Turbo an der Schleppi – Einsatz für Team Gubacca & Bine

Februar 11, 2019

Samstagmorgen, sieben Uhr – und mein Wecker klingelt fürs Mantrailing. Auf den letzten Drücker springe ich aus dem Bett und schaffe es tatsächlich rechtzeitig. Organisatorisch läuft es anschließend allerdings eher nach Bine-Art: Erst verliere ich meinen Geruchspartikel, dann renne ich mit dem Ersatzbeutel selbst zum Versteck, obwohl das andere Team ihn zum Suchen braucht. Zum Glück habe ich einen Turbo an der Schleppi. Beim Trail selbst zeigt Gubacca immer deutlicher, wann er die Spur verloren hat und wie er sie wiederfindet. Dafür muss ich ihm allerdings auch folgen – notfalls unter Baumstämmen hindurch. Am Ende kann Team Gubacca & Bine stolz melden: Gesuchte Person mit Hund gefunden. Und am Sonntag erklärt Gubacca das Beschäftigungsprogramm kurzerhand für beendet.
23 Monate · irgendwo zwischen Junghund und erwachsen

Wochenende und mein Wecker klingelte um 7 Uhr. Wie kann man nur auf die blöde Idee kommen, sich an einem Samstag für 9 Uhr zum Mantrailing anzumelden?! Müde kuschelte ich mich noch einmal in mein Kissen und beschloss, das Frühstück ausfallen zu lassen. Auf den letzten Drücker hüpfte ich dann auch erst aus dem Bett und machte mich im Rekordtempo fertig.

Der Start hätte geordneter laufen können

Erst verliere ich den Geruchspartikel

Viele Hunde sind zu Hause schon aufgedreht, sobald sie merken, dass es zum Mantrailing geht. Bei Gubacca ist das nicht so und wie immer lag er während der Fahrt ruhig im Kofferraum. Sobald wir dann aber angekommen sind und er sein Geschirr und die Schleppleine angelegt bekommt, möchte er sofort loslegen. Egal, ob er schon dran ist oder nicht – Zwerg-Riese marschiert hektisch los.

Da sind wir beide uns sehr ähnlich. Auch ich starte doch hin und wieder etwas „kopflos“. Diesmal hatte ich es geschafft, auf dem kurzen Weg zu Heidis Auto meinen „Geruchspartikel“, einen Handschuh von mir in einer kleinen Tüte, zu verlieren. Beim letzten „Trailen“ hatte ich den „Geruchspartikel“ nicht verloren, sondern gleich zu Hause liegen gelassen. Ich weiß, jeder, der mich persönlich kennt, hat jetzt ein dickes Grinsen im Gesicht. Bine vergisst einfach immer etwas, egal ob im Büro, bei Freunden oder in der Familie. Zum Glück hat unsere Trainerin Heidi für alle Notfälle vorgesorgt und auch verschließbare Beutel im Auto liegen.

Einsatzprotokoll · organisatorischer Teil
01 Geruchspartikel verloren
02 Ersatzbeutel bekommen
03 Mit Ersatzbeutel losgerannt
04 Festgestellt: Der Beutel muss bei Heidi bleiben

Kaum mit Ersatz ausgestattet, rannte Bine dann natürlich auch wieder MIT dem Beutel wie von der Tarantel gestochen los. Dumm nur, dass das Team ihn benötigt, das mich suchen sollte. Also wieder zurück und brav das Tütchen Heidi in die Hand gedrückt. Zum Glück habe ich ja einen Turbo an der Schleppi und wir konnten unsere verlorene Zeit bis zu unserem Versteck wieder rausholen.

Läuft. Nur noch nicht unbedingt in die richtige Richtung.
Jetzt übernimmt Gubacca

Langsam lerne ich zu sehen, wann er die Spur verliert

Bei unserem Mantrailing darf Gubacca – anders als bei vielen anderen Gruppen – mich zu meinem Versteck begleiten. Das finde ich toll, weil es so für ihn kein langes Warten im Auto gibt. Hat das andere Team uns aufgespürt, wird gewechselt und wir starten mit unserer Suche von dort aus.

Für mich ist es nach wie vor sehr faszinierend mitzuerleben, wie schnell Zwerg-Riese beim Mantrailing Fortschritte macht. Auch mir fällt es schon leichter, an seinem Verhalten zu sehen, ob wir falsch sind. Bei Gubacca erkennt man es daran, dass er anfängt, auf dem Weg von rechts nach links zu pendeln, um die Spur wiederzufinden. Häufig dreht er dann wieder um und läuft anschließend wieder zielstrebig vor. Dabei ist er auch schon deutlich ruhiger geworden und ich kann ihm vom Tempo her problemlos folgen.

Gubacca lesen
Rechts – links – pendeln
Die Spur ist gerade nicht eindeutig. Gubacca sucht sie wieder.
Zielstrebig nach vorne
Die Richtung stimmt wieder – und Bine darf einfach folgen.

Und welche Qualitäten bringe eigentlich ich ins Team ein?

Welche Qualitäten sollte ich möglichst in das Trail-Team „Gubacca & Bine“ einbringen? Auf jeden Fall ein bisschen Sportlichkeit ... wie ich gestern schnell merkte. Zwerg-Riese machte es sichtlich Spaß, den „Ton“ bzw. den Weg vorzugeben. Man soll seinen Hund ja nicht vermenschlichen, aber ich hatte schon ein bisschen das Gefühl, er hat den Schalk im Nacken sitzen und ließ mich extra unter sämtliche Baumstämme durchkriechen.

Dieser Verdacht erhärtete sich, als ich hörte, dass die „vermisste Person“ diese zuvor brav umrundet hatte. Aber zum Glück hatten wir trockenes Wetter und mir blieb der tiefe Matsch erspart. Was macht man nicht alles gerne, damit Zwerg-Riese Abwechslung hat.

Einsatz beendet
Person mit Hund gerettet
Team Gubacca & Bine kann wieder stolz abrücken.

Mit uns und dem Rest der Welt zufrieden machten wir uns dann wieder auf den Heimweg. Nicht nur Gubacca hatte es riesigen Spaß gemacht, auch ich hatte ein dickes Grinsen im Gesicht. Das frühe Aufstehen hatte sich wieder gelohnt! Zu Hause angekommen marschierte Gubacca dann auch, ohne nach links und rechts zu schauen, direkt in seinen Korb und schlief zwei Stunden.

Einen Tag später
Herr Gubacca erklärt das Beschäftigungsprogramm für beendet

Heute war ein Sonntag, bei dem man am liebsten nicht vor die Tür gegangen wäre. Am frühen Nachmittag hatten wir aber dann doch noch Glück und konnten eine große Runde mit Gubacca am Heidesee laufen, ohne nass zu werden. Das Zwerg-Riese-Beschäftigungsprogramm fiel dafür komplett „ins Wasser“, weil Gubacca der Meinung war, dass er am Samstag genug „gearbeitet“ hatte. Ich musste so lachen, als Zwerg-Riese vor dem „Flaschendreh-Spiel“ einfach einschlief. Recht hatte er und ich nutzte die Zeit, um den Blogbeitrag zu schreiben ...

Jetzt ist das Wochenende auch schon wieder vorbei und wir machen jetzt das Licht aus und schlafen. Gute Nacht und einen schönen Start in die neue Woche!

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