung kurz vergisst und einem doofen Rüden lautstark antwortet, dass er ihn genauso doof findet. Auch an der Leine fällt ihm gelegentlich wieder ein, dass Ziehen durchaus eine Möglichkeit wäre.
Aber alles in allem fühlt sich das momentan nicht mehr nach einer großen Baustelle an. Eher nach den Dingen, die ein junger Hund eben zwischendurch noch ausprobiert – und mit denen wir inzwischen deutlich gelassener umgehen können.
„Bacca!“
Bei Gubacca wird sein „will to please“ gerade immer ausgeprägter und ich bin total begeistert davon, wie prompt er inzwischen auf seinen Namen reagiert. Ein einfaches „Bacca“ von mir reicht draußen in der Regel und er schenkt mir sofort seine Aufmerksamkeit.
Im Gegenzug bekommt Zwerg-Riese natürlich wieder viel mehr Freiheiten und kann häufiger ohne Leine laufen. In der Vergangenheit hatte ich oft das Problem, dass Gubacca nicht von null auf hundert, sondern gefühlt direkt auf zweihundert schoss. Auch das hat sich in den vergangenen Wochen deutlich gelegt und seine Übersprungshandlungen sind selten geworden.
Irgendwo scheint es in seinem Kopf tatsächlich Klick gemacht zu haben.
Vor kurzem wurde ich gefragt, ab wann so ein Gosrüde eigentlich ruhiger wird.
Das war jedenfalls meine prompte Antwort. Mit eineinhalb Jahren hat man schon viel geschafft und das Gröbste, glaube – oder hoffe – ich inzwischen ebenfalls.
Ob das stimmt, werden die kommenden Wochen zeigen. Von anderen Gosrüdenbesitzern habe ich gehört, dass ihre Jungspunde mit zwei Jahren und später noch einmal mit drei Jahren durchaus größenwahnsinnige Anwandlungen hatten und es erneut etwas stressiger wurde.
Ihr werdet die Ersten sein, die davon hier erfahren. ;-)
Wem sieht er eigentlich ähnlich?
In den vergangenen Monaten habe ich oft gerätselt, wem Gubacca später einmal ähnlich sehen wird. Mittlerweile kann man den fertigen Gosrüden optisch schon ganz gut erahnen.
Von seiner Mama Otti hat er, glaube ich, eher wenig mitbekommen. Sein Fell ist deutlich rauer und relativ kurz geblieben. Von seinem Papa Ozzy habe ich leider kein aktuelles Foto und deshalb nur wenige Vergleichsmöglichkeiten. Seine Züchterin Svea meint allerdings, dass Gubacca seinem Papa vom Aussehen durchaus ein wenig ähnelt.
Für mich lautet die Antwort inzwischen ohnehin ganz anders:
Gubacca wird später aussehen wie Gubacca.
Unter vielen Katalanen würde ich ihn wahrscheinlich immer sofort erkennen. Er hat einfach sein ganz eigenes Aussehen: das Fell etwas kürzer und rauer als bei vielen anderen, in seinen Bewegungen ein bisschen teddyhaft – irgendwie ein kleiner Exot innerhalb seiner Rasse.
Und genau das liebe ich wahnsinnig an ihm.
Zwerg-Riese und das Jungvolk
Gestern war ich wieder mit Angela und ihren Glen-Cove-Aussies unterwegs. Die drei Welpen sind mittlerweile 16 Wochen alt und haben ihre anfängliche Zurückhaltung gegenüber Gubacca vollständig abgelegt. Ich glaube, das Erziehungsteam Faye und Neela ist zwischendurch ebenfalls ganz froh darüber, dass Zwerg-Riese das Jungvolk bespaßt und sie selbst nicht pausenlos rennen müssen.
Gubacca hat eine sehr vorsichtige Art mit den Junghunden und freut sich jedes Mal riesig darauf, mit ihnen zu flitzen. Mir geht wirklich das Herz auf, wenn ich ihn dabei beobachte. Gerade mit diesen Hunden wirkt das Spiel wunderbar unkompliziert: kein grobes Gerangel, niemand wirft den anderen ständig um – einfach ausgelassenes gemeinsames Rennen.
Überhaupt scheint Gubacca bei seinen liebsten Spielpartnern einen ziemlich guten Blick dafür zu haben, wie viel Körperlichkeit gerade passt. Bei den kleinen Aussies nimmt er sich zurück, bei Banya und Grace darf es dafür schon etwas flotter werden.
Und ich freue mich einfach riesig, dass er inzwischen Hunde gefunden hat, mit denen er genau so spielen kann.
Zum Schluss gibt es deshalb noch das Video von gestern. Ich wünsche euch ein schönes Herbstwochenende!
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