Nachdem unser erstes Marmeladenglas bereits mit Abendrunden, Bankgeheimnissen, Chauffeurdiensten, Dösereien und einer bedenklich hohen Menge Eis gefüllt wurde, ist noch reichlich Platz für ein paar weitere Sommermomente.
Und weil wir weiterhin erfolgreich ignorieren, dass Social Media den Sommer gerne als lebensgefährliches Hindernisrennen präsentiert, sammeln wir einfach unbeirrt weiter die schönen Dinge.
Heute im Gepäck: Das wunderbare Gefühl von Freiheit nach Feierabend, ehrgeizige Gartenprojekte, bei denen die Sträucher über Nacht heimlich wachsen, erfrischende Kanalmomente mit Gubacca als kleiner "Bauch-Kühler" und eine gehörige Portion Meersehnsucht.
Komm mit auf eine kleine, unbeschwerte Reise durch unsere liebsten Sommer-Kärtchen und lass uns das Glas gemeinsam vollmachen!
Und weil wir weiterhin erfolgreich ignorieren, dass Social Media den Sommer gerne als lebensgefährliches Hindernisrennen präsentiert, sammeln wir einfach unbeirrt weiter die schönen Dinge.
Heute im Gepäck: Das wunderbare Gefühl von Freiheit nach Feierabend, ehrgeizige Gartenprojekte, bei denen die Sträucher über Nacht heimlich wachsen, erfrischende Kanalmomente mit Gubacca als kleiner "Bauch-Kühler" und eine gehörige Portion Meersehnsucht.
Komm mit auf eine kleine, unbeschwerte Reise durch unsere liebsten Sommer-Kärtchen und lass uns das Glas gemeinsam vollmachen!
F wie Fertig
Für einen spontanen Ausflug in die Heide nach Haltern, für einen Abstecher an den Kanal, für ein Picknick oder eine kleine Radtour. Oder einfach nur für die wunderbare Frage: „Worauf haben wir heute eigentlich Lust?“
Im Winter beantworte ich diese Frage meistens ganz bescheiden mit einer dicken Decke und einer heißen Tasse Tee. Im Sommer aber sieht die Sache völlig anders aus. Da fühlt sich „fertig“ nicht nach plattem Feierabend an, sondern nach der ganz großen Freiheit.
G wie Garten
Dann wartet er am seitlichen Gartentor und schaut extra sehr konzentriert in die komplett andere Richtung, während ich das Versteck suche. Zumindest tut er so. Sobald ich fertig bin, kommt er angeflitzt und sucht mit einer Ernsthaftigkeit, die vermuten lässt, dass es sich hierbei nicht um ein einfaches Spielzeug, sondern um eine Angelegenheit von weltweiter Wichtigkeit handelt.
Ansonsten werkelt einfach jeder auf seine Weise vor sich hin. Gubacca bewacht pflichtbewusst das Grundstück und ich pflanze Dinge. Meistens kleine Sträucher oder Bäumchen. Zumindest sehen sie beim Kauf im Gartencenter immer so niedlich klein aus. Ein paar Jahre später stehe ich dann fassungslos davor und frage mich, wann genau aus diesem zarten Pflänzchen eigentlich ein ausgewachsener Schattenspender geworden ist. Die Antwort kenne ich bis heute nicht.
K wie Kanal
Während ich gemütlich am Wasser sitze und die vorbeifahrenden Schiffe beobachte, kümmert sich Gubacca derweil um den praktischen Teil des Ausflugs: Bäuchlein kühlen. Mehr braucht es für ihn oft gar nicht.
Dabei muss ich jedes Mal schmunzeln, wenn ich an seinen allerersten Ausflug ans Wasser denke. Damals, noch als kleiner Welpe, verlor er plötzlich den Boden unter den Pfoten und verschwand für einen kurzen Schreckmoment dort, wo eigentlich nur seine Beine hätten sein sollen. Ich zog ihn panisch wieder heraus, Gubacca schüttelte sich kurz, dachte ungefähr drei Sekunden über die physikalischen Eigenschaften von Wasser nach und sprang direkt wieder hinein. Seitdem ist klar: Schwimmen gehört zwar nicht zu seinen großen Leidenschaften, aber Wasser findet er trotzdem ziemlich genial. Zumindest solange es exakt bis zum Bauch reicht.
Und während Gubacca so seine persönliche Wohlfühltemperatur wiederherstellt und ich am Ufer sitze, denke ich einmal mehr: Manchmal muss man gar nicht weit wegfahren. Manchmal reicht schon ein Kanal.
M wie Meer
Natürlich bin ich in meinem Leben auch an vielen anderen, wunderschönen Orten am Meer gewesen. Trotzdem taucht Langholz auf unserer Reiselandkarte immer wieder auf. Nicht jedes Jahr, aber in stetiger Regelmäßigkeit. Manche Dinge haben sich dort im Laufe der Zeit verändert, andere überhaupt nicht. Der Strand liegt noch immer genau dort, wo ehe schon vor Jahrzehnten lag, und die Ostsee macht ohnehin ihr ganz eigenes Ding.
Wenn ich heute mit Gubacca dort entlanglaufe, begleiten mich manchmal Erinnerungen, mit denen ich in dem Moment gar nicht gerechnet habe. Dann sehe ich plötzlich die kleine Bine vor mir, wie sie mit ihrer Schwester Muscheln sucht. Ein paar Schritte weiter taucht in meinem Kopf einer meiner früheren Hunde auf, dann ein anderer. Ein Urlaub, der längst vorbei ist; ein Sommertag, den ich eigentlich schon vergessen hatte. Vielleicht mögen wir manche Orte genau deshalb so sehr: Weil sie all diese kostbaren Erinnerungen für uns aufbewahren, bis wir irgendwann wieder zu ihnen zurückkommen.
S wie Sonnenuntergang
In jedem Urlaub läuft es nach exakt demselben Schema ab. Irgendwann am Nachmittag erkläre ich noch ganz entschlossen: „Nein, heute bleibe ich gemütlich sitzen und fahre nicht extra noch mal los.“ Eine Stunde später reißt der Himmel auf. Aus einem zaghaften „Vielleicht doch?“ wird ein überstürztes „Ach komm, los!“, und kurze Zeit später sitze ich schon hektisch strampelnd auf dem Fahrrad.
Manchmal mit großem Erfolg, manchmal aber auch mit einer Bauchlandung. Denn Sonnenuntergänge sind am Ende ein bisschen wie eine Lotterie. Man gibt alles, hat große Hoffnungen, und exakt fünf Minuten bevor die Sonne den Horizont berührt, schiebt sich eine dicke, fette Wolke davor. Jackpot verpasst. Versuchen wir es eben morgen wieder.
Trotzdem kann ich es einfach nicht lassen. Und ehrlich gesagt gilt genau dieselbe Verrücktheit auch für Sonnenaufgänge. Für einen schönen Tagesbeginn stehe ich im Urlaub zu Uhrzeiten auf, die ich zuhause als absolut unmenschlich ablehnen würde. Aber wenn ich dann dort am Strand sitze, Gubacca schläfrig neben mir, das weite Wasser vor mir und die Welt für einen winzigen Moment noch ganz still und unberührt ist – dann weiß ich jedes Mal wieder ganz genau, warum ich mir das „antue“. Genau so fühlt sich Sommer für mich an.
Damit ist unser Marmeladenglas fürs Erste wieder gut gefüllt. Mit der süßen Freiheit nach Feierabend, ehrgeizigen Gartenprojekten, erfrischenden Kanalmomenten, einer Portion Meersehnsucht und meiner ganz leichten Sonnenuntergangsbesessenheit.
Das Glas ist voll. Nicht mit Erdbeermarmelade und nicht mit weltbewegenden Abenteuern – sondern mit den vielen kleinen Dingen, die den Sommer erst so richtig schön machen.
Falls du den Start unseres kleinen Alphabets verpasst hast oder noch einmal stöbern möchtest, findest du hier Das Sommer-ABC der schönen Dinge – Teil 1.
Das Glas ist voll. Nicht mit Erdbeermarmelade und nicht mit weltbewegenden Abenteuern – sondern mit den vielen kleinen Dingen, die den Sommer erst so richtig schön machen.
Falls du den Start unseres kleinen Alphabets verpasst hast oder noch einmal stöbern möchtest, findest du hier Das Sommer-ABC der schönen Dinge – Teil 1.



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