Aus unserem „Bäuchleinkühler“ ist tatsächlich ein rasanter Schwimmer geworden! Und wer hat das geschafft? Richtig, sagte mein Mann natürlich sofort: ER. Der selbsternannte „Herr Mini-Rütter“, wie ich ihn inzwischen gern nenne.
Während ich eine Freundin zum Welpenfotografieren besuchte, packte er Zwerg-Riese in den Fahrradanhänger und fuhr mit ihm zum Kanal. Wie ihr hier schon oft lesen konntet, hatte ich in den vergangenen Monaten unzählige Male versucht, Gubacca zum Schwimmen zu animieren – ohne Erfolg. Wasser fand er großartig. Allerdings bevorzugte er eindeutig die Variante, bei der alle vier Pfoten weiterhin Kontakt zum Boden hatten.
Von daher wollte ich zunächst überhaupt nicht glauben, dass ausgerechnet bei „Herrn Rütter“ plötzlich geschwommen wurde.
Leider gab es Beweisvideos.
Wie der selbsternannte Hundetrainer dieses Wunder vollbracht hat, ist übrigens bis heute sein großes Geheimnis geblieben. Ich freue mich trotzdem riesig, denn damit rückte einer meiner großen Wünsche plötzlich in greifbare Nähe: irgendwann gemeinsam mit Gubacca Schulter an Schulter durchs Wasser zu schwimmen.
inklusive persönlichem Wassereinsatz
Ergebnis: Bäuchleinkühler
Methode: streng geheim
Ergebnis: Hund schwimmt
Aber schwimmt er auch, wenn Bine dabei ist?
Die ersten Schwimmrunden von Gubacca waren laut Detlefs Videos noch ein wenig Marke „Paddelentchen“. Umso gespannter war ich am nächsten Tag, ob Zwerg-Riese auch wieder ins Wasser gehen würde, wenn ich dabei bin.
Nach kurzem Zögern marschierte er tatsächlich in den Kanal und schwamm seinem Stock am Uferrand hinterher. Schwieriger wurde es erst, als ich selbst ins Wasser ging und ein Stück vom Rand wegschwamm.
Da kam offenbar wieder der Hütehund in ihm durch. Jeder meiner Schwimmzüge wurde von lautem Dauergebell begleitet, während Gubacca am Rand stand und ziemlich unmissverständlich der Meinung war, dass ich unverzüglich wieder aus diesem Wasser herauskommen sollte.
Leider war Bine noch nicht ausreichend konditioniert
Tja. Nun war die Bine allerdings ungefähr genauso erziehungsresistent wie sonst gelegentlich Herr Gubacca und schwamm unbeirrt weiter.
Schade für ihn, dass ich auf seinen Rückruf offensichtlich noch nicht perfekt konditioniert war. *grins*
Und wenn der Berg nicht zum Propheten kommt ... dachte sich Gubacca offenbar irgendwann, sprang beherzt ins Wasser und schwamm mir hinterher.
Gubacca wollte Bine erst einmal zurück ans Ufer bringen
Zunächst hatten wir allerdings noch sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was genau „gemeinsam schwimmen“ bedeutet. Gubacca versuchte anfangs mit beherztem Knapsen in Arme und Beine, mich wieder Richtung Rand zu treiben.
Wahrscheinlich lag das natürlich ausschließlich an meinem eleganten Schwimmstil, der eher nach untergehendem Entchen als nach Mrs. Baywatch aussah – und keinesfalls an seinem überschäumenden Temperament.
Es bedurfte deshalb noch etwas Überzeugungsarbeit, bis Zwerg-Riese diese Form der Wasserrettung wieder einstellte. Dafür entdeckte er ziemlich schnell die Vorzüge einer unermüdlichen Stöckchenwerferin namens Bine.
Und plötzlich klappte es tatsächlich: Wir schwammen nebeneinander.
Aus dem Bäuchleinkühler wird ein Meisterschwimmer
Klar, dass wir das schöne Wetter anschließend ausgenutzt haben und jeden Tag mit Gubacca zum Kanal gefahren sind. Mittlerweile schwimmt Zwerg-Riese wie ein Hecht im Wasser und liebt es besonders, mich beim Wettrennen um das Stöckchen blitzschnell zu überholen.
Aus unserem Bäuchleinkühler ist tatsächlich ein Meisterschwimmer geworden!
Und dann landet der Meisterschwimmer auch noch in der Zeitung
Noch etwas Schönes gab es in dieser Woche: Gubacca war wieder mit einem Foto in der Tageszeitung zu sehen.
Na, wenn sogar die Tageszeitung schon darüber berichtet, dass Gubacca zum Schwimmen fährt, müssen wir wohl gleich wieder die Badetasche packen ...
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