Schnüffelball selber machen: Einfache DIY-Anleitung ohne Nähen
Wie versprochen gibt es heute die Anleitung für Gubaccas Geburtstagsgeschenk: einen selbst gemachten Schnüffelball aus Fleece. Sein Schnüffelteppich stand bei ihm bereits hoch im Kurs, aber die neue Fleece-Kugel legte noch eine Schippe drauf. Schließlich konnte sie nicht nur gründlich abgesucht, sondern dabei auch noch durch die Gegend geschoben werden.
Die Verwendung ist denkbar einfach: Trockenfutter oder kleine trockene Leckerchen werden zwischen die Fleecestreifen gesteckt. Anschließend darf der Hund seine Nase arbeiten lassen und auch den letzten Futterkrümel aus dem Ball fischen.
Der Schnüffelball lässt sich ohne Nähen herstellen. Man braucht lediglich Fleece, eine Schere und etwas Geduld. Letztere vor allem für die ungefähr 150 Streifen. Ganz ohne Fleißarbeit geht es also nicht, aber dafür ist das Prinzip so einfach, dass selbst wenig bastelerprobte Menschen kaum etwas falsch machen können.
- zwei Fleecedecken, gerne in unterschiedlichen Farben
- eine scharfe Schere
- ein Lineal oder Maßband
- Trockenfutter oder kleine trockene Leckerchen zum Befüllen
1. Fleecestreifen zuschneiden
Für den Schnüffelball benötigst du ungefähr 150 Fleecestreifen in der Größe 30 × 4 Zentimeter. Zusätzlich brauchst du einen langen Streifen von etwa 70 × 4 Zentimetern. Dieser hält später den gesamten Ball zusammen.
Für den ersten Streifen kannst du ein Lineal als Vorlage verwenden. Danach dient dieser Streifen als Muster für alle weiteren. Wenn du die Fleecedecke doppelt legst, geht das Zuschneiden deutlich schneller.
Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn nicht jeder Streifen millimetergenau gleich groß wird. Kleine Unterschiede fallen im fertigen Ball kaum auf und sorgen sogar dafür, dass sich die Futterstücke unterschiedlich tief zwischen dem Fleece verstecken lassen.
2. Öffnungen in die Streifen schneiden
Falte jeden kurzen Fleecestreifen einmal mittig zusammen und schneide an der Falz eine kleine Öffnung hinein. Der Schlitz sollte etwas kürzer als die Breite des Streifens sein, damit das Fleece später fest auf dem langen Verbindungsstreifen sitzt.
Auch bei diesem Arbeitsschritt kannst du mehrere Streifen übereinanderlegen. Zu viele sollten es allerdings nicht sein, sonst verrutscht der Stoff und aus der kleinen Öffnung wird plötzlich ein Scheunentor.
3. Fleecestreifen auffädeln
Mache zunächst an einem Ende des langen Fleecestreifens einen festen Knoten. Anschließend ziehst du das andere Ende durch die Öffnung des ersten kurzen Streifens. Auf diese Weise werden nach und nach alle kurzen Fleecestreifen aufgefädelt.
Richte die Streifen beim Auffädeln immer wieder etwas versetzt aus. So verteilen sie sich gleichmäßig in alle Richtungen und die spätere Kugelform wird bereits erkennbar.
4. Schnüffelball zusammenbinden
Schiebe alle aufgefädelten Streifen dicht zusammen. Nimm anschließend die beiden Enden des langen Fleecestreifens und verknote sie fest miteinander. Durch das Zusammenschieben und Verknoten richten sich die kurzen Streifen automatisch zu einer Kugel auf.
Kürze die verknoteten Enden anschließend auf die Länge der übrigen Streifen und zupfe den Ball ein wenig in Form. Wenn einzelne Streifen deutlich herausragen, kannst du sie noch etwas kürzen. Kleine Längenunterschiede dürfen aber ruhig bleiben. Sie machen den Ball nicht weniger schön und bieten zusätzliche Verstecke für das Futter.
So wird der Schnüffelball verwendet
Stecke Trockenfutter oder kleine trockene Leckerchen an verschiedenen Stellen zwischen die Fleecestreifen. Für den Anfang dürfen einige Stücke leicht erreichbar sein. Kennt der Hund das Prinzip bereits, kannst du das Futter tiefer im Ball verstecken.
Gubacca liebte seinen Schnüffelball vom ersten Einsatz an. Er war leicht nachzumachen, das Material war unkompliziert zu bekommen und die Beschäftigung dauerte erfreulich länger als die üblichen drei Sekunden, nach denen ein Futterstück normalerweise spurlos verschwunden war.
Wichtig: Der Schnüffelball sollte nur unter Aufsicht verwendet werden. Kontrolliere regelmäßig, ob sich Streifen oder Knoten gelöst haben. Für Hunde, die Fleece zerbeißen oder Stoffteile verschlucken, ist diese Beschäftigung nicht geeignet.
Viel Spaß beim Nachmachen und Schnüffeln!
Ein Schnüffelball ist eine schöne Form der Nasenarbeit. Aber wie viel Beschäftigung braucht ein Welpe eigentlich? Mit dem 18 Wochen alten Gubacca stellte ich mir diese Frage ziemlich häufig, besonders dann, wenn der kleine Vulkan wieder kurz vor dem Ausbruch stand.
Wie viel Beschäftigung braucht ein Welpe? →
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