Warum ausgerechnet ein Gos? – Grace war schuld

August 21, 2018

Warum habe ich mich eigentlich für einen Gos entschieden? Diese Frage habe ich mir durchaus schon häufiger gestellt. Hätte es nicht einfach ein süßer Labrador sein können? Oder ein Goldie, dem man nachsagt, einfach nur lieb zu sein? Aber nein – offenbar suchte ich die Herausforderung und wollte ausgerechnet eine Rasse, die zuverlässig jede kleine Schwachstelle ihrer Besitzer ans Tageslicht bringt. Ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Gubacca ist ein völlig normaler Jungrüde mit allem, was ein Hund zu bieten hat, der mit sich selbst noch nicht ganz fertig ist. Er sorgt nur freundlicherweise dafür, dass ich im Blog nahezu jedes Erziehungsproblem irgendwann aus eigener Erfahrung schildern kann. Aber wie kam ich überhaupt auf den Gos d’Atura?
17 Monate · irgendwo zwischen Junghund und erwachsen

Warum habe ich mich eigentlich für den Gos entschieden? Diese Frage habe ich mir durchaus schon häufiger gestellt. Hätte ich mir nicht einfach einen süßen Labrador anschaffen können? Oder einen Goldie, dem man nachsagt, einfach nur lieb zu sein? Aber nein – offenbar suchte ich die Herausforderung und wollte ausgerechnet eine Rasse, die zuverlässig all meine kleinen Schwächen ans Tageslicht bringt. *grins* Ganz so schlimm ist es natürlich nicht: Gubacca ist ein völlig normaler Jungrüde mit allen Facetten, die ein Hund zu bieten hat, der mit sich selbst noch nicht ganz fertig ist. Er sorgt halt nur freundlicherweise dafür, dass ich hier im Blog fast JEDES Erziehungsproblem irgendwann aus eigener Erfahrung schildern kann. Aber genug gewitzelt: Wie kam ich überhaupt auf den doch noch eher unbekannten Gos d’Atura Català?

Alles begann · ausgerechnet im Zoo

Mein erster Gos war eigentlich nur ein Chiru in XXL

Meinen ersten Gos hatte ich einige Jahre zuvor in der Zoom Erlebniswelt gesehen. Nein, der Gos ist nicht derart exotisch, dass man ihn dort schon im Gehege bewundern kann. Mir begegnete einfach ein Ehepaar mit einem Hund, der für mich auf den ersten Blick aussah wie Chiru im XXL-Format. Einen riesigen Unterschied zum Tibet Terrier konnte ich damals kaum erkennen – der junge Rüde war lediglich ein gutes Stück größer als mein Chiru.

Ich kam mit dem Ehepaar ins Gespräch und die beiden erzählten begeistert von ihrem Katalanischen Hütehund. Das machte mich neugierig. Zu Hause begann ich, mich im Internet über die Rasse schlauzumachen, und hatte auch noch Glück: Ganz in unserer Nähe hatte eine Züchterin gerade Welpen. So lernte ich Andrea kennen. Und Grace.

Erster Züchterbesuch · Größenangabe offenbar überlesen

Dann kam Grace um die Ecke

Ich muss heute noch innerlich grinsen, wenn ich an diese erste Begegnung denke. Ich saß auf dem Boden mitten zwischen den Welpen, als Grace um die Ecke kam. Mein erster Gedanke war: „Das ist kein Gos. Das ist ein Wolfshund.“ So riesig hatte ich mir einen ausgewachsenen Gos nun wirklich nicht vorgestellt. Unmittelbar danach folgte Gedanke Nummer zwei: „Oha. Hoffentlich stört es die Riesin nicht, dass ich hier zwischen ihren Welpen sitze.“

Bevor ich mir darüber allerdings ernsthaft Gedanken machen konnte, lag Grace bereits quer über meinem Schoß. Dann dieser Blick aus den typischen Gos-Augen – und was soll ich sagen: Es war passiert. Der Virus hatte zugeschlagen. Ich hätte wahnsinnig gern einen dieser Welpen mit nach Hause genommen.

Direkter Größenvergleich · Chiru schrumpft überraschend

Ein zweiter Hund kam trotzdem nicht infrage

Bei meinem nächsten Besuch durfte Chiru mitkommen und im direkten Vergleich wurde mir der Größenunterschied noch einmal ziemlich deutlich. An meiner Begeisterung für Grace änderte das allerdings nichts. Trotzdem war das Thema zweiter Hund schnell erledigt: Für Detlef stand nie zur Debatte, dass noch ein Hund bei uns einzieht, und auch für mich war klar, dass Chiru Einzelhund bleiben sollte.

Eines allerdings stand für mich danach ebenfalls fest: Wenn irgendwann noch einmal ein Hund bei mir einziehen würde, dann sollte es ein Gos sein. Und möglichst einer, der Grace ähnlich sieht.

Einige Jahre später · Wunsch erfüllt, Nebenwirkungen inklusive

Und heute hilft Grace beim Auslöffeln der Suppe

Den Rest kennt ihr inzwischen. Der Gos zog tatsächlich ein – und heute hilft ausgerechnet Grace mir dabei, die Suppe wieder auszulöffeln, die sie mir damals eingebrockt hat. In der Junghunderziehung ist sie nämlich unschlagbar und macht das auf eine so ruhige und für mich oft kaum wahrnehmbare Art, dass ich regelmäßig staune. Grace bellt nicht, wird nicht körperlich und setzt ihre Grenzen fast ausschließlich über ihre Präsenz.

Bei ihr wird Herr Gubacca erstaunlich schnell zum Schäfchen und so hatten wir gestern wieder einen herrlich entspannten Spaziergang um die Stever. Leider wollte Andrea sich trotzdem nicht darauf einlassen, Grace für ein paar Monate bei uns einziehen zu lassen. Dabei wäre das doch eine nahezu perfekte Lösung gewesen. Und in dieser Kombination hätte es bei uns glatt noch einen zweiten Gos geben können.

Einmal Gos · Antwort vertagt
Einmal Gubacca – immer Gubacca?
Da gibt es ein ganz klares: JA!

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