Es war ein ganz normaler Mittwochabend. Kurz vor dem Schlafengehen warf ich noch einen schnellen Blick auf mein Handy. Nur einmal schauen, ob es bei Facebook etwas Neues gab. Und da war es: ein Foto von Otti mit vier kleinen, hellen Welpen. Jetzt schon? Eigentlich hatten wir erst am Wochenende mit der Geburt gerechnet. Doch da lagen sie tatsächlich – die von mir so sehnsüchtig erwarteten Welpen von Otti und Ozzy.
Irgendwo muss doch stehen, ob es Hündinnen oder Rüden sind, dachte ich und scrollte durch die vielen Glückwünsche und Kommentare. Doch da stand nichts. Nicht der kleinste Hinweis. Jeder, der mich ein wenig kennt, weiß: Geduld gehört nicht gerade zu meinen herausragenden Begabungen. Ein Blick auf die Uhr zeigte allerdings 23.30 Uhr. Selbst ich musste einsehen, dass es etwas spät war, um Svea aus dem Bett zu klingeln und nachzufragen, ob unter den vier Welpen ein kleiner Rüde war. Eine Stunde früher hätte die Sache vermutlich anders ausgesehen.
Viel konnte man auf dem Foto nicht erkennen. Vier winzige, helle Welpen lagen dicht beieinander. Trotzdem wanderte mein Blick immer wieder zu dem zweiten Welpen von links. Es gibt Gefühle, die sich nur schwer erklären lassen. Mein erster Gedanke war einfach: Das ist dein Welpe.
In dieser Nacht träumte ich von den Welpen. In meinem Traum waren es zwei Hündinnen und zwei Rüden – und Nummer zwei von links war einer der Rüden. Ich besuchte Svea und die kleinen Zwerge, und schon kurze Zeit später durfte „mein“ Welpe bei mir einziehen.
Am nächsten Morgen wachte ich mit einem wunderbar glücklichen Gefühl auf. Noch vor dem Frühstück schrieb ich Svea eine Nachricht und fragte nach, welches Geschlecht die Welpen hatten. Ihre Antwort: zwei Hündinnen und zwei Rüden. Und Nummer zwei von links? Ein kleiner Rüde.
Aus diesem kleinen Rüden wurde Gubacca.
Fotos: Svea Balke – Bentjesgos
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