„Ich bin ein Top-Model und ich seh’ gut aus …“ – wenn das jemand von sich behaupten kann, dann Gubacca. Zwerg-Riese als Hundemodel macht einfach Spaß. Geduldig sitzt er zwischen der Weihnachtsdeko, schaut mal links in die Kamera oder hebt auf Wunsch den Kopf. Nur bei der Weihnachtsmütze gibt es jedes Jahr wieder ein kleines Drama. Aber notfalls bekommt eben nur Knut eine aufgesetzt.
Trotzdem ist es gar nicht so einfach, am Ende auch wirklich DAS schöne Weihnachtsfoto für unsere Karten hinzubekommen. Schließlich besitze ich kein Fotostudio, sondern muss jedes Jahr ein bisschen tricksen, damit später niemand sieht, dass Gubacca in Wahrheit einfach im Schlafzimmer vor einer Wolldecke liegt.
Deshalb gibt es heute einmal ein kleines Making-of von gestern.
Ein Fotostudio namens Schlafzimmer
Eigentlich liebe ich für meine Fotos einen weißen Hintergrund. Diesmal stellte ich allerdings ziemlich schnell fest, dass Gubacca mit Weihnachtsmütze dann genauso aussah wie im letzten Jahr. Also musste etwas Neues her.
Mangels professionellem Studiohintergrund wurde kurzerhand eine graue Wolldecke zweckentfremdet. Mit erstaunlich viel Mühe hielt sie irgendwann tatsächlich eingeklemmt in der Zimmertür. Noch ein bisschen Weihnachtsdeko davor drapiert – und schon konnte es losgehen.
Viel zu minimalistisch. Irgendwie war mir diesmal eher nach „nicht kleckern, sondern klotzen“. Also musste mehr Weihnachtsdeko her. Und die Nikolausmütze erinnerte mich auf den ersten Bildern leider mehr an einen Matrosenhut.
Also wieder Deko zusammensuchen, Mütze neu drapieren – und weiter.
Leider hatten die beiden Topmodels inzwischen Redebedarf. Die Gage musste neu ausgehandelt werden.
Mit anderen Worten: Bine musste bei den Leckerlis noch einmal eine Schüppe drauflegen.
Das löste zwar das eine Problem, schuf allerdings sofort das nächste. Die Belohnung war nun derart verführerisch, dass Knut seine Zunge nicht mehr im Griff hatte und Gubacca auf den Bildern zunehmend einer Schnappschildkröte ähnelte, weil es ihn magisch in meine Richtung zog.
Irgendwann stimmte dann aber tatsächlich alles: Die Wolldecke hing einigermaßen glatt an der Tür, genügend Weihnachtsdeko war verteilt und die Models befanden sich endlich im Arbeitsmodus.
Jetzt konnte es wirklich losgehen.
Dachte ich.
Aber seid ehrlich: Wie schauen die beiden denn bitte aus?
Ich würde sagen: ungefähr wie nach dem fünften Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. :-)
Und irgendwann klappt es tatsächlich
Wenn ich in der Hundeerziehung bei Gubacca nur halb so hartnäckig wäre wie als Fotografin, hätte ich vermutlich längst den perfekt erzogenen Hund. Unermüdlich wurde die Wolldecke wieder gerade gezogen, die Models wurden neu platziert und die Dekoration noch einmal verschoben.
Und siehe da: Irgendwann entstanden tatsächlich die Bilder, die ich mir vorgestellt hatte.
Ganz zum Schluss machte ich dann doch noch ein paar Bilder vor meinem geliebten weißen Hintergrund. Den Rest musste anschließend eben die Bildbearbeitung richten.
Nach einer Weile streikte Gubacca dann allerdings doch. So gerne ich noch unzählige weitere Fotos von ihm gemacht hätte – für Zwerg-Riese war irgendwann einfach Schluss. Die Konzentration war weg und das Model erklärte den Arbeitstag für beendet.
Wir wünschen euch ein schönes 3. Adventswochenende!
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