Hundekissen selber nähen – einfache Anleitung für Nähanfänger
Wie schaffe ich es, dass Gubacca weniger gestresst ist? Ein bequemes Hundekissen trägt doch bestimmt dazu bei! Abgesehen davon entspannt Zwerg-Riese sich am besten, wenn ich mich mit etwas Ruhigem beschäftige und er einfach neben mir liegen und schlafen kann. Also gibt es jetzt nach dem selbstgenähten Hundebademantel doch glatt schon mein zweites DIY für die Nähmaschine. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Nähen so viel Spaß macht und dass es wirklich leichter ist, als ich dachte.
Schon seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einem Hundekissen für Gubaccas Hundekudde aus Leder. Da der Rand der Kudde nicht so hoch ist, sollte auch das Kissen eher flach sein. Im Internet fand ich einige schöne Nähanleitungen, und schon nach einer Stunde konnte Gubacca auf meinem ersten selbstgenähten Hundekissen Probe liegen.
- 2 verschiedene Stoffe in der gewünschten Kissengröße, jeweils plus etwa 6 cm in Länge und Breite
- 1 Stück Volumenvlies in derselben Größe
- Nähmaschine und passendes Garn
- Schere, Lineal oder Maßband und Stoffkreide
- Stecknadeln oder Nähklammern
- 1 Stoffrest aus Nicky, Samt, Wildleder oder einem ähnlichen Stoff
- 1 Stern als Malvorlage
Als Erstes schneidet ihr die beiden Stoffteile und das Volumenvlies zu. Falls ihr das Kissen passgenau für einen vorhandenen Hundekorb nutzen möchtet, messt dessen Innenfläche aus und rechnet in Länge und Breite jeweils etwa 6 cm hinzu. Durch das Volumenvlies wird das Kissen etwas dicker, und auch die Nähte kosten ein wenig Platz. Schneidet deshalb lieber etwas großzügiger zu. Ich hatte bei meinem ersten Versuch zu knapp gerechnet, und am Ende fehlte mir auf beiden Seiten jeweils ein Zentimeter.
Ich hatte mir zuerst den festen Sternchenstoff zugeschnitten. Dieses fertige Stoffstück legte ich auf den Fleece und steckte beide Lagen zusammen. Der Fleece ist beim Schneiden etwas rutschiger, und so war es für mich leichter, tatsächlich zwei gleich große Stoffteile zu bekommen. Zum Schluss fixierte ich das Volumenvlies ebenfalls mit Stecknadeln auf einem der Stoffstücke und schnitt es passend zu.
Bevor es mit dem Nähen losgeht, müsst ihr die drei Lagen in der richtigen Reihenfolge aufeinanderlegen und rundherum fixieren. Ganz unten liegt das Volumenvlies. Darauf legt ihr das erste Stoffstück mit der schönen Seite nach oben. Das zweite Stoffstück kommt mit der schönen Seite nach unten darauf. Die beiden Seiten, die später außen zu sehen sein sollen, liegen also direkt aufeinander.
Bei meinem Fleecestoff war es egal, welche Seite innen lag, weil beide gleich aussahen. Der feste Sternchenstoff kam zuletzt auf den Stapel, und zwar mit der linken Stoffseite nach oben. Achtet darauf, dass alle Kanten möglichst genau übereinanderliegen.
Und dann kann es endlich mit der Nähmaschine losgehen. Für mich als Nähanfängerin ist es bei geraden Nähten am einfachsten, wenn ich mich an einer festen Linie orientieren kann. In diesem Fall war das die rechte Seite des Nähmaschinenfußes.
Die Ecken bekommt ihr gut hin, wenn ihr bis zur Ecke näht und darauf achtet, dass die Nadel noch im Stoff steckt. Dann hebt ihr nur den Nähmaschinenfuß an, dreht das Stoffstück in die neue Richtung, senkt den Fuß wieder ab und näht weiter.
An der letzten Seite müsst ihr eine Öffnung lassen, damit ihr das Kissen anschließend wenden könnt. Bei meinem Kissen waren etwa 14 cm ausreichend. Verriegelt den Anfang und das Ende der Naht, damit sie beim Wenden nicht wieder aufgeht.
Nach dem Wenden sollte euer Hundekissen bereits seine endgültige Form haben. Drückt die Ecken vorsichtig nach außen und schließt anschließend die noch offene Naht. Das könnt ihr entweder mit der Hand oder knappkantig mit der Nähmaschine machen.
Damit die drei Lagen später besser aufeinanderliegen und nicht verrutschen, näht ihr noch einmal einen breiten Rand auf das fertige Kissen. Ich malte mir die Linien sicherheitshalber vorher mit Kreide auf den Stoff. Als zusätzlichen Hingucker steppte ich in der Mitte des Kissens noch einen Stern ab.
Genau wie den breiten Rand zeichnete ich auch den Stern vorher mit Kreide auf den Stoff und nähte die Linien dann mit der Nähmaschine nach.
Im Anschluss könnt ihr die Kreide einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Die graue Fleeceseite sah mir noch etwas zu langweilig aus. Deshalb schnitt ich aus einem Rest Nickystoff einen weiteren Stern aus. Leider kam mir diese Idee erst, als das Kissen schon fertig war, und so musste ich den Stern nachträglich mit der Hand aufnähen.
Und das war es auch schon: Mein erstes selbstgenähtes Hundekissen war fertig! Je nach Lust und Laune könnt ihr beide Seiten des Kissens nutzen. Mein Favorit ist momentan die graue Fleeceseite.
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