Das kleine Gos-ABC: C wie CATALÀ oder CATALÁN?

Oktober 27, 2022

C wie Català oder doch Catalán? Wenn du dich schon einmal durch die Welt der Rassebezeichnungen gewuselt hast, weißt du, dass man beim Gos schnell in ein kleines Sprachen-Puzzle stolpert. Es gibt nämlich mehrere Schreibweisen, die überall auftauchen: 1. Gos d’Atura Català 2. Perro de pastor catalán 3. Català und Catalán Und jetzt die entscheidende Frage: Was davon ist richtig?
C wie Català – Gos d’Atura Gubacca
C
DAS KLEINE GOS-ABC · C WIE
Català – oder doch Catalán?

Es gibt Fragen, auf die könnte ich inzwischen im Schlaf antworten.

„Was ist das für eine Rasse?“ gehört erstaunlicherweise nicht dazu.

Nicht, weil ich vergessen hätte, was für einen Hund ich seit Jahren neben mir habe. Sondern weil unmittelbar nach der Frage in meinem Kopf ein kleines Sprachprogramm startet.

Gos d’Atura Català
Perro de pastor catalán
Katalanischer Schäferhund
DREI NAMEN · EIN HUND

Und vor allem: Wie spreche ich die erste Variante so aus, dass niemand anschließend noch einmal fragt?

KATALANISCH · SPANISCH · DEUTSCH

Drei Namen, ein Hund

Das kleine Sprachen-Puzzle hat einen einfachen Grund. Die Rasse stammt aus Katalonien – und dort spielt neben Spanisch auch Katalanisch eine zentrale Rolle.

Je nachdem, in welcher Sprache man unterwegs ist, begegnet einem der Gos deshalb unter unterschiedlichen Bezeichnungen.

Katalanisch
Gos d’Atura Català
Spanisch
Perro de pastor catalán
Deutsch
Katalanischer Schäferhund

Das Rätsel um Català und Catalán löst sich damit ebenfalls: Català ist katalanisch, catalán spanisch.

Für spontane Gespräche habe ich trotzdem meine persönliche Kurzfassung:

„Ein spanischer Schäferhund.“

Als offizielle Rassebezeichnung taugt das natürlich nicht. Als Antwort an der Parkbank funktioniert es erstaunlich gut.

GOS · D’ATURA · CATALÀ

Was steckt eigentlich im Namen?

Wenn man den katalanischen Namen auseinanderpflückt, wird er plötzlich deutlich weniger geheimnisvoll.

Gos bedeutet Hund. Català bedeutet katalanisch.

Spannender ist d’Atura. Der Begriff hängt mit dem katalanischen „aturar“ zusammen. Der Gos half dem Schäfer dabei, die Herde zu begrenzen und zu verhindern, dass die Tiere eine bestimmte Linie überschritten.

Genau diese Arbeit hat der Rasse ihren Namen gegeben.

THEORIE TRIFFT WIRKLICHKEIT

Aussprechen ist eine andere Disziplin

Denn theoretisches Wissen hilft nur begrenzt, wenn ein fremder Mensch vor einem steht und fragt:

„Und was ist das für einer?“

Ich weiß nicht, wie es anderen Gos-Besitzern geht, aber bei mir entsteht dann bis heute diese winzige Denkpause.

Natürlich könnte ich souverän sagen: „Gos d’Atura Català.“

In meinem Kopf klingt das auch hervorragend.

Was anschließend aus meinem Mund kommt, besitzt allerdings deutlich weniger katalanische Eleganz. 😄

Und spätestens wenn mein Gegenüber freundlich nickt und fragt: „Wie war der Name noch mal?“, bin ich wieder bei:

„Katalanischer Schäferhund.“

Geht doch.

EIN NAME MIT GESCHICHTE

Ganz so nebensächlich ist er dann doch nicht

1929 wurde auf Grundlage der Hunde Tac und Iris der erste offizielle Rassestandard erstellt. Nach Angaben des spanischen Gos-Clubs wurde der Gos d’Atura Català damit zur ersten einheimischen Rasse Spaniens, die offiziell und international anerkannt wurde.

Die FCI erkannte die Rasse 1954 endgültig an. Heute wird sie dort unter der Standardnummer 87 geführt.

Ganz schön viel Geschichte für einen Namen, bei dem ich regelmäßig schon an der Aussprache scheitere.

Gubacca dürfte das egal sein. Auf „Gubacca“ hört er schließlich auch nur, wenn es gerade in seinen Terminkalender passt. 😄

Ein Buchstabe mehr über den Gos.
WEITERLESEN · HERKUNFT & GESCHICHTE
Noch ein Stück weiter zurück

Du möchtest nach dem Namen noch tiefer in die Geschichte des Gos eintauchen? Auf der Seite „Herkunft & Geschichte“ geht es um seine Arbeit in den katalanischen Pyrenäen und die Entwicklung der Rasse.

Herkunft & Geschichte des Gos d’Atura →

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Chronik Du möchtest den Blog von Anfang an lesen? Hier findest du Gubaccas erste Lebensjahre – Beitrag für Beitrag in der richtigen Reihenfolge. Ganz vorne anfangen →

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