Ich muss über Gubacca immer innerlich lachen, wenn er für sich etwas Neues entdeckt. Die erste Reaktion ist fast immer: „Ich setze mich erst einmal auf meinen Popo und beobachte.“ Eine tolle Eigenschaft, weil sie widerspiegelt, wie ruhig und gelassen er fast immer mit neuen Eindrücken umgeht. Seine neueste Leidenschaft sind die Pferdekoppeln, an denen wir häufig vorbeigehen.
Er könnte dort stundenlang die Pferde beobachten und geht immer nur ungern weiter. Am Dienstag habe ich zum ersten Mal mit ihm die „Hängebauchschweinchen“ besucht. Bei uns im Wohnort ist das ein feststehender Begriff und jeder weiß sofort, welcher Bauernhof damit gemeint ist. An schönen Tagen ist er ein beliebtes Ziel für Familien mit kleinen Kindern bei uns im Ort, weil man einen Teil der Tiere mit altem Brot füttern darf.
Gubacca fand die Schweinchen toll und wagte sich sehr nah an das Gitter heran. Schweinchen „Babe“ war genauso mutig und ich konnte eine Neuinszenierung vom „Froschkönig“ drehen. Zum Schluss war Gubacca, glaube ich, doch ein wenig enttäuscht, dass Schweinchen Babe sich nicht in eine schöne Gos-Prinzessin verwandelte.
Auf dem Rückweg waren es dann aber doch wieder die Pferde, die ihn begeisterten. Ganz so nah wie an Babe hat er sich an die Pferde allerdings nicht herangetraut.
Der Großvatersitz
Aber zurück zu Gubaccas kleiner Eigenart, sich immer erst einmal auf seinen Po zu setzen. Er hat hierbei eine ganz eigene Sitztechnik, die ich so noch nie bei anderen Hunden beobachten konnte:
Er sitzt hierbei wirklich auf seinem Po und winkelt beide Hinterbeine seitlich vom Körper ab. Mich erinnert das immer sehr an einen Plüsch-Teddy. Auch als kleiner Welpe hat er so schon immer gesessen und Svea, seine Züchterin, nannte das den „Großvatersitz“. Ich bin gespannt, ob er das auch als erwachsener Rüde noch machen wird. Auf jeden Fall ist es eine sehr niedliche Eigenart!
Fortsetzung der vielen kleinen Eigenheiten folgt!
Der Schweinchenkuss hatte übrigens noch ein Nachspiel
Kurz danach bildete ich mir ein, Gubaccas Nase sei heller geworden. Pilz? Irgendetwas anderes? Ich landete beim Tierarzt und ging mit dem Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung und einem Untersuchungstermin unter Narkose wieder nach Hause.
Zum Glück hatte Svea eine deutlich gelassenere Einschätzung. Und tatsächlich: Gubaccas Nase verändert ihre Pigmentierung bis heute immer mal wieder und wird je nach Jahreszeit heller oder dunkler.
Während Gubacca den Schweinchenkuss vermutlich längst vergessen hatte, war Bine gedanklich also schon einige medizinische Etagen weiter. ;-)
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