Man könnte meinen, Barquillo sei eine spanische Süßigkeit. Und ja, der Begriff bedeutet tatsächlich „Waffelröllchen“. Aber beim Gos beschreibt Barquillo nicht den Nachtisch, sondern eine der spannendsten Fellfarben überhaupt.
Barquillo ist kein reines „Braun“. Es ist ein Farb-Mosaik. Ein bisschen hell, ein bisschen mittel, ein bisschen dunkel, oft alles gleichzeitig. Und wenn man denkt, man hätte die Farbe endlich verstanden, mischt der Gos heimlich neu.
Dali, der Rüde meiner Freundin Violetta, ist das beste Beispiel. Mal wirkt er fast goldig, mal richtig erdig, und manchmal fragt man sich, ob er über Nacht in ein anderes Fell geschlüpft ist. Bei Gubacca sehe ich das übrigens auch. Da wird der Rücken plötzlich heller, der Brustbereich dunkler und am nächsten Tag ist wieder alles anders.
Genau deshalb nennt man Gos-Fellfarben so gern „Wundertüten“. Du weißt nie ganz, was später rauskommt. Aber die Überraschung ist fast immer schön.
Barquillo kann anderen Farbschlägen ähnlich sehen. Negro y fuego zum Beispiel, schwarz mit hellen Abzeichen, liegt manchmal so nah dran, dass man es erst an der Unterwolle erkennt. Dalis Unterwolle ist hell, Carmelas pechschwarz. Und trotzdem wirken beide manchmal wie Zwillinge.
Vielleicht ist das die eigentliche Magie von Barquillo. Diese Mischung aus Überraschung, Tiefe und einer Farbpalette, die im Licht ständig ihren Ton wechselt.
Und ganz ehrlich. Ein bisschen wie das Leben selbst, oder?
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