Langholz – ein Ort, der zu meinem Leben gehört

Oktober 01, 2018

Bevor es hier um die Frage geht, wie hundefreundlich Langholz eigentlich ist, möchte ich euch erst auf eine kleine Zeitreise mitnehmen. Mit diesem Ort an der Ostsee verbinde ich unzählige Erinnerungen. Schon als Kind war ich mit meinen Eltern und meiner Schwester dort, später kehrte ich mit Detlef und meinen ersten Hunden zurück. Rocky, Benji und Nicky haben dort Urlaub gemacht, später Chiru – und viele Jahre danach schließlich Gubacca. Leider sind nur wenige alte Fotos geblieben. Manche sind verschwommen, andere verblasst. Aber vielleicht passt gerade das ganz gut. Denn Langholz ist für mich kein Ort, an den ich nur fahre. Irgendwie zieht er sich durch mein ganzes Leben.
Rückblick · Langholz durch die Jahre

Bevor es hier um die Frage geht, wie hundefreundlich Langholz eigentlich ist, möchte ich euch erst auf eine kleine Zeitreise in meine Vergangenheit mitnehmen. Mit diesem Ort an der Ostsee verbinde ich unzählige schöne Erinnerungen. Schon als Kind habe ich dort mit meinen Eltern und meiner Schwester Urlaub gemacht und auch später, als mehr oder weniger erwachsene Frau, zog es mich immer wieder dorthin. Leider sind nur wenige Erinnerungsfotos geblieben. Der Zahn der Zeit hat zugeschlagen, viele der alten Abzüge sind verschwommen oder verblasst. Schade – aber ein paar habe ich wiedergefunden.

Kindheit · Ferien in Langholz

Blockhütte, Außentoilette und ein ziemlich ängstliches Sabinchen

Damals gab es bei unseren Vermietern, der Familie R., nur kleine Blockhütten im Garten. Im Wohnzimmer standen die Etagenbetten für meine Eltern und meine Schwester und ich hatten ein winziges Kinderzimmer. Zur Toilette musste man aus der Hütte hinaus in einen Anbau.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, welche Angst ich als Kind hatte, nachts allein dort hinauszugehen. Zwei Jahre später baute Familie R. zum Glück eine zweite, größere Hütte – mit Elternschlafzimmer, Kinderzimmer und einem innenliegenden Bad. Meine Mutter konnte aufatmen und nachts im Urlaub endlich wieder durchschlafen. ;-) Ich war eine echte Schießbuchse.

Wenn unsere Familie auf Reisen ging, hatten wir außerdem grundsätzlich einen kleinen Zoo dabei. Hunde hatten wir damals noch nicht, dafür reisten unsere beiden Katzen Oskar und Paulinchen mit – und natürlich meine Landschildkröte Schildi. Wahrscheinlich hätte ich auch noch die Goldfische eingepackt, wenn meine Eltern es erlaubt hätten.

Zum Glück hatten wir einen großen Taunus-Kombi, in den alles hineinpasste. Und zurück kamen wir meistens noch mit deutlich mehr Gepäck. Meine Eltern liebten es, alte Möbel aufzuarbeiten und fanden an der Ostsee regelmäßig irgendein kleines Schränkchen. Einige davon habe ich bis heute.

Mein Vater beim Lesen hinter der Blockhütte in Langholz
Mein Vater beim Lesen hinter der Blockhütte

Für unsere Familie war es ein festes Ritual, jedes Jahr über Ostern nach Langholz zu fahren. Und wenn uns die Reiselust packte, gern auch ein zweites Mal im Jahr.

Mein Vater verstarb relativ jung, als ich 15 Jahre alt war. Danach mochten weder meine Mutter noch wir Kinder dort Urlaub machen. Erst später, als ich „fast erwachsen“ war, zog es mich wieder nach Langholz.

Einige Jahre später · zurück nach Langholz

Der erste gemeinsame Urlaub mit Detlef

Dort verbrachte ich schließlich auch meinen ersten gemeinsamen Urlaub mit Detlef. Inzwischen gehörten bereits meine beiden ersten Hunde Rocky und Benji zu meinem Leben.

Die Blockhütte aus meiner Kindheit stand tatsächlich noch und wurde weiterhin vermietet. Familie R. freute sich riesig, das kleine „Sabinchen“ wiederzusehen. Und auch für mich war es ein schönes Gefühl, an diesen vertrauten Ort zurückzukommen.

Benji · Wasseratte lange vor Gubacca

Benji war, genau wie heute Gubacca, eine echte kleine Wasseratte. Sobald er am Meer war, stürzte sich der Zwerg unerschrocken in die Wellen. Rocky dagegen war eher ein ängstlicher und zarter Hund, der lieber in meiner Nähe blieb.

Ein wenig schmunzeln musste ich beim Heraussuchen der Bilder. In meiner Erinnerung waren Rocky und Benji immer ziemlich große Yorkshire Terrier. Wenn ich mir die alten Fotos heute ansehe, waren sie dagegen geradezu winzig.

Auf dem nächsten Bild stehe ich auf der Brücke in Kappeln. Rocky und Benji waren zwei kleine, taffe Rüden, die wir eigentlich überall problemlos mitnehmen konnten. Viele Menschen, Innenstädte, laute Geräusche – das war für die beiden kein großes Thema.

Leider starb Rocky schon mit acht Jahren an Herzversagen. Ein Jahr später zog Nicky bei uns ein – und auch er begleitete uns häufig an die Ostsee.

Rückblick · ein ziemlich deutlicher Unterschied

War ich früher einfach entspannter?

Im Umgang mit Gubacca frage ich mich manchmal, ob es an meinem Alter liegt, dass ich heute viel ängstlicher vor möglichen Gefahren bin. Bei Rocky, Benji und Nicky war ich deutlich entspannter.

Unvergesslich ist zum Beispiel die Nacht, in der Benji uns im Urlaub stiften ging. Eigentlich hatten wir ihn nur kurz zum „Pipi machen“ hinausgelassen. Benji nutzte diese Freiheit allerdings lieber für eine kleine Nachtwanderung und marschierte eine Stunde später quietschvergnügt wieder zurück.

Ich bekam keinen Herzinfarkt. Und nein – am nächsten Abend wurde er tatsächlich wieder ganz normal allein vor die Tür gelassen. Damals war ich Ende zwanzig. Es muss also am Alter liegen. ;-)

Irgendwann wurde „unsere“ Blockhütte abgerissen und Familie R. baute an ihrer Stelle ein Zweifamilienhaus für die Kinder. Detlef und ich entdeckten andere Urlaubsregionen, waren häufig an der Nordsee oder machten Flugreisen.

Aber irgendwann packte mich die Sehnsucht wieder. Wir suchten erneut nach einer Unterkunft in meinem geliebten Langholz. Direkt dort fanden wir nichts Passendes – aber 2006 entdeckten wir im angrenzenden Klein-Waabs eine schöne Ferienwohnung.

2006 · ein neuer Hund kommt mit

Der erste Ostseeurlaub mit Chiru

Vor diesem Urlaub war ich ziemlich nervös. Ein paar Monate zuvor war Chiru bei uns eingezogen und im Mai gerade sechs Monate alt geworden. Ich war unsicher, ob ein Urlaub mit einem so jungen Hund überhaupt entspannt funktionieren würde.

Und wie so oft in meinem Leben waren sämtliche Sorgen und Bedenken wieder einmal unnötig. Wir hatten riesigen Spaß mit dem Jungspund und Chiru fühlte sich dort sichtlich wohl.

Weil dieser erste Urlaub so schön mit ihm geklappt hatte, ging es im Herbst gleich noch einmal nach Klein-Waabs – diesmal gemeinsam mit meiner Mutter und meinem (Stief-)Vater.

Damals lebte auch unsere kleine Reina noch. Wir mussten immer lachen, wenn wir sie zusammen mit Chiru beobachteten. Reina ging nie vor ihm, sondern folgte in gebührendem Abstand. Ihr Motto war offenbar: „Wer weiß, was der Riese hinter meinem Rücken treibt.“ So behielt sie den Jungspund lieber gut im Blick.

Aber wehe, es ging um eine Kaustange, die sie Chiru gern stibitzen wollte. Dann bekam der Drei-Kilo-Zwerg plötzlich Flügel und wuchs deutlich über sich hinaus.

Und aus einem Urlaub wurden wieder viele
Die Jahre danach · immer wieder zurück

Für Chiru wurde Langholz ebenfalls ein vertrauter Ort

Seitdem fuhren wir wieder regelmäßig nach Klein-Waabs oder Langholz und gerade Chiru hat dort viele Urlaube mit uns verbracht.

Jeder Mensch hat vermutlich einen Ort, an dem er zur Ruhe kommt, seine innere Balance wiederfindet und einfach glücklich ist. Für mich ist das dieser kleine, ruhige Flecken an der Ostsee.

2010 · und noch immer derselbe Ort
Und heute · wieder angekommen

Jetzt gehört auch Gubacca zu diesen Erinnerungen

In Langholz oder im angrenzenden Klein-Waabs habe ich oft das Gefühl, dass die Zeit ein kleines bisschen stehen geblieben ist. Nicht verstaubt oder altbacken – die beiden kleinen Orte haben sich einfach ihren Charme bewahrt. Es gibt einen Bäcker, eine Pizzeria, ein Strandcafé und ansonsten vor allem viel ruhige, naturbelassene Landschaft.

Für mich ist es ein Ort zum Wohlfühlen. Und mein Herzenswunsch ist tatsächlich, irgendwann im Alter dort zu leben. Bis dahin sind noch ein paar Jährchen Zeit.

Aber inzwischen kann ich mich schon einmal auf den nächsten Urlaub mit Gubacca dort freuen.

Langholz
Erst Kindheitsurlaub. Dann Urlaub mit den ersten eigenen Hunden.
Später mit Chiru. Und jetzt mit Gubacca.

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