Logisch, auch wir haben das herrliche Wetter am Wochenende ausgenutzt und waren viel mit Gubacca unterwegs. Wenn schon kein Meer, dann wenigstens Wasser – und deshalb zieht es uns regelmäßig an den Hullerner Stausee.
Bei meiner Suche nach einem Namen für unsere Lieblingsrunde bin ich im Internet einmal über die Bezeichnung „kleiner Bruder des Halterner Stausees“ gestolpert. Das passt für mich ganz gut: Rund um Hullern geht es normalerweise deutlich ruhiger zu als am großen Stausee mit seinen vielen Ausflugsangeboten.
Normalerweise.
Bei 26 Grad, blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein platzte der Parkplatz am Heimingshof an diesem Samstag nämlich förmlich aus allen Nähten. Nur mit viel Glück ergatterten wir noch einen Platz.
Und nicht nur Haltern platzte an diesem Wochenende aus allen Nähten – ich platzte seit einigen Tagen ebenfalls. Allerdings vor Stolz und nicht wegen der fünf Eiskugeln, die ich gegessen hatte.
Zwerg-Riese mutiert nämlich gerade zum Musterschüler und es hagelt Sternchen für gutes Benehmen. Schon am Freitagabend waren wir mit ihm in einem gut besuchten Biergarten am Stausee. Trotz mehrerer Hunde an den Nachbartischen lag Gubacca ruhig und entspannt bei uns.
Mein erster Gedanke: Wir fahren wieder nach Hause
Ich muss gestehen: Als ich die vielen Autos und Menschen sah, war mein erster Impuls tatsächlich, direkt wieder umzudrehen. Ich wusste nicht, wie Gubacca auf den ganzen Trubel reagieren würde, und hatte wenig Lust, ihn die nächsten zwei Stunden ausschließlich an kurzer Leine festhalten zu müssen.
Meine bessere Hälfte ist da meistens deutlich optimistischer als ich. Also schnappten wir uns einen kleinen Rucksack, die Flexileine und machten uns trotzdem auf den Weg.
Zum Glück verteilten sich die vielen Menschen ziemlich schnell. Je weiter wir uns vom Heimingshof und von Haltern entfernten, desto leerer wurden die Wege.
Gubacca benahm sich vorbildlich. Spaziergänger und die doch recht zahlreichen Fahrradfahrer wurden einfach ignoriert. Trotz der warmen Temperaturen flitzte er vor uns her – wobei die Stöcke, die er unterwegs einsammelte, im Laufe der Wanderung auffällig an Größe zunahmen.
Für Gubacca liegt das Interessanteste leider hinter der Böschung
Der Hullerner Stausee dient der Wassergewinnung und wird vor allem von der Stever gespeist. Für Gubacca hatte die Sache allerdings einen entscheidenden Haken: Baden war im Stausee tabu.
Dafür gibt es entlang unserer Runde immer wieder Sitzmöglichkeiten an Stellen mit schönem Blick aufs Wasser. Dass an diesem sonnigen Samstag natürlich nahezu jede davon bereits besetzt war, brauche ich vermutlich nicht extra zu erwähnen.
Gubacca weiß trotzdem sehr genau, wo das Wasser ist
Zurück führt unsere Runde über die zweite Brücke und anschließend auf der anderen Seite des Stausees weiter. Hier läuft man häufiger an Feldern entlang und bekommt das Wasser selbst nicht mehr ganz so oft zu sehen.
Gubacca allerdings schon.
Das durfte ich bereits im Februar gemeinsam mit Andrea erleben, als der Stausee fast zugefroren war. An einem großen Feld wähnte ich mich in Sicherheit und leinte Zwerg-Riese ab, damit er mit Grace ein bisschen rennen konnte.
Schneller als ich reagieren konnte, war Gubacca quer durch Stacheldraht und Dornenhecke verschwunden – selbstverständlich in Richtung Wasser.
Seitdem bleibt er an genau dieser Stelle garantiert angeleint. Musterschüler hin oder her.
Und wieder hagelt es Sternchen
Am Ende unserer Wanderung wollten wir eigentlich noch am Heimingshof einkehren. Bei diesem Wetter waren wir mit der Idee allerdings nicht allein und bekamen keinen Platz mehr. Auf der Rückfahrt hatten wir schließlich doch noch Glück und ergatterten in einem anderen Lokal einen Tisch auf der Außenterrasse.
Auch dort gab es wieder Sternchen für Zwerg-Riese. Er benahm sich vorbildlich und momentan sehe ich mein großes Ziel tatsächlich zum Greifen nahe:
den „best erzogensten Gos ever, ever, ever“.
Also genauer gesagt: einen entspannten Jungrüden, der mich im Alltag problemlos begleitet. :-) :-) :-)
Nur das Thema Rüdenbegegnungen an der Leine hält uns noch etwas auf Trab. Dafür habe ich bislang noch nicht die richtige Taktik gefunden. Mal schauen, was der Gos-Spaziergang vom PPC am nächsten Sonntag bringt. Dort habe ich mich mit Gubacca angemeldet – vielleicht bekomme ich ja noch den einen oder anderen Tipp.
Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!
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