Der Gubacciiiiiiii! Könnte Gubacca sprechen, würdet ihr jetzt wahrscheinlich ein ziemlich piepsiges und leises „Ich …“ unter der Bettdecke hören. Eigentlich habe ich Zwerg-Riese immer für ein mutiges und taffes Kerlchen gehalten. Dass ausgerechnet er im Dunkeln Angst hat – damit hatte ich nicht gerechnet!
Wenn aus einem Traktor ein Ungeheuer wird
Ich muss ja zugeben: Bei Problemen wie Angst vor Gewitter oder Silvesterknallerei hatte ich insgeheim oft gedacht, dass sich auch die eigene Stimmung auf den Hund überträgt. Bei meinen bisherigen Hunden kannte ich solche Ängste nicht und deshalb hatte ich mir auch bei Gubacca überhaupt keine Gedanken darüber gemacht.
Aber diesmal hat es uns ebenfalls erwischt. Gewitter ist zwar kein Problem, auf Knallgeräusche reagiert Zwerg-Riese dagegen sehr heftig. Und überhaupt ist er bei Dunkelheit momentan ausgesprochen schreckhaft. Im vergangenen Winter war mir das längst nicht so stark aufgefallen wie jetzt.
Auf unserer Abendrunde sieht man ihm die Anspannung häufig schon an. Seine Körperhaltung verändert sich, der Gang wird steifer und die Rute liegt fast eingekringelt auf dem Rücken. Fremde Menschen in der Dunkelheit werden lautstark angekündigt und ungewohnte Gegenstände sicherheitshalber erst einmal angeknurrt.
Leider besitzt Gubacca außerdem die angenehme Eigenschaft, dass er nach dem ersten Beller nicht zwingend der Meinung ist, das Thema wäre damit ausreichend kommentiert.
Und Zwerg-Riese hat ein ausgesprochen kräftiges Organ.
Schallt herrlich um 22 Uhr durch unser Wohnviertel …
Große Runde früher, Taschenlampe immer dabei
Zum Glück gewöhnt Gubacca sich langsam wieder an die Dunkelheit und reagiert inzwischen nicht mehr auf jedes Geräusch. Trotzdem habe ich unseren Tagesrhythmus etwas verändert. Gegen 18 Uhr drehen wir nun eine größere Runde und vor dem Schlafengehen geht es nur noch einmal kurz nach draußen.
Kleine Sache, große Wirkung: Seitdem ich immer eine leuchtstarke Taschenlampe dabeihabe, sind fremde Gegenstände im Dunkeln überhaupt nicht mehr so gruselig. Einmal angeleuchtet entpuppt sich das kleine Monster schnell als Igel – und das riesige Ungetüm am Feldrand ist doch nur ein Traktor.
Eigentlich klingt es unlogisch: Hunde kommen bei wenig Licht besser zurecht als wir – und trotzdem kann ein völlig harmloser Gegenstand im Dunkeln plötzlich ziemlich unheimlich werden.
Der kleine Haken dabei: Besser im Dunkeln sehen heißt nicht automatisch, Dinge auch besser zu erkennen. Wenn wenig Licht vorhanden ist, gehen feine Details verloren. Übrig bleiben vor allem Formen, Hell und Dunkel und Bewegung.
Und damit kann der vertraute Traktor am Feldrand plötzlich nur noch ein ziemlich merkwürdiger schwarzer Klotz sein.
Genau deshalb finde ich unsere Taschenlampen-Erfahrung so spannend: Licht drauf – Konturen werden eindeutig – und aus dem unbekannten Monster wird wieder etwas Bekanntes.
Manchmal braucht ein Hund also vielleicht gar nicht mehr Mut. Sondern einfach ein bisschen mehr Information.
Wie wir Gubacca demnächst bei der Silvesterknallerei helfen können, weiß ich allerdings noch nicht. Für Tipps und Ratschläge bin ich deshalb dankbar!
Momentan hagelt es Sternchen
Ansonsten hagelt es bei uns momentan nur so an Sternchen fürs Liebsein. Es ist schon fast beängstigend, wie rasend schnell Zwerg-Riese sich zum liebsten Gos ever, ever, ever entwickelt.
Für die Kamera durfte die Bettdecke bleiben
Ansonsten kann ich nur sagen: Gubacca hat selten ein Fotoshooting so viel Spaß gemacht wie dieses. Er hätte vermutlich noch Stunden im Bett liegen, für die Bilder modeln und in die Kamera schauen können.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! Morgen sind wir beim Gos-Spaziergang in Datteln und ich hoffe natürlich sehr, dass unsere momentane Erfolgsstory dort mit ebenso gutem Benehmen weitergeht. ;-)
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