Ausgerechnet Gubacca blieb ruhig – unser Jahreswechsel in Hooksiel

Januar 06, 2018

Jahreswechsel in Hooksiel. Ich muss zugeben: Im Vorfeld hatte ich ziemlich gemischte Gefühle, ob die Buchung wirklich eine gute Idee gewesen war. Viele Leute, viele Hunde, fremde Umgebung – und im Hinterkopf noch unser Greetsiel-Urlaub, der mit Gubacca nun wirklich nicht unter „tiefenentspannt“ abgespeichert war. Den ersten großen Pubertätsschub hatten wir gerade gemeistert und ich war gespannt, was dieser Urlaub bringen würde. Dass ausgerechnet Gubacca am Ende mein Fels in der Brandung werden würde, damit hatte ich jedenfalls überhaupt nicht gerechnet. Und ich war verdammt stolz auf meinen Zwerg-Riesen.
Gubaccas Junghundzeit

Jahreswechsel in Hooksiel. Ich muss zugeben: Im Vorfeld hatte ich ziemlich gemischte Gefühle, ob die Buchung wirklich eine gute Idee gewesen war. Viele Leute, viele Hunde, fremde Umgebung – und im Hinterkopf noch unser Greetsiel-Urlaub, der mit Gubacca nun wirklich nicht unter „tiefenentspannt“ abgespeichert war.

Den ersten großen Pubertätsschub hatten wir gerade gemeistert und ich war gespannt, was dieser Urlaub bringen würde.

Dass ausgerechnet Gubacca am Ende mein Fels in der Brandung werden würde, damit hatte ich jedenfalls überhaupt nicht gerechnet. Und ich war verdammt stolz auf meinen Zwerg-Riesen.

Bine und Gubacca im Urlaub in Hooksiel
Foto: Susi Wessel
Eine Nacht, die unseren Urlaub auf den Kopf stellte.

Mit einem gesundheitlich schon angeschlagenen Detlef starteten wir in den Urlaub. Die ersten beiden Tage verliefen deshalb bei uns eher auf Sparflamme. Zum Glück meisterte Gubacca die Silvesterknallerei ziemlich problemlos und gewöhnte sich auch schnell an die fremde Umgebung.

Am Neujahrsabend bekam Detlef wieder Schüttelfrost. Gleichzeitig wurde Gubacca immer unruhiger. Irgendwann saß Zwerg-Riese in der Küche und heulte wie ein Wolf. Kurz darauf war klar: Detlefs Fieber war drastisch gestiegen. Noch in derselben Nacht musste er mit dem Krankenwagen ins Klinikum nach Wilhelmshaven.

Die nächsten Tage waren hektisch und für Gubacca blieb kaum Zeit. Er wartete geduldig im Auto, wenn ich Detlef im Krankenhaus besuchte oder Sachen besorgen musste. Dazu fegte ein Sturmtief über die Nordsee und es regnete gefühlt ständig, sodass unsere Spaziergänge oft deutlich kürzer ausfielen als geplant.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass meinem kleinen Energiebündel irgendwann die Decke auf den Kopf fällt. Stattdessen steckte er die ganze Situation erstaunlich gelassen weg.

Immer wenn ich im Ferienhaus ruhelos wurde und mir Sorgen um Detlef machte, kam Gubacca zu mir und legte seinen Kopf auf meinen Schoß. Dabei schaute er mich an, als wollte er sagen: „Bine, ich bin doch bei dir …“

Und das war er. Einfach da. In diesen Tagen ungewöhnlich anhänglich, ruhig und unglaublich lieb.

Zwischen Krankenhaus, Regen und Sturmtief.

An einem Vormittag hatten wir Glück und auf dem Weg zum Krankenhaus regnete es tatsächlich einmal nicht. Wenigstens für eine Weile konnte Zwerg-Riese an den Strand, flitzen und einfach wieder Gubacca sein.

Mich hat es in dieser Zeit unglaublich beruhigt, Gubacca einfach an meiner Seite zu haben. Er war der liebste Begleiter, den man sich in so einer Situation wünschen konnte. Für einen noch so jungen Hund fand ich es bemerkenswert, wie selbstverständlich er plötzlich zurücksteckte und sich auf diese völlig ungeplanten Tage einstellte.

Zum Glück ging es Detlef bald wieder besser und wir konnten schließlich alle drei früher als geplant nach Hause fahren.

Diese Tage haben Gubacca und mich noch enger zusammengebracht. Ich wusste danach: Wenn es wirklich darauf ankommt, kann ich mich auf ihn verlassen.

Ich bin glücklich, dass ich dich habe, mein Zwerg-Riese!
Im Buch weitererzählt
Kapitel 23: Die Nacht des Wolfes und ein Fels in der Brandung
Im Buch bekommt diese Nacht mehr Raum – vom heulenden Gubacca in der Küche bis zu den Tagen, in denen ausgerechnet mein kleines Energiebündel zum ruhigen Begleiter wurde.
Kapitel 23 lesen →

  • Teilen:

You Might Also Like

6 comments