Den kenne ich doch! ... hat sich so mancher Marler heute Morgen beim Lesen der Tageszeitung gedacht :-). Ich habe mich riesig gefreut, als ich Zwerg-Riese im Ortsteil der Tageszeitung „dick und fett“ entdeckte. Nach den Feiertagen hatte ich überhaupt nicht mehr mit der Veröffentlichung unseres Weihnachtsbildes gerechnet.
Das Krankenlager wird größer
Ansonsten sind die letzten Tage sehr ruhig bei uns gewesen. Das Krankenlager konnte deutlich ausgeweitet werden – nach Detlef und mir wurde dann auch Gubacca am zweiten Weihnachtstag krank. Solidarisch wie er oft ist, hat er sich auch einen dicken Schnupfen mit ständigem Niesen und laufender Nase eingefangen.
Kann sich ein Hund von einem Menschen anstecken? Hier gingen die Meinungen deutlich auseinander. Das Internet schien sich damals einig – weder vom Hund zum Menschen noch andersherum sei es möglich. Einige Hundehalter und Ärzte meinten jedoch: Ja, das geht.
Ich weiß es nicht. Komisch fand ich es aber schon, dass Gubacca kurz nach uns krank wurde. Aber egal, ob von uns angesteckt oder nicht – bei Gubacca kam mir dieser Hundeschnupfen vom Schweregrad deutlich heftiger vor als meine menschliche Erkältung, durfte ich schnell feststellen.
Nein, Zwerg-Riese hat keine „Männergrippe“ und er hat mich auch nicht abends gebeten: „Ruf meine Mama an! Mir geht es so schlecht!“, wie in der W*-Fernsehwerbung der Göttergatte zu seiner Frau. Er ist ein sehr tapferes Kerlchen und leidet eher still vor sich hin.
Der vorsorgliche Tierarztbesuch war es, der mich schockiert hat. Nachdem Gubacca immer ruhiger wurde und phasenweise leicht abwesend im Raum stand und Löcher in die Luft stierte, wurde ich doch ängstlich und fuhr am nächsten Morgen direkt mit ihm zur Ärztin. Zum Glück waren die Atemwege bis auf die Nase frei und er hatte kein Fieber.
Mit Kanonen auf Spatzen?
„Aber man kann ja nicht ausschließen, wie hartnäckig der Erreger ist, und da greifen wir lieber breit an“, meinte die Tierärztin und verpasste gleich mal direkt drei Spritzen. „Etwas für die Abwehr, für das Abschwellen und zur Stärkung des Immunsystems – und das wiederholen wir dann zweimal.“ Der hoffentlich Besserung bringende Mix war dann unter anderem Antibiotikum und Kortison ...
Der Hundeschnupfen hat dann nächste Woche nach den zwei Folgespritzen wahrscheinlich 150 Euro gekostet und zurück bleibt ein mulmiges Gefühl, ob da nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen wurde.
Ich gehe mittlerweile sehr ungern zum Tierarzt und das liegt nicht an den oft hohen Kosten. Für Gubaccas Gesundheit gebe ich gerne das Geld aus und es ist mir wichtig, dass es ihm gut geht und wir keine Krankheit verschleppen.
Mich stört der ständige Umgang mit Kortison und Antibiotikum für jede Erkrankung. Ich möchte mich ärztlich absichern, dass keine schlimmere Erkrankung vorliegt, aber muss das immer gleich mit so vielen Medikamenten sein?
Mein Hausarzt empfahl mir bei dem letzten Besuch wegen einer Erkältung „ab ins Bett und ordentlich schwitzen“ und das war auch der Rat meines Apothekers am Donnerstag für mich: „Lassen Sie alle Medikamente weg – Ihr Körper schafft das am besten alleine!“
Aber wahrscheinlich ist ein Hundeschnupfen einfach nicht mit meiner Erkältung vergleichbar.
In diesem Sinne kuschele ich mich mal wieder mit der dicken Decke auf das Sofa und schone mich noch ein bisschen mit Gubacca auf dem Boden. Passt auf euch auf und bleibt gesund!
LAURA
MARLER ZEITUNG
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