Langholz mit Knut und ein Ausflug nach Eckernförde

Juli 01, 2019

Ja, ich habe es tatsächlich getan und Knut morgens mit an den Strand geschleppt. Nur gut, dass es in Langholz wieder leerer geworden ist - ein bisschen peinlich wäre es mir sonst doch gewesen. Und siehe da: Gubacca ist wie ausgewechselt und lässt sich bereitwillig fotografieren. Wer von euch den großen Knut vom Schwedenhaus schon in natura gesehen hat, weiß: Das Teil ist nicht gerade winzig und man steckt ihn nicht mal so eben in die Kameratasche. Zum Glück hatte ich von der Strandmuschel noch die Verpackung und so ging es für Knut gut getarnt mit auf die Morgenrunde. Gubaccas Reaktion war herrlich, als er sein Stofftier in der Tasche entdeckte.
REISETAGEBUCH
Langholz
Ostsee · Schleswig-Holstein · Juni/Juli 2019 · Teil 8 von 12
Knut
Eckernförde
Strandwind
Tag 9 · Montag
Knut muss mit an den Strand

Ja, ich habe es tatsächlich getan und Knut morgens mit an den Strand geschleppt. Nur gut, dass es in Langholz wieder leerer geworden ist - ein bisschen peinlich wäre es mir sonst doch gewesen. Und siehe da: Gubacca ist wie ausgewechselt und lässt sich bereitwillig fotografieren.

Wer von euch den großen Knut vom Schwedenhaus schon in natura gesehen hat, weiß: Das Teil ist nicht gerade winzig und man steckt ihn nicht mal so eben in die Kameratasche. Zum Glück hatte ich von der Strandmuschel noch die Verpackung und so ging es für Knut gut getarnt mit auf die Morgenrunde. Gubaccas Reaktion war herrlich, als er sein Stofftier in der Tasche entdeckte.

Vielleicht entwickeln sich die Fotos mit Knut ja noch zu unserem Markenzeichen und gemeinsam mit dem Stofftier bereisen wir die Welt :-). Bine & Gubacca mit Knut, die Reiseblogger.... Eine schöne Vorstellung. Wie man merkt - mein Urlaub in Langholz lässt meine Träume nur so explodieren. Haus am Meer... Reisen quer durch die Welt...

Ich muss jetzt noch beim Schreiben des Beitrages schmunzeln, wenn ich die Bilder sehe. Welche Wirkung so ein Stofftier haben kann. Aber ich habe ja noch Glück mit der Größe von Knut. Auf unserer Morgenrunde entdeckte ich diesen Hund mitten auf dem Reitturnierplatz und auch mit ihm ließ Gubacca sich bereitwillig fotografieren. Bine - demnächst mit Sattelschlepper unterwegs, um auch Gubaccas Riesenfreund dabei zu haben ;-).

Wetterwechsel · Ausflugstag
Auf nach Eckernförde

Das Badewetter ist vorbei und es ist sehr kühl geworden. Auf der einen Seite finde ich das sehr schade, aber es ist auch schön, wieder mehr unternehmen zu können. Heute stand Eckernförde auf unserem Ausflugsprogramm. Eckernförde gehört mit Kappeln zu meinen Lieblingsstädten. Wobei mir Eckernförde sogar noch ein Stück besser gefällt.

So klein die Stadt eigentlich ist - man sollte auf jeden Fall genug Zeit einplanen, um auch die vielen schönen Ecken in Ruhe entdecken zu können. Mir gefällt besonders gut, dass der Strand mit seiner langen Promenade, die gemütliche Altstadt und der Hafen so nah beieinander liegen, dass man alles bequem zu Fuß erreichen kann.

Was mich an unseren Städten im Ruhrgebiet immer stört, es gibt nur noch die bekannten Ladenketten und leider auch mittlerweile an jeder Ecke nur noch 1-Euro- und Billigläden. Das ist in Eckernförde anders und in jeder Gasse entdeckt man kleine, liebevoll gestaltete Geschäfte.

Mein Herz schlägt sofort immer höher bei den vielen Kunsthandwerker-Läden und ich finde immer ein schönes Erinnerungsstück an unseren Urlaub.

Reisenotiz · Eckernförde
Der geheimnisvolle Graf, der hier seine letzten Jahre verbrachte

Zwischen den kleinen Geschäften der Altstadt und dem Hafen verbirgt sich eine Geschichte, die ich in Eckernförde nicht unbedingt erwartet hätte. Hier verbrachte einer der rätselhaftesten Männer des 18. Jahrhunderts seine letzten Jahre: der Graf von Saint Germain.

Schon seine Herkunft liegt im Dunkeln. Saint Germain trat unter verschiedenen Namen auf und galt als Abenteurer, Geheimagent, Alchemist, Okkultist und Komponist. Um ihn rankten sich bereits zu Lebzeiten so viele Geschichten, dass sich heute kaum noch sauber trennen lässt, was davon Wirklichkeit und was Legende war.

1778 freundete er sich mit Landgraf Carl von Hessen-Kassel an. Auf dessen Sommerschloss Louisenlund bei Eckernförde bekam Saint Germain ein Alchemielabor. Dort experimentierten die beiden unter anderem mit Metallen und Farben. Aus den Versuchen wurde sogar ganz handfeste Produktion: In ehemaligen Eckernförder Fabrikgebäuden betrieben sie eine Seidenfärberei. Überliefert ist außerdem ein Rezept für einen Gesundheitstee des Grafen.

Am 27. Februar 1784 starb Saint Germain in Eckernförde und wurde in der St.-Nicolai-Kirche beigesetzt. Sein Grab ist heute nicht mehr erhalten.

Von all den Geschichten und Legenden um Saint Germain ist ausgerechnet sein Ende in Eckernförde ziemlich gut belegt. Nur alles davor bleibt ein bisschen geheimnisvoll.
Hafen · Fischerei · alte Schiffe
In Eckernförde muss man zweimal hinschauen

Am Ende der Altstadt schließt sich direkt das Hafengelände an. Beim Anblick der neuen Hotelanlagen mit direktem Blick auf das Meer bekam Detlef sofort glänzende Augen. Ich bin da ja immer sehr praktisch denkend und überlege immer sofort, ob es auch „hundetauglich“ wäre. Mit Lottchen bestimmt - mit Gubacca könnte ich mir so einen Urlaub nicht vorstellen.

Aber mega schön ist die Aussicht bestimmt von den oberen Etagen - da musste ich meinem „Mini-Rütter“ recht geben. Es gibt aber auch Hotels, die man erst auf den zweiten Blick als solche wahrnimmt. Hierzu gehört das Hotel der Siegfried-Werft.

Und manche Schiffe sind auch nicht bereit zum Ablegen, sondern laden zum Fischessen ein. In Eckernförde muss man zweimal hinschauen ;-).

Eckernförde zählte früher zu den bedeutendsten Fischerei- und Fischräuchereistandorten an der Ostsee. Auch heute kann man am Hafen direkt vom Kutter frisch gefangenen Fisch kaufen. Ich bin ja nicht so der große Fischesser - aber für meine Eltern war es früher immer ein absolutes Muss, dort einzukaufen.

Beim Anblick der alten Segelschiffe muss ich immer an meinen Vater denken. Sein ganzes Leben hat er davon geträumt, auf so einem Schiff mal mitzufahren. Leider konnte er sich diesen Wunsch nie erfüllen, weil er jung starb. In den 70er Jahren - bei unseren Familienurlauben in Langholz - gab es die Möglichkeit noch nicht, so wie heute.

Wir sind dann noch bis zum neuen Leuchtturm gelaufen und dann war auch leider schon fast unsere Parkzeit abgelaufen und wir sind zum Auto zurückgelaufen. Ein zweiter Bummel durch Eckernförde ist auf jeden Fall noch geplant in unserem Urlaub.

Zurück in Langholz
Strandkörbe zu, Strand für uns

Am späten Nachmittag gab es dann noch die obligatorische Runde zum Strand. Bei gefühlten 10 Grad und starkem Wind blieben die Strandkörbe alle geschlossen. Schön für uns - hatten wir den Strand bei herrlichem Sonnenschein für uns alleine.

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