Normalerweise muss ich zugeben, bin ich ein echter Schneemuffel … doch diesmal wartete ich schon fast sehnsüchtig auf die ersten Schneeflocken. Wie würde Gubacca auf „seinen“ ersten Schnee reagieren? Endlich war es dann vorgestern auch bei uns im Ruhrgebiet so weit und gegen Abend kamen die ersten Flocken vom Himmel.
Bis zu unserer letzten Runde vor dem Schlafengehen hatte sich dann sogar eine dünne geschlossene Schneedecke gebildet. Begeistert holte ich meine Winterstiefel aus dem Keller und marschierte mit Gubacca los. Zwerg-Riese war total aus dem Häuschen, flitzte über die Wiese und schlug Haken wie ein kleiner Hase. Schade, dass es schon so spät war – zu gerne hätte ich noch Susi mit Lennox abgeholt und wäre mit ihnen gemeinsam durch die Felder gelaufen.
Wir hatten Glück und am Samstag schneite es dann sogar noch weiter. Im Ruhrgebiet ist der Schnee ja eher die Ausnahme und ich freute mich riesig darauf, ein paar Schneebilder mit Gubacca machen zu können. Mit Kamera und Spielzeug bepackt ging es dann morgens direkt los zu Gubaccas Lieblingswiese in den Feldern.
Es war herrlich, mit Gubacca um die Wette über die Wiese zu flitzen. Er hatte riesigen Spaß im Schnee und seine Lebensfreude war wie immer einfach ansteckend.
Ja, und dann kam ich auf die „tolle“ Idee, doch mit Gubacca noch einen Abstecher in den angrenzenden Wald zu machen …
Das Ergebnis konntet ihr ja schon im vorigen Blogbeitrag über unseren „Master of Disaster“ bewundern. Eigentlich kenne ich ja Gubaccas Leidenschaft für die Moderpfützen im Wald. Diesmal dachte ich jedoch, dass sie bestimmt im Schnee „verschwunden“ sind. Waren sie aber nicht, wie ihr hier unschwer sehen könnt …
Aber egal – Gubacca hatte mega Spaß und in die Dusche musste er eh nach dem Spaziergang, dachte ich noch, als ich ihn von Weitem in der Pfütze entdeckte. Das ganze Ausmaß der Schlammorgie sah ich erst später, als es schon viel zu spät war.
Zu Gubaccas Ehrenrettung muss ich auch noch schreiben, dass er im Anschluss auf der Wiese wirklich alles versuchte, um wieder einigermaßen sauber zu werden. Phasenweise war er fast komplett im Schnee verschwunden.
Vielleicht war aber auch der eigentliche Grund für seine Bemühungen die immer größer werdenden Schneebommeln an seinem Fell. Die Moderreste wirkten noch einmal wie ein zusätzlicher Magnet und er hatte sehr mit dem Schnee zu kämpfen.
Gubacca versuchte es dann im Anschluss mit seiner ganz eigenen Taktik: Man muss den Schneebommeln doch einfach davonlaufen können.
So ganz funktionierte die „Gubacca-Taktik“ dann aber nicht und den Rest erledigte dann doch die Dusche zu Hause. Im Anschluss marschierte eine glückliche Bine hoch in ihr Arbeitszimmer, um die gerade gemachten Fotos zu bearbeiten, und ein sehr mit sich und der Welt zufriedener Gubacca war ebenfalls sofort verschwunden …
Eigentlich herrscht bei uns Couch-Verbot … auch auf dem kleinen Lesesofa. „Ach egal!“, dachte ich dann an diesem Tag schon zum zweiten Mal. Manche Regeln sind einfach dazu da, auch gebrochen zu werden.
Es ist doch viel gemütlicher, mit einem spannenden Buch UND einem Zwerg-Riese auf dem Sofa zu liegen. Ich denke, dieses Verbot gehört der Vergangenheit an … :-).
Wir wünschen euch allen einen schönen 2. Advent und machen es uns jetzt genau dort gemütlich.
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